Das En­de der Ro­man­tik

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Bayern - VON MICHA­EL BÖHM bmi@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Lan­ge Zeit gal­ten sie qua­si als die Auf­klä­rer der Na­ti­on: die Bie­nen. Und die Blu­men. Sie muss­ten her­hal­ten, wenn das Kind ganz ge­nau wis­sen woll­te, wo es ei­gent­lich her­kommt, Ma­ma oder Pa­pa aber noch nicht be­reit wa­ren, dem neu­gie­ri­gen Spröss­ling die nack­te Wahr­heit zu er­zäh­len. Wo­bei frag­lich ist, ob El­tern mit der bo­ta­ni­schen Va­ri­an­te der Ge­schich­te je­mals durch­ge­kom­men sind.

Das Gan­ze hat sich jetzt aber oh­ne­hin er­le­digt. Bis­lang gal­ten Bie­nen ja als ech­te Ro­man­ti­ker (Blu­men und so), mit de­nen man den Akt der Fort­pflan­zung kin­der­freund­lich er­klä­ren konn­te. Doch baye­ri­sche For­scher wol­len mit die­ser Mär nun auf­räu­men und dem „Rät­sel des Bie­nen-Sex“auf die Spur kom­men. Das kün­digt das Lan­des­amt für Wein­bau und Gar­ten je­den­falls an. Und da­bei wird deut­lich: Die zier­li­chen Tier­chen ha­ben es faust­dick hin­ter den Füh­lern. Von we­gen Ku­scheln bei Ker­zen­schein im Bie­nen­stock – zum Lie­bes­spiel ver­las­sen Ma­ja und Co. die hei­mi­schen Wa­ben, flie­gen ki­lo­me­ter­weit, tref­fen sie sich mit zig­tau­sen­den Gleich­ge­sinn­ten zum Grup­pen­sex. Ei­ne Kö­ni­gin las­se bis zu 30 Droh­nen an sich her­an, schrei­ben die For­scher. Wäh­rend die Män­ner un­ter den Bie­nen das Ver­gnü­gen so­fort mit ih­rem Le­ben be­zah­len, zehrt die Kö­ni­gin, voll­ge­pumpt mit Sper­mi­en, ihr Le­ben lang von dem wil­den Trei­ben. Von we­gen Ro­man­tik ...

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