Die über­ra­schung aus dem os­ten

AUTO ZEITUNG - - 1200. AUSGABE · AUFSTEIGER-MARKEN -

Das En­de des Ost­blocks ist den meis­ten Au­to­mar­ken hin­ter dem ei­ser­nen Vor­hang schlecht be­kom­men: Tra­bant und Wart­burg ver­schwan­den, Ta­tra baut nur noch Last­wa­gen, und La­da ist bis heu­te au­ßer­halb Russ­lands nur schwer ver­käuf­lich. Le­dig­lich Sko­da hat­te die Wei­chen von An­fang an rich­tig ge­stellt, um auch im Ka­pi­ta­lis­mus er­folg­reich zu sein: Schon 1990 such­ten die Tsche­chen nach ei­nem aus­län­di­schen Part­ner, um ih­re 1895 ge­grün­de­te Fir­ma wett­be­werbs­fä­hig zu hal­ten. Nach Ge­sprä­chen mit BMW, Ge­ne­ral Mo­tors, Re­nault und Volks­wa­gen be­ka­men die Wolfs­bur­ger den Zu­schlag: Sko­da wur­de das jüngs­te Mit­glied der Kon­zern­fa­mi­lie. 1994 be­en­de­te man die Pro­duk­ti­on des noch in der Pl­an­wirt­schaft ent­wi­ckel­ten Fa­vo­rit. Nach­fol­ger wur­de der Fe­li­cia, bei dem be­reits ei­ni­ge Mo­to­ren aus dem VW-Re­gal stamm­ten. Doch der wirk­li­che Neu­start in die Zu­kunft ge­lang Sko­da 1996 mit dem Oc­ta­via, der auf der Platt­form des Golf ba­sier­te. Das so­li­de Mo­dell mit dem gu­ten Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis leg­te den Grund­stein für den in­ter­na­tio­na­len Er­folg der Mar­ke. Be­reits 1998 pro­du­zier­te Sko­da über 400.000 Fahr­zeu­ge und ex­por­tier­te in 70 Län­der. Die zwei­te Säu­le des Er­folgs wur­de der 1999 ge­star­te­te Klein­wa­gen Fa­bia. Zwei Jah­re spä­ter kehr­te Sko­da mit dem Su­perb in die obe­re Mit­tel­klas­se zu­rück, 2009 folg­te mit dem Ye­ti das ers­te SUV der Mar­ke. Im Vor­jahr durch­bra­chen die Tsche­chen schließ­lich die Hür­de von ei­ner Mil­lio­nen ver­kauf­ten Au­tos pro Jahr. In Deutsch­land stie­gen ih­re Ver­käu­fe in den letz­ten 20 Jah­ren so­gar um mehr als das Zehn­fa­che. So mau­ser­te sich Sko­da im Eil­tem­po von der rück­stän­di­gen Ost­mar­ke zu ei­ner der er­folg­reichs­ten Töch­ter des VW-Kon

zerns.

Der Oc­ta­via bil­det bis heu­te das Rück­grat des Er­folgs der Tsche­chen

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