Von den To­ten

Auszeit - - NEWS -

Im Al­ter­tum wa­ren Mas­ken nicht nur im Thea­ter von Be­deu­tung, son­dern auch als Teil des To­ten­kults. War ein An­ge­hö­ri­ger ge­stor­ben, lie­ßen die Nach­kom­men so­ge­nann­te To­ten­mas­ken an­fer­ti­gen, um sich so bes­ser an die Per­son er­in­nern zu kön­nen, die die ir­di­sche Welt ver­las­sen hat­te. Da­für wur­de zu­nächst ei­ne Gips­schicht auf das Ge­sicht des To­ten auf­ge­tra­gen, um des­sen Zü­ge ein­zu­fan­gen, ehe sie durch den be­gin­nen­den Ver­fall ih­re Form ver­lo­ren. Die­se Schicht dien­te dann als Ne­ga­tiv für die ei­gent­li­che Mas­ke. Zu den be­rühm­tes­ten Ex­em­pla­ren ih­rer Art ge­hört un­ter an­de­rem die Gold­mas­ke des Aga­mem­non, je­nem sa­gen­um­wo­be­nen Kö­nig und Kriegs­herr, der die Grie­chen in den Tro­ja­ni­schen Krieg führ­te.

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