DS 4 Cross­back

Schritt für Schritt eta­bliert sich DS als ei­ge­ne Pre­mium­mar­ke ne­ben Ci­tro­ën. Da es noch kein ei­ge­nes SUV gibt, über­nimmt nun der Cross­back die Rol­le des Cross­over

AUTO ZEITUNG - - INHALT - [ TEXT Mar­tin Ur­ban­ke FO­TOS Aleksan­der Per­ko­vic ] Mar­tin Ur­ban­ke

Schwar­ze Ak­zen­te an den brei­te­ren Rad­häu­sern, Front und Heck so­wie an den Spie­gel­ge­häu­sen, da­zu noch ein schwar­zer Dach­spoi­ler, schwarz la­ckier­te Alu-Rä­der, ei­ne Dach­re­ling und ein Bo­dy­lif­ting – fer­tig ist das Soft-SUV im ur­ba­nen Läs­sig-Look. Ein fran­ko­phil-au­to­mo­bi­ler Hips­ter so­zu­sa­gen. Weil man bei den DS-Kun­den eher an Life­style als an Wild­life denkt, ver­knei­fen sich die Tech­ni­ker von vorn­her­ein All­rad­an­trieb oder sons­ti­ge Of­f­road-Fea­tu­res. Ne­ben der Hö­her­le­gung um mo­de­ra­te 30 Mil­li­me­ter sorgt ei­ne Trak­ti­ons­kon­trol­le für den Vor­trieb – der DS 4 bleibt sich auch als Cross­back treu und fühlt sich auf asphal­tier­ten Stra­ßen er­heb­lich woh­ler als auf lo­sem Un­ter­grund. Trotz­dem be­nö­tigt der fei­ne Fran­zo­se die Un­ter­stüt­zung der Trak­ti­ons­re­ge­lung, denn sein 400 New­ton­me­ter kräf­ti­ger Tur­bo­die­sel zerrt mit 180 PS kräf­tig an den Vor­der­rä­dern: In 7,8 Se­kun­den geht’s von null auf 100 km/ h, die Spit­ze be­trägt 203 km/ h.

Der DS 4 be­schleu­nigt nicht nur kraft­voll, er bremst auch stark

Dass der DS kon­se­quent auf grob­stol­li­ge Ge­län­de-Rei­fen ver­zich­tet, si­chert ihm ei­ne gu­te Ver­zö­ge­rung: Aus 100 km/ h be­nö­tigt der Front­trieb­ler rund 36 Me­ter bis zum Still­stand. Die Stra­te­gen von DS be­to­nen, dass der Kom­pak­te sich haupt­säch­lich auf ge­ho­be­nen Fahr­kom­fort ver­ste­he. Doch aus­ge­rech­net da patzt er: Der Test­wa­gen rollt auf op­tio­na­len 18-Zol­lRei­fen (Se­rie: 17 Zoll-Rä­der). Sein Fahr­werk spricht eher höl­zern an und er­weist sich spe­zi­ell be­la­den auf Fu­gen als rup­pig. Da ha­ben wir uns mehr ver­spro­chen. Der Mo­tor hin­ge­gen zieht nicht nur bul­lig an, son­dern hält sich auch im Ver­brauch (6,7 Li­ter je 100 Ki­lo­me­ter) so­wie beim Ge­räusch an­ge­nehm zu­rück. Die neue, elek­tro­nisch ge­steu­er­te Sechs­stu­fen-Au­to­ma­tik nutzt das fül­li­ge Dreh­mo­ment des Mo­tors gut aus und schal­tet be­tont ru­hig, bei­na­he schon et­was trä­ge. Das Rau­m­an­ge­bot des DS 4 im Frei­zeit­dress ent­spricht den Er­war­tun­gen. Vorn sitzt man gut, hin­ten et­was be­engt. Der Kof­fer­raum fällt mit knapp 400 Li­tern klas­sen­üb­lich aus, hat aber ei­ne un­prak­tisch ho­he La­de­kan­te. Kon­nek­ti­vi­tät wird groß­ge­schrie­ben: CarPlay, Mir­ror Link, USB, Blue­tooth – der DS kann al­les. Hin­zu kom­men As­sis­ten­ten für Spur­hal­tung und -wech­sel. Ge­gen Auf­preis gibt es zu­dem meh­re­re Le­der­qua­li­tä­ten so­wie Sit­ze mit Mas­sa­ge­funk­ti­on. Die coo­le Pan­ora­ma-Front­schei­be ist oh­ne­hin Se­rie.

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