Über Zen

Auszeit - - DOSSIER -

Zen ist für mich wie ei­ne Was­ser­quel­le. Es ist die Art des Hin­schau­ens, in der sich das Zen ver­birgt. Da­zu ge­hört zum Bei­spiel, den Din­gen di­rekt ins Ge­sicht zu bli­cken – auch de­nen, die un­be­quem sind. Oder das Be­ob­ach­ten von et­was, das man än­dern möch­te, da­mit sich die Ve­rän­de­rung von sich aus voll­zieht statt mit Kraft­auf­wand. Der Fo­kus des Zen ist nicht so sehr auf ei­ne bes­se­re Leis­tungs­fä­hig­keit, son­dern viel­mehr auf das Los­las­sen ge­rich­tet – we­ni­ger ge­färbt durch die Din­ge, an die man sich klam­mert, um sich ei­ne Iden­ti­tät zu ver­schaf­fen. Es ist ei­ne spi­ri­tu­el­le Er­fah­rung, die nicht be­wusst ein­ge­setzt wer­den will, da man sie sonst be­grenzt.

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