Wo bist du?

Auszeit - - DOSSIER -

Ich lau­fe durch die Stra­ßen dei­ner Stadt. Ich strei­fe durch dei­ne Träu­me. Ich be­ob­ach­te dich durch die Au­gen je­des dei­ner Mit­men­schen. In je­dem Buch, das du liest, hin­ter­las­se ich dir ver­bor­ge­ne Zei­chen mei­ner Sehn­sucht. Die Schnee­flo­cken im Win­ter, zart schmel­zend auf dei­nen Wim­pern – ei­ner mei­ner Ver­su­che, dich wach zu küs­sen. Mit dem ers­ten, war­men Früh­lings­wind streich­le ich sanft über dei­ne Haut. Mit je­dem dei­ner Atem­zü­ge lieb­ko­se ich dich von in­nen. In je­der Se­kun­de dei­nes Seins ste­he ich ru­fend, drän­gend, be­bend vor dem Haus dei­ner See­le. Ich klop­fe auf tau­send ver­schie­de­nen Wei­sen an dei­ne Tür. Laut wie der Schrei ei­nes wü­ten­den Kin­des und still wie die Ewig­keit des Alls. Wild und for­dernd zer­re ich an dir, um dich im nächs­ten Au­gen­blick be­hut­sam zu um­ar­men. Ich ha­be kei­ne Wahl. Ich wer­de nichts un­ver­sucht las­sen. Bis du mir öff­nest – weit und be­din­gungs­los. Bis du mir al­les schenkst, was du hast und was du bist. Wo bist du? Ich brau­che dich. Dein Le­ben

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