Peu­geot-Pi­lot Sté­pha­ne Pe­ter­han­sel sieg­te zum zwölf­ten Mal bei der Ral­lye Da­kar

In Sand, Staub und Schlamm er­kämpf­te sich Su­per­star Sté­pha­ne Pe­ter­han­sel sei­nen ins­ge­samt zwölf­ten Da­kar-Sieg. Doch da­bei soll er ein­mal ver­bo­te­ner­wei­se ge­tankt ha­ben. Nun wird am grü­nen Tisch ent­schie­den, ob der Peu­geot-Tri­umph sau­ber war

AUTO ZEITUNG - - IN HALT - [ TEXT Gre­gor Mes­ser ]

Ge­ne­ral­stabs­mä­ßig, wie auch sonst, be­rei­te­te sich Peu­geot auf die 38. Aus­ga­be des Of­f­road-Klas­si­kers vor: Ein neu­er Bug­gy muss­te her mit 20 Zen­ti­me­ter mehr Rad­stand, 20 Zen­ti­me­ter brei­te­rer Spur und mehr Tur­bo­die­sel-Po­wer aus dem Drei­li­ter-V6T­rieb­werk. Zu­dem üb­te Peu­geot auf über 15.000 km das Fah­ren auf un­ter­schied­lich lo­sem Un­ter­grund. Man schien per­fekt ge­wapp­net. Da­bei steck­te der Schock von 2015 noch tief in den Glie­dern: Viel zu ent­täu­schend fiel das Re­sul­tat bei der Pre­mie­re des 208 DKR aus. Trotz drei Ein­satz­au­tos sprang kei­ne End­plat­zie­rung un­ter den Top Ten her­aus, nicht mal ein ein­zi­ger Etap­pen­sieg. Die stramm mar­schie­ren­den Mi­ni ALL4 Ra­c­ing aus den X-Raid-Werk­stät­ten von Te­am­chef Sven Quandt wa­ren je­der­zeit klar im Vor­teil.

2016er-Peu­geot rund drei Se­kun­den schnel­ler

Mit dem 2016er-Mo­dell er­hoff­te sich Peu­geot ei­ne deut­li­che Ver­bes­se­rung, dar­un­ter gro­ße Fort­schrit­te auf kur­ven­rei­chen Teil­stü­cken. Pi­lot Sté­pha­ne Pe­ter­han­sel – mit von viel Da­kar-Rou­ti­ne und Le­bens­er­fah­rung ge­gerb­tem Ant­litz – sprach so­gar da­von, dass der neue 208 DKR bis zu rund drei Se­kun­den schnel­ler pro Ki­lo­me­ter sei als sein er­folg­lo­ser Vor­gän­ger. Nun aber erst recht, dach­te sich auch Peu­geot-Mo­tor­sport-Di­rek­tor Bru­no Fa­min und setz­te nicht nur auf neue Tech­nik, son­dern en­ga­gier­te auch die wohl bes­ten Pi­lo­ten, die man für die Wüs­ten-Ral­lye be­kom­men kann. Ne­ben den Da­kar-Iko­nen Pe­ter­han­sel und Cy­ril Des­pres stieg auch Hau­de­gen und Ral­lye-WM-Grand­sei­gneur Car­los Sainz ins Bug­gy-Cock­pit – und dann gab es da noch Sé­bas­ti­en Lo­eb. Den Ral­lye-Su­per­star zu sei­nem Da­kar-De­büt zu ver­pflich­ten, war für Fa­min ein be­son­ders ge­lun­ge­ner Coup. Fort­an geig­te Lo­eb auch ganz groß auf: Nach­dem die ers­ten drei Prü­fun­gen we­gen Un­wet­ters und ei­nes Un­falls ab­ge­sagt oder ge­kürzt wer­den muss­ten, be­herrsch­te der neun­ma­li­ge Ral­lye-Welt­meis­ter in der ers­ten Wo­che weit­ge­hend die Kon­kur­renz. Kein Wun­der, wa­ren ihm doch die aus­ge­wähl­ten St­re-

Sté­pha­ne Pe­te­han­sel,

„Mon­sieur Da­kar“: Sechs­mal ge­wann er auf dem Mo­tor­rad, nun hol­te er sei­nen sechs­ten Sieg in der Au­to­mo­bil-Ka­te­go­rie. Doch über sei­nem Tri­umph liegt ein

Schat­ten …

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