Ge­mein­de­tag sieht wei­ter struk­tu­rel­le Pro­ble­me

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Bayern -

aus, ei­ne schwa­che In­ves­ti­ti­ons­quo­te und ge­rin­ge Ein­nah­men.“Als Grün­de nann­te er das ge­rin­ge In­ter­es­se von In­ves­to­ren in den Rand­la­gen Bay­erns, ab­wan­dern­de Be­völ­ke­rung, hoher Sa­nie­rungs­be­darf und gleich­blei­bend ho­he Aus­ga­ben­last. „Der kom­mu­na­le Fi­nanz­aus­gleich in Bay­ern mil­dert glück­li­cher­wei­se die fi­nan­zi­el­len Un­ter­schie­de. Aber die struk­tu­rel­len Pro­ble­me blei­ben“, be­ton­te Scho­ber.

Den­noch liegt Bay­ern im Ver­gleich mit al­len an­de­ren Bun­des­län­dern wei­ter­hin un­an­ge­foch­ten an der Spit­ze. In zehn der 13 Flä­chen­län­der wa­ren die Kom­mu­nen 2016 im Plus. Dem­ge­gen­über konn­ten die Kom­mu­nen im Saar­land, in Schles­wig-Hol­stein und in Rhein­land-Pfalz kei­ne schwar­zen Zah­len schrei­ben. Ur­sa­che der sich ins­ge­samt bes­sern­den Haus­halts­la­ge ist vor al­lem die gu­te Kon­junk­tur in ganz Deutsch­land. Je­doch ver­birgt sich nach An­ga­ben der Au­to­ren der Stu­die hin­ter den Zah­len ein wach­sen­des Nord-Süd-Ge­fäl­le: Denn die ins­ge­samt po­si­ti­ve Ent­wick­lung in den Kas­sen der Kom­mu­nen wird vor al­lem ge­tra­gen durch die ho­hen Über­schüs­se in Bay­ern und Ba­denWürt­tem­berg. Auch bei den In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben steht der Frei­staat wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sehr gut da: Die Kom­mu­nen im Frei­staat hat­ten auch 2016 die mit Ab­stand höchs­ten Pro-Kopf-In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben.

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