Das re­tro­mo­bil wird zur Fa mi­lie

AUTO ZEITUNG - - 1200. AUSGABE · AUFSTEIGER-MARKEN -

Was hat­te sich BMW da­bei nur ge­dacht? Als die Münch­ner nach dem Ro­ver-De­ba­kel die Bri­ten im Jahr 2000 wie­der ver­kauf­ten, be­hiel­ten sie nur ein Pro­jekt – den in der Ent­wick­lung be­find­li­chen neu­en Mi­ni. Die Ex­per­ten wa­ren rat­los: Was woll­te die sport­li­che Pre­mium­mar­ke mit ei­nem Au­to, das in den 60erJah­ren als platz­spa­ren­de Ver­zichts­er­klä­rung die Bri­ten mo­bil ge­macht hat­te? In Deutsch­land fand der al­te Mi­ni in sei­nem letz­ten vol­len Ver­kaufs­jahr 1999 ge­ra­de ein­mal 2141 Lieb­ha­ber. Sein Nach­fol­ger wur­de zu­dem viel grö­ßer und teu­rer: BMW po­si­tio­nier­te den Mi­ni sehr selbst­be­wusst als Pre­mi­um­K­lein­wa­gen. Ei­ne ge­schick­te Wahl, denn das Re­tro­mo­bil wur­de schnell zum Sta­tus­sym­bol für den gut ver­die­nen­den und jung­ge­blie­be­nen Städ­ter. Das cle­ve­re Mar­ke­ting eta­blier­te den Mi­ni als kul­ti­gen und sport­li­chen Klein­wa­gen – mit viel Emo­tio­nen. Was BMW be­son­ders freut: Mi­niKäu­fer ent­schei­den sich meist für die stär­ke­ren Mo­tor­va­ri­an­ten und die um­fang­rei­che­re Aus­stat­tung. Das po­si­ti­ve Image des Re­tro­mo­bils konn­te mitt­ler­wei­le auf ei­ne gan­ze Mo­dell­fa­mi­lie mit sechs Va­ri­an­ten über­tra­gen wer­den. Be­son­ders das SUV Coun­try­man ent­wi­ckelt sich seit 2010 zu ei­nem gro­ßen Er­folg.

Die drit­te Ge­ne­ra­ti­on des Mi­ni gibt es erst­mals als Drei- und Fünf­tü­rer

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