Ex­tras

Stift und Pin­sel ge­spitzt

Auszeit - - INHALT - EL­LA STRATEMANN

Aus­mal­bo­gen # Ar­bei­ten mit Af­fir­ma­tio­nen # Af­fir­ma­ti­ons-Sam­mel­kar­ten: Rein in die Le­bens­freu­de # Heft-CD: Tho­mas Irn­ber­ger

Jetzt möch­ten wir Sie aus der dunk­len Jah­res­zeit ent­füh­ren und an die schö­nen Mo­men­te des Som­mers er­in­nern: Das AUS­ZEIT-Aus­mal­bild – vom Künst­ler ex­klu­siv für un­ser Ma­ga­zin ge­schaf­fen.

Im No­vem­ber ha­ben de­pres­si­ve Ver­stim­mun­gen Sai­son. Die ty­pi­schen Schlecht­wet­ter­ta­ge zwi­schen Herbst und Win­ter la­den nun mal ei­nen Groß­teil der Deut­schen ein, Tr­üb­sal zu bla­sen. Ei­ni­ge su­chen Aus­we­ge in Licht­the­ra­pi­en oder gar Me­di­ka­men­ten. An­de­re fin­den neue Le­bens­freu­de bei­spiels­wei­se im Krei­se ih­rer Fa­mi­lie, in Tref­fen mit Freun­den, bei Thea­ter­be­su­chen oder an­de­ren Kunst- und Kul­tu­revents.

Fas­zi­na­ti­on Sri Lan­ka

Der 66-jäh­ri­ge Mag­de­bur­ger Künst­ler Ru­dolf Pötzsch hat für sich ge­gen den No­vem­ber­blues ei­ne ganz an­de­re Stra­te­gie ent­wi­ckelt: All­jähr­lich tankt er Son­ne, Freu­de und Ener­gie in Sri Lan­ka, dem In­sel­staat vor der süd­öst­li­chen Spit­ze des in­di­schen Sub­kon­ti­nents im In­di­schen Oze­an. Hier be­zau­bern ur­al­te Tem­pel­städ­te, Na­tur­re­ser­va­te und Na­tio­nal­parks, in de­nen un­ter an­de­rem Ele­fan­ten, Leo­par­den und Kro­ko­di­le frei le­ben. An­ge­zo­gen fühlt sich Ru­dolf Pötzsch aber auch von den wei­ßen, pal­men­ge­säum­ten Sand­strän­den. Hier kann er ki­lo­me­ter­weit lau­fen, schau­en, den­ken, be­ob­ach­ten und me­di­tie­ren. Wäh­rend in der west­li­chen Welt Yo­ga seit ei­ni­ger Zeit im­mer mehr An­hän­ger fin­det, wird in Süd-Asi­en Yo­ga be­reits seit Jahr­tau­sen­den als wirk­sa­me Er­gän­zung zur ayur­ve­di­schen Me­di­zin und Heil­kunst an­er­kannt. Und so ist es kein Wun­der, dass Ein­hei­mi­sche, Tou­ris­ten und bud­dhis­ti­sche Mön­che in ih­ren oran­ge­far­be­nen Kut­ten mit spi­ri­tu­el­len Übun­gen am Strand Be­ob­ach­ter in ih­ren Bann zie­hen. Da sind wir schon beim Be­ob­ach­ten: Vie­les von dem, was der Künst­ler bei sei­nen Rei­sen sieht, spie­gelt sich spä­ter auf die ein

Ich ha­be für mich im Rea­lis­mus die brauch­bars­te Mög­lich­keit ge­fun­den

oder an­de­re Wei­se wi­der in sei­nen Ge­mäl­den, Hand­zeich­nun­gen, Aqua­rel­len und Gra­fi­ken.

Künst­ler „al­ter“Schu­le

Der in Leip­zig ge­bo­re­ne Ru­dolf Pötzsch hat nach dem Abitur an der re­nom­mier­ten Hoch­schu­le für Gra­fik und Buch­kunst bei den Pro­fes­so­ren Hans May­er-Fo­reyt, Wer­ner Tüb­ke, Rolf Kuhrt und Ar­no Rink stu­diert. 1975 schloss er das Stu­di­um mit dem Di­plom als Ma­ler und Gra­fi­ker ab, zog nach Mag­de­burg um und lebt seit­dem in der El­be­stadt frei­schaf­fend.

Die Leh­rer von Pötzsch sind ty­pi­sche

Ver­tre­ter der so­ge­nann­ten „al­ten“Leip­zi­ger Schu­le. Üb­ri­gens ist die „al­te“Leip­zi­ger Schu­le laut De­fi­ni­ti­on ein kunst­jour­na­li­si­scher Be­griff. Spä­tes­tens seit der Teil­nah­me von Wer­ner Tüb­ke, Wolf­gang Mat­theu­er und Bern­hard Hei­sig an der Do­cu­men­ta 6 im Jahr 1977 hat sich die­ser Be­griff ge­fes­tigt.

„Zeich­nen und ma­len kann man auf die ver­schie­dens­te Art und Wei­se.

Ich ha­be für mich im Rea­lis­mus die brauch­bars­te Mög­lich­keit ge­fun­den.“Für den Mag­de­bur­ger Künst­ler „sind ge­ra­de der Blick auf die Ge­schich­te so­wie de­ren An­er­ken­nung und Ein­sicht auch künf­tig die brauch­ba­ren Grund­la­gen zum Ar­bei­ten.“Un­ter sei­nen Kunst­wer­ken fin­den sich auch zahl­rei­che Ab­bil­dun­gen von St­ei­nen, Holz­stü­cken, Schne­cken, Mu­scheln und an­de­ren Fund­stü­cken.

Yo­ga am Strand von Sri Lan­ka ist für Pötzsch „das Sam­meln von Strand­gut und Strand­schlecht“, wie er es selbst be­schreibt. Da­bei wer­de al­les in die Ta­sche ge­steckt, was bi­zar­re For­men hat. Oft über­le­ge er schon an Ort und Stel­le am rau­schen­den Oze­an, „wie das Ding bild­künst­le­risch ver­ar­bei­tet wird“. Des­halb freu­en wir uns be­son­ders, in die­ser Aus­ga­be ex­klu­siv die Gra­fik „Strand­gut“von Ru­dolf Pötzsch zum Aus­ma­len prä­sen­tie­ren zu dür­fen.

Zink und Büt­ten

Das Ori­gi­nal wur­de als Ra­die­rung auf feins­tem Büt­ten-Pa­pier her­ge­stellt. Die Ra­die­rung – ent­wi­ckelt im 16. Jahr­hun­dert – wird auch Ätz­kunst ge­nannt. Denn bei ihr wird die Zeichnung durch Säu­re in die Druck­plat­te ge­ätzt. In ei­nem auf­wen­di­gen Ver­fah­ren wer­den dann per Hand­druck von die­ser Zink­plat­te ei­ne be­grenz­te An­zahl num­me­rier­ter und si­gnier­ter Ori­gi­na­le ge­fer­tigt – die Ra­die­rung „Strand­gut“gibt es nur 40 Mal, zehn da­von hat der Künst­ler in­di­vi­du­ell von Hand co­lo­riert.

Wir ge­ben Ih­nen da­mit Kunst in die Hand. Zu­gleich ha­ben Sie die Chan­ce, Ih­re Sor­gen ein Stück klei­ner wer­den zu las­sen. Zwar kann die „Aus­zeit“Ih­nen kei­ne Rei­se nach Sri Lan­ka or­ga­ni­sie­ren. Doch das Ko­lo­rie­ren soll ent­span­nen, Stress ab­bau­en, ent­schleu­ni­gen und Krea­ti­vi­tät ent­fes­seln! <

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