Lo­tus Elan Sprint 9

AUTO ZEITUNG Classic Cars - - SPECIAL -

Der Lo­tus Elan (1962-75) gilt als ei­ner der leich­tes­ten und agils­ten Sport­wa­gen über­haupt. Sein Schöp­fer Co­lin Ch­ap­man, der ge­nia­le Renn­wa­gen­kon­struk­teur und For­mel 1-Mar­ken­welt­meis­ter, ver­band höchst ef­fek­tiv ei­nen stei­fen Rück­grat-Kas­ten­rah­men aus Stahl­blech samt Ein­zel­rad­auf­hän­gun­gen mit ei­ner auf­ge­setz­ten Kunst­stoff­ka­ros­se­rie. Die Hin­ter­rä­der sind an lan­gen, quer lie­gen­den Tra­pez­len­kern ge­führt, die sich mit Fe­der­bei­nen ge­gen Rah­men­aus­le­ger ab­stüt­zen. Auf­grund lan­ger Fe­der­we­ge bei ho­her Spu­rund Sturz­kon­stanz er­ge­ben sich, zu­sam­men mit der Dop­pel­quer­len­ker-Auf­hän­gung vor­ne, über­ra­gen­de Fahr­ei­gen­schaf­ten und ho­her Kom­fort. Schei­ben­brem­sen rings­um hal­ten die ho­he Dy­na­mik des le- dig­lich rund 600 Ki­lo­gramm schwe­ren Lo­tus Elan si­cher in Zaum. Ch­ap­mans Kon­struk­teurs-Kol­le­ge Gor­don Mur­ray (McLa­ren) pries den mi­ni­ma­lis­ti­schen Elan als sei­nen Lieb­lings-Sport­wa­gen schlecht­hin. Un­ter der Front­hau­be ver­richt­es­ei­nen Di­enst. Des­sen po­ten­tes­te Se­ri­en­ver­si­on war zu­nächst dem Sprint vor­be­hal­ten, mit gro­ßen Ven­ti­len und schar­fen No­cken­wel­len. Ne­ben Elan-Roads­ter und Cou­pé gab es auch ei­ne Ver­si­on mit mehr Spur und Rad­stand: Den et­was grö­ße­ren und lu­xu­riö­se­ren Elan+2 sah Ch­ap­man gar als Pen­dant zum Por­sche 911.

Kauf­tipp: Elan-Ka­ros­se­ri­en ros­ten zwar nicht, nei­gen da­für aber zu ober­fläch­li­chen Ris­sen. Chas­sis und An­triebs­me­cha­nik sind prin­zi­pi­ell ro­bust, aber vie­le klei­ne Din­ge kön­nen de­fekt sein und viel Är­ger be­rei­ten. Mer­ke: Nur ein per­fek­ter Elan fährt gut.

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