Le­xus GS-F

Der neue Le­xus GS F mit 477 PS ist die ja­pa­ni­sche Li­mou­si­ne für die Über­hol­spur

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Tho­mas Gei­ger

Jetzt gibt der Le­xus GS auch den Sport­ler. Als Ant­wort auf Au­di S6, BMW 550i und Mer­ce­des E 500 bringt die no­b­le To­yo­ta-Toch­ter ih­re Busi­ness-Li­mou­si­ne zum Jah­res­wech­sel als F-Mo­dell an den Start. Bo­ten die Ja­pa­ner bis­lang aus­schließ­lich Hy­brid­An­trie­be an und ach­te­ten da­mit auf die Emis­sio­nen, mon­tie­ren sie zwi­schen den wei­ter aus­ge­stell­ten Kot­flü­geln nun ei­nen V8-Mo­tor und schü­ren da­mit die Emo­tio­nen. Denn ein hoch­dre­hen­des Fünf-Li­terT­rieb­werk oh­ne La­der ist sel­ten ge­wor­den – und Eck­wer­te von 477 PS und 530 Nm sind ei­ne ver­hei­ßungs­vol­le Bot­schaft … Mit Zu­rück­hal­tung ist es des­halb beim Le­xus GS-F auch nicht son­der­lich weit her. We­der beim Auf­tritt mit Kie­men in den Kot­flü­geln, de­zen­tem Spoi­ler und vier mar­kan­ten En­droh- ren am Heck noch mit dem mäch­ti­gen Dia­bo­lo-Grill, der jetzt zum ers­ten Mal tat­säch­lich ei­ne teuf­li­sche No­te hat. Und erst recht nicht beim An­tritt. Schließ­lich bringt der V8 den Lu­xus­li­ner mit dem glei­chen Nach­druck auf Tem­po wie ein Su­mo-Rin­ger sei­ner Geg­ner auf die Mat­te schickt: Wäh­rend der V8 ver­stärkt von den 17 Laut­spre­chern der Mark Le­vin­son-An­la­ge sei­ne ge­wal­ti­ge Stim­me er­hebt und die 275er-Gum­mis am Heck auf dem As­phalt rub­beln, schmel­zen die 1877 kg Leer­ge­wicht förm­lich da­hin. Die 340-km/ h-Mar­kie­rung auf dem ins rech­te Eck ge­rück­ten Ta­cho ist zwar ein we­nig eu­phe­mis­tisch. Doch mit 270 km/ h fährt der Le­xus den üb­li­chen Bo­li­den aus der Busi­ness-Klas­se lo­cker da­von – und das ganz oh­ne auf­preis­pflich­ti­ge vmax-An­he­bung. Zwar ma­chen auch der stärks­te V8-Mo­tor und die in­tel­li­gen­tes­te Elek­tro­nik aus ei­nem Schwer­ge­wicht kei­nen Leicht­ath­le­ten, und bei der Kur­ven­hatz kann der GS F sei­ne über­zäh­li­gen Pfun­de des­halb selbst mit elek­tro­ni­schem Tor­que Vec­to­ring nicht ver­heh­len. Doch ei­ne spür­bar nach­ge­schärf­te Len­kung, ein stram­mes Fahr­werk und der lei­den­schaft­lichs­te Mo­tor im ak­tu­el­len Le­xus-Li­ne-up ma­chen aus dem lu­xu­riö­sen Lang­wei­ler ei­nen Po­wer­play­er, der im Rin­gen um die Kro­ne auf der Über­hol­spur ganz vorn mit­fährt.

In­te­ri­eur mit Sport­sit­zen und AluAp­pli­ka­tio­nen. Klei­ner Ta­cho, gro­ßer Dreh­zahl­mes­ser. Vier­flu­ti­ge Aus­puff­an­la­ge un­ter dem mar­kan­ten Heck

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