Ho­cken­heim Klei­ner Kurs

AUTO ZEITUNG - - FORD MUSTANG GT - Horst von Saurma

schich­te. So un­mit­tel­bar und ge­hor­sam, wie die­ser Mustang auf Lenk­be­we­gun­gen re­agiert und wie die neue Hin­ter­ach­se ih­rer Vor­ga­be am Li­mit folgt, kann von schwer kon­trol­lier­ba­rem Un­ge­stüm kei­ne Re­de mehr sein. Das ein­neh­men­de We­sen die­ses bis in sei­ne stäh­ler­ne Sub­stanz grund­ehr­li­chen US-Sport­lers of­fen­bart sich lan­ge vor dem Grenz­be­reich. Schon beim En­tern des ge­räu­mi­gen Cock­pits fällt auf, dass sich die Mustang-Zäh­mer um größt­mög­li­che Ver­bind­lich­keit be­müht ha­ben. Von den be­eng­ten Platz­ver­hält­nis­sen auf den bei­den Rück­sit­zen ein­mal ab­ge­se­hen, lässt die­ses re­prä­sen­ta­ti­ve US-Cou­pé kei­ne Ge­le­gen­heit aus, sich do­mi­nant in Sze­ne zu set­zen. Er­go­no­misch rund­um pas­send ge­schnit­ten und auch in der hap­ti­schen An­mu­tung ak­zep­ta­bel, um­weht den mit be­que­men und gu­ten Sei­ten­halt bie­ten­den Sport­sit­zen be­stück­te Ford Mustang ein Flair von sach­lich-pro­fes­sio­nel­ler No­te. Sei­en es die di­ver­sen Ein­stell­mög­lich­kei­ten, et­wa die Len­kungs­Kenn­li­ni­en be­tref­fend, oder die viel­fäl­ti­gen Gim­micks, die der Bord­com­pu­ter als Un­ter­hal­tungs­pro­gramm bis hin zur Be­schleu­ni­gungs-App er­öff­net: Der Mustang lässt es nicht an at­trak­ti­ven An­ge­bo­ten feh­len. Ihn et­wa we­gen ei­ner Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät zu schel­ten, die nicht je­ner der eu­ro­päi­schen Pre­mi­um-Klas­se ent­spricht, hie­ße, nicht nur auf ho­hem Ross zu sit­zen, son­dern auch die Tat­sa­che aus­zu­blen­den, dass die­ser US-Klas­si­ker mit sei­nem Grund­preis von 42.000 Eu­ro in Re­gio­nen an­ge­sie­delt ist, in de­nen ähn­lich po­ten­te Ver­tre­ter eu­ro­päi­scher Kon­kur­renz nur als Ge­braucht­fahr­zeu­ge ver­keh­ren. Dass der Fein­schliff an man­chen Stel­len fehlt, dürf­te dem Kos­ten­druck ge­schul­det sein. Da gibt es et­wa Nach­läs­sig­kei­ten wie das Ei­gen­le­ben der rie­si­gen Mo­tor­hau­be, die bei ho­hem Tem­po ge­hö­rig ins Flat­tern ge­rät. Und das Fahr­werksSet-up mit har­ten Fe­dern und viel zu schwa­chen Dämp­fern trägt ech­tes Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al in sich. Sol­che Män­gel lie­ßen sich über­dies mit re­la­tiv ge­rin­gem Auf­wand ab­stel­len.

Der Schalt­he­bel ver­langt ei­nen kräf­ti­gen Hand­griff

Das vor al­lem im All­tag deut­lich zu straf­fe Set-up macht den GT nicht schnel­ler

Schö­ne Chrom­ein­fas­sun­gen der gut ab­les­ba­ren In­stru­men­te. Spit­ze: 250 km/h

Sach­lich be­ton­tes Ar­ran­ge­ment mit gu­ter Er­go­no­mie und an­ge­mes­se­ner Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät

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