Die Ur­sa­che nicht ver­ges­sen

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Augsburg - VON STE­FAN KROG skro@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Die Stadt stellt sich auf den Kli­ma­wan­del ein: Die Stadt­wer­ke ha­ben tie­fe­re Trink­was­ser­brun­nen ge­bohrt, um auch bei Stark­re­gen sau­be­res Was­ser zu ha­ben. Die Stadt plant in Neu­bau­ge­bie­ten Ver­si­cke­rungs­flä­chen für Re­gen­was­ser, um die Ka­na­li­sa­ti­on bei Stark­re­gen zu ent­las­ten. Grün- und For­st­amt den­ken dar­über nach, wel­che Baum­ar­ten bes­ser mit hö­he­ren Tem­pe­ra­tu­ren klar­kom­men. Es bleibt gar nichts an­de­res üb­rig, weil der Kli­ma­wan­del da ist. Was heu­te zu spü­ren ist, ist die Fol­ge des CO2-Aus­sto­ßes vor Jahr­zehn­ten.

Mit den Fol­gen des­sen, was wir heu­te in die Luft bla­sen, wer­den un­se­re Kin­der und En­kel zu kämp­fen ha­ben. Wer glaubt, dass man den Fol­gen des Kli­ma­wan­dels be­geg­net, in­dem man hit­ze­re­sis­ten­te Bäu­me pflanzt und die Kli­ma­an­la­ge ei­ne Stu­fe käl­ter stellt, denkt zu ein­fach. Die Kli­ma­an­la­ge kühlt den Raum, gibt sie aber als Ab­wär­me an die Um­welt ab und ver­braucht Energie. Die rich­ti­ge Stra­te­gie bleibt, den CO2-Aus­stoß zu sen­ken. Dar­auf weist Um­welt­re­fe­rent Er­ben zu Recht hin. An­de­ren Staa­ten ist das egal, aber es ist kei­ne Be­grün­dung da­für, selbst un­tä­tig zu blei­ben, auch wenn der Ef­fekt be­grenzt ist. Das gilt für die Staa­ten­ge­mein­schaft, aber auch für je­den Ein­zel­nen.

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