Schö­ner Woh­nen

In­no­va­ti­ve Funk­tio­nen und ed­les De­sign wer­ten das In­te­ri­eur der neu­en Mer­ce­des E-Klas­se auf. So wird der Auf­ent­halt an Bord auch im Stop-an­dgo-Ver­kehr ein Er­leb­nis

AUTO ZEITUNG - - MERCEDES E-KLASSE-INTERIEUR · TECHNIK - Hol­ger Ip­pen

Die neue Mer­ce­des E-Klas­se wird im Ja­nu­ar 2016 der Öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt. Und mit span­nen­den In­no­va­tio­nen star­tet auch das In­te­ri­eur in Rich­tung Zu­kunft. Hart­mut Sink­witz, De­si­gn­Chef für die In­nen­raum­ge­stal­tung, spricht so­gar von „neu in­ter­pre­tier­tem Lu­xus in der Bu­si­ness-Klas­se“. Da­mit ver­weist er auf die aus­ge­gli­che­ne Kom­bi­na­ti­on von ele­gan­ten For­men, ed­len Ma­te­ria­li­en, in­di­vi­du­ell ge­stalt­ba­ren far­bi­gen Licht-Li­ni­en und aus­ge­klü­gel­ter Funk­tio­na­li­tät so­wie auf die wei­ter per­fek­tio­nier­te Be­dien­lo­gik. Vor der ele­gant ge­schwun­ge­nen In­stru­men­ten­ta­fel mit Le­der­be­zug, Holz- und Me­tal­l­Appli­ka­tio­nen scheint ein brei­tes Dop­pel-Dis­play zu schwe­ben. Der Trick: Es ist mit ei­nem klei­nen Ab­stand zum In­stru­men­ten­trä­ger fi­xiert und hin­ter­leuch­tet. Un­ter der nur we­ni­ge Mil­li­me­ter di­cken Echt­glas­schei­be be­fin­den sich zwei Dis­plays mit je­weils 31,2 Zen­ti­me­ter Bild­dia­go­na­le (12,3 Zoll). Durch die ho­he Auf­lö­sung (1920 mal 720 Pi­xel) und die in­ten­si­ve Farb­tie­fe wir­ken die An­zei­gen äu­ßerst scharf und bril­lant. Mit der von Lap­tops be­kann­ten TFT-Tech­nik sind va­ria­ble An­zei­gen fast spie­le­risch mög­lich. Da­mit der Fah­rer je­doch we­der über­for­dert noch ab­ge­lenkt wird, ha­ben die Mer­ce­des In­te­ri­eur-Spe­zia­lis­ten den so­ge­nann­ten Wi­de­screen „vor­kon­fek­tio­niert“. Der Fah­rer kann zwi­schen drei De­sign-Sti­len wäh­len: Clas­sic, Sport und Pro­gres­si­ve. Dar­über hin­aus wird es die neue Mer­ce­des E-Klas­se auch in ei­ner ab­ge­speck­ten Ba­sis-Ver­si­on ge­ben. Hier be­fin­den sich auf der lin­ken Sei­te zwei in Chrom ein­ge­fass­te Rund­in­stru­men­te und ein TFT-Dis­play mit 17,8 Zen­ti­me­ter Dia­go­na­le auf der rech­ten Sei­te. Wäh­rend in je­dem Fall stets die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen di­rekt vor dem Fah­rer be­reit­ge­hal­ten wer­den, lässt sich der Bild­in­halt des Zen­t­ral­dis­plays (rech­te An­zei­ge) in­di­vi­du­ell be­le­gen, zum Bei­spiel mit ei­ner rie­si­gen Na­vi­ga­ti­ons­kar­te oder ei­nem Splits­creen mit ei­nem Haupt­be­reich für Na­vi, in­for­ma­ti­ve Gra­fi­ken, Bord­com­pu­ter-In­hal­te oder Ani­ma­tio­nen so­wie mit ei­nem Zu­satz­be­reich. Bei Dun­kel­heit kommt die Mul­ti­co­lor-Am­bi­en­te-Be­leuch­tung be­son­ders gut zur Gel­tung. Hier sind auch die Dis­play­kan­ten far­big hin­ter­leuch­tet. Das Wi­de­screen-Cock­pit scheint dann zu schwe­ben. Für die Farb­wahl ste­hen 64 in­di­vi­du­ell ein­stell­ba­re Leucht­tö­ne zur Wahl. Doch der Clou ist die Be­die­nung der An­zei­ge­ein­heit. Erst­mals kom­men in ei­nem Au­to so­ge­nann­te „ Au­to Touch Con­trol But­tons“auf dem Mul­ti­funk­ti­ons­lenk­rad zum Ein­satz. Die Brief­mar­ken-gro­ßen, schwar­zen Flä­chen in

Hö­he der je­wei­li­gen Dau­men­auf­la­gen sind be­rüh­rungs­sen­si­tiv. Sie re­agie­ren al­so – ähn­lich wie der Touch­screen ei­nes Smart­pho­nes – auf ho­ri­zon­ta­le und ver­ti­ka­le Wisch­be­we­gun­gen. Da­mit kann der Fah­rer al­le Funk­tio­nen des In­fo­tain­ment­sys­tems ein­fach, lo­gisch und in­tui­tiv steu­ern. Die Hän­de muss er da­zu nicht ein­mal vom Lenk­rad neh­men. Was recht ge­wöh­nungs­be­dürf­tig klingt, funk­tio­nier­te beim ers­ten Pro­be-Wisch schon recht gut. Na­tür­lich ist auch hier trotz­dem die Ein­ga­be und Steue­rung al­ler Mul­ti­me­dia, Na­vi so­wie Con­nec­tivi­ty-Funk­tio­nen über das Touch­pad auf der Mit­tel­kon­so­le oder per Sprach­ein­ga­be mög­lich. Er­freu­lich vie­le Di­rekt­tas­ten hel­fen über­dies, den Weg durch die Me­nü-Ebe­nen ab­zu­kür­zen. So las­sen sich et­wa Kli­ma­an­la­ge, Ra­dio und ei­ni­ge Fah­re­ras­sis­tenz­sys­te­me schnell und ein­fach ein- so­wie aus­schal­ten. Zu­dem ver­an­schau­licht bei (fast) je­dem Be­dien­schritt ei­ne schnell auf­plop­pen­de, aus­sa­ge­kräf­ti­ge Ani­ma­ti­on im Zen­t­ral­dis­play, was der Fah­rer in sei­ner E-Klas­se gera­de aus­löst. Al­ler­dings muss­ten we­gen der vie­len In­no­va­tio­nen auch ei­ni­ge lieb­ge­won­ne­ne An­zei­gen wei­chen, auf die man ei­gent­lich nicht ver­zich­ten möch­te: So blei­ben die Hin­wei­se für Ki­lo­me­ter­stand und ge­fah­re­ne Ta­geski­lo­me­ter meist im Ver­bor­ge­nen und wer­den nur durch um­ständ­li­che Mehr­fach-Klicks sicht­bar. Da­ge­gen wird die Uhr­zeit stets drei­fach an­ge­zeigt: ein­mal ana­log, zwei­mal di­gi­tal. Rei­sen wie in der First-Class: Auch beim Sitz­kom­fort legt die neue E-Klas­se kräf­tig nach. Die jetzt deut­lich sport­li­cher aus­ge­form­ten Fau­teuils sind hö­her und schlan­ker als bis­her. Stark kon­tu­rier­te Sei­ten­pols­ter sol­len nun mehr Sei­ten­halt ge­ben – ein ers­tes Pro­be­sit­zen zeig­te be­reits, dass die­se we­der ein­engen noch das Ein- und Aus­stei­gen er­schwe­ren. Be­son­ders edel wirkt üb­ri­gens der „De­si­gno“-Sitz mit ge­stepp­tem Rau­ten­mus­ter.

Te­le­fon­ab­la­ge mit in­duk­ti­ver Auf­la­de­mög­lich­keit per Nah­feld-Komm­mu­ni­ka­ti­on (NFC)

Au­to­sitz mit An­mut: Hier stan­den die We­spen­tail­len der Mo­dels Pa­te. Die Pols­ter in Tor­so­form sind ein Blick­fang

An­zei­ge­viel­falt: Bei der

Ba­sis-Va­ri­an­te blickt der Fah­rer auf kon­ven

tio­nel­le An­zei­gen und ein 8,0-Zoll-Dis­play (o.). In den hö­he­ren Aus­stat­tun­gen kom­men zwei 12,3-Zoll-Dis­plays

zum Ein­satz (r.)

Dau­men­ki­no: Per Wisch-Ges­ten auf der Touch­flä­che am Lenk­rad kann der Fah­rer zum Bei­spiel das In­fo­tain­ment­sys­tem steu­ern

In­ten­si­ves Far­ben­spiel: Die Am­bi­ente­be­leuch­tung setzt im In­nen­raum per LED Licht­ak­zen­te in 64 mög­li­chen Farb­tö­nen

Auch im Fond bie­tet die neue E-Klas­se viel Raum für Kom­fort – im Bild die Ex­klu­siv­aus­stat­tung mit zwei­far­bi­gem Le­der und ge­stepp­ten Sitz­flä­chen

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