Nach­wuchs­ta­lent Kreim er­hält

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pas­sen­de Fahr­werks-Set-up er­stel­len, das Mo­tor-Map­ping pro­gram­mie­ren. Der Per­so­nal­auf­wand für ein Ein­wa­gen-Team ist über­schau­bar – und doch sind es re­la­tiv vie­le Spe­zia­lis­ten, die sich für Nach­wuchs­ta­lent Fa­bi­an Kreim und sei­nen Bei­fah­rer Frank Christian krumm ma­chen: „Wir be­strei­ten je­den Wett­be­werb mit neun bis zehn Leu­ten, die di­rekt mit dem Au­to zu tun ha­ben“, er­läu­tert Baum­schla­ger, der seit 1982 im deutsch­spra­chi­gen Ral­lye-Ge­schäft maß­geb­lich und er­folg­reich un­ter­wegs ist. Ein 9,0 mal 13,5 Me­ter gro­ßes Zelt bil­det das Ba­sis­la­ger an den Ver­an­stal­tungs­Wo­che­n­en­den. An der Kopf­sei­te di­rekt an­ge­glie­dert ist der pic­co­bel­lo auf­ge­räum­te Werk­statt-Truck, mit dem das ge­sam­te Equip­ment an­ge­karrt wird. Ein mo­bi­les Nach­schub­la­ger: Da­rin ver­birgt sich ein fast kom­plet­ter zwei­ter Fa­bia R5, frei­lich in Ein­zel­tei­len. Je nach Zeit­plan kom­men Kreim/Christian al­le zwei, drei Son­der­prü­fun­gen in den Ser­vice­park zu­rück, um ih­ren hart ran­ge­nom­me­nen Sko­da Fa­bia R5 über­prü­fen zu las­sen. Ge­ge­be­nen­falls lässt In­ge­nieur Wal­ter Ill­mer Än­de­run­gen vor­neh­men. Viel ge­spro­chen wird nicht, denn je­der weiß, was zu tun ist. Die Cho­reo­gra­phie des schnel­len Check-ups lässt beim fas­zi­nier­ten Be­trach­ter durch­aus ei­ne ge­wis­se Äs­t­he­tik auf­kom­men. Wenn doch et­was ge­spro­chen wird, dann meist auf Eng­lisch: Baum­schla­gers BRR-Mann­schaft ist in­ter­na­tio­nal. Zum Team zäh­len auch zwei Mecha­ni­ker aus Tsche­chi­en. Christian Wie­den­ho­fer ist der Chef­me­cha­ni­ker und trägt die Ge­samt­ver­ant­wor­tung für den Ser­vice – ein lang­ge­dien­ter Mann mit viel Er­fah­rung. Der klei­ne Kun­den­dienst darf nur 20 Mi­nu­ten in An­spruch neh­men. Für den gro­ßen Ser­vice abends nach dem ers­ten von meist zwei Ver­an­stal­tungs­ta­gen kann die RBB-Cr­ew ma­xi­mal 45 Mi­nu­ten ver­an­schla­gen. Wenn die Mecha­ni­ker ih­ren Job er­le­digt ha­ben, ver­bringt der Fa­bia R5 die Nacht im Parc Fer­mé. Fa­bi­an Kreim heims­te in sei­ner ers­ten Sai­son als an­ge­hen­der Sko­da Au­to Deutsch­land-Ju­ni­or be­reits den Vi­ze­ti­tel ein, ob­wohl er nicht sämt­li­che Läu­fe zur Deut­schen Ral­lye-Meis­ter­schaft be­strei­ten konn­te. „Fa­bi­an hat das Ral­lye­fah­ren mit ei­nem all­rad­ge­trie­be­nen Au­to viel schnel­ler ge­lernt, als wir das al­le er­war­tet hat­ten“, sagt Baum­schla­ger. Doch Kreim und Christian wis­sen den Geist des Teams am bes­ten zu schät­zen: „Kei­ner kann oh­ne den an­de­ren funk­tio­nie­ren, es klappt nur, wenn al­le zu­sam­men­ar­bei­ten.“

Al­le funk­tio­nie­ren wie ein Ge­trie­be – wenn al­le Räd­chen grei­fen, stimmt am En­de die WP-Zeit

Men­tor mit Ju­ni­or: Rai­mund Baum­schla­ger mit Fa­bi­an Kreim. Der 13-ma­li­ge ös­ter­rei­chi­sche Staats­meis­ter ist im­mer noch ak­tiv

An je­der Ecke ei­ner: Vier Mecha­ni­ker küm­mern sich um Kreims Fa­bia R5 – plus Chef­me­cha­ni­ker und In­ge­nieur

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