Die Die­sel- Re­vo­lu­ti­on

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AUTO ZEITUNG - - MERCEDES UND VOLVO · NEUHEITEN -

Bei Si­cher­heit und Ver­brauch setzt die neue E- Klas­se der­zeit den Maß­stab in der Ober­klas­se

Zehn Ge­ne­ra­tio­nen E-Klas­se ha­ben Spu­ren hin­ter­las­sen. Die schwä­bi­sche In­ter­pre­ta­ti­on der Bu­si­nes­sklas­se war – noch lan­ge be­vor man sich an An­gli­zis­men ge­wöhnt hat­te – das Au­to für die „Gschäfts­leut’ “, wie es im Schwä­bi­schen heißt. Bis 1947 reicht die Er­folgs­ge­schich­te von Mer­ce­des Ober­klas­se zu­rück. Sie be­gann groß­zü­gig be­trach­tet mit dem 170V, der mo­der­ne Start voll­zog sich aber erst 1953 mit dem W120 mit selbst­tra­gen­der Ka­ros­se­rie und Pon­ton­form. Kei­ne an­de­re Klas­se, we­der bei Mer­ce­des noch bei ei­nem Wett­be­wer­ber, bie­tet – über das T-Mo­dell bis zu Cou­pé und Ca­brio – ei­ne der­ar­ti­ge Viel­falt von Mo­dell­va­ri­an­ten. „Die E-Klas­se war im­mer Vor­rei­ter in ih­rem Seg­ment. Und die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on wird mit den neu­en Mo­to­ren und den di­ver­sen Fah­re­ras­sis­tenz­sys­te­men in punc­to Kom­fort, Si­cher­heit und Emis­sio­nen ganz klar die Num­mer eins sein“, ist sich Ent­wick­lungs­chef Tho­mas We­ber si­cher, mit dem ich zu­sam­men in der neu­en E-Klas­se erst­mals das Fah­ren ge­nie­ßen kann. Ge­gen­über dem Vor­gän­ger wuchs der Rad­stand um 65 auf 2939 Mil­li­me­ter, in der Län­ge leg­te die EKlas­se um 43 auf 4923 mm Mil­li­me­ter zu. Schon bei der ers­ten Sitz­pro­be fällt das groß­zü­gi­ge­re Rau­m­an­ge­bot auf, das ins­be­son­de­re den Fond-Pas­sa­gie­ren zu­gu­te kommt und übe­r­all viel Bein­frei­heit of­fe­riert. Der Fah­rer blickt auf ei­ne Ar­ma­tu­ren­ta­fel, die ge­schickt mit der Tra­di­ti­on an­ge­deu­te­ter Rund­in­stru­men­te und mo­der­ner Di­gi­tal­an­zei­gen spielt. Je­weils zwei 12,3 Zoll gro­ße Bild­schir­me be­rei­ten die In­for­ma­tio­nen in bril­lan­ter Schär­fe auf. Das Gan­ze ist mit hoch­wer­ti­gen Ma­te­ria­li­en ge­stal­tet. Der Clou sind auf Wunsch of­fen­po­ri­ge Höl­zer, und die LED-In­nen­raum­be­leuch­tung bie­tet 64 un­ter­schied­li­che Far­ben, da­mit das Am­bi­en­te im rich­ti­gen Licht er­scheint.„Neu ist die mehr­fa­che Red­un­danz in der Be­die­nung. Mer­ce­des ver­zich­tet be­wusst auf Ges­ten­steue­rung. Da­für kann der Fah­rer jetzt am Lenk­rad die wich­tigs­ten Be­di­en­funk­tio­nen steu­ern, oh­ne die Hän­de vom Steu­er zu neh­men“, de­mons­triert We­ber das neue Be­di­en­kon­zept. Doch ei­ne klei­ne Re­vo­lu­ti­on sind die neu ent­wi­ckel­ten Vier­zy­lin­der-Die­sel­mo­to­ren. Wir fuh­ren erst­mals mit dem 195 PS star­ken 220 d. „Lauf­kul­tur und Ver­brauch ma­chen die­sen Mo­tor zu ei­nem ab­so­lu­ten High­light. Mit nur 3,9 Li­tern auf 100 Ki­lo­me­tern ist die E-Klas­se da­mit in ih­rem Seg­ment un­er­reicht“, freut sich Ent­wick­lungs­chef We­ber. Tat­säch­lich ist der

Mo­tor deut­lich lauf­ru­hi­ger und lei­ser als der al­te, 204 PS star­ke OM 651. Er hängt gut am Gas, be­schleu­nigt laut Da­ten­blatt die E-Klas­se in 7,3 Se­kun­den auf 100 km/ h und hat mit 400 Nm Dreh­mo­ment Kraft wie ein Bul­le. Leis­tungs­man­gel herrscht hier wahr­lich nicht. Der kür­zer und kom­pak­ter bau­en­de Vier­zy­lin­der ver­fügt über ei­ne ein­stu­fi­ge Auf­la­dung mit va­ria­bler Tur­bi­nen­geo­me­trie. Um das Ge­wicht zu re­du­zie­ren, sind Zy­lin­der­kopf und Kur­bel­ge­häu­se aus Alu­mi­ni­um ge­fer­tigt. Ei­ne Be­son­der­heit ist auch die von Mer­ce­des ent­wi­ckel­te Na­no-Slight-Lauf­bahn­be­schich­tung, die die Rei­bung zwi­schen Zy­lin­der­lauf­bahn und Stahl­kol­ben ver­rin­gert. „Das Re­vo­lu­tio­nä­re aber ist, dass wir die kom­plet­te Ab­gas­nach­be­hand­lung mit Oxi­da­ti­ons-Kat, Par­ti­kel­fil­ter und SRC-Kat di­rekt am Zy­lin­der­kopf plat­zie­ren konn­ten“, er­klärt We­ber die bahn­bre­chen­de Neue­rung. Was sich so ein­fach an­hört, ist in Sa­chen Ver­brauch und NOX-Aus­stoß weg­wei­send (sie­he Kas­ten rechts). Auch dem Ge­trie­be hat Mer­ce­des auf die Sprün­ge ge­hol­fen. Se­ri­en­mä­ßig ver­fü­gen die Mo­del­le jetzt über die neue Neun­stu­fen-Au­to­ma­tik 9G-Tro­nic. Durch die Sprei­zung er­mög­licht sie ein nied­ri­ge­res Dreh­zahl­ni­veau und hilft da­mit beim Sprit­spa­ren. Auf­fäl­lig sind aber beim Fah­ren die deut­lich schnel­le­ren Schalt­vor­gän­ge als bei der doch manch­mal et­was trä­ge ope­rie­ren­den 7G-Tro­nic. „In der Re­gel fah­ren wir durch die gro­ße Sprei­zung und das üp­pi­ge Dreh­mo­ment fast im­mer mit ei­nem Dreh­zahl­ni­veau von nur 1000 Um­dre­hun­gen – dies hilft, Kraft­stoff zu spa­ren.“

Im Las­ten­heft je­der neu­en Mer­ce­des-Li­mou­si­ne steht der Kom­fort ganz oben. Das ist bei der E-Klas­se nicht an­ders. Se­ri­en­mä­ßig ist sie mit ei­ner Stahl­fe­de­rung aus­ge­rüs­tet. Die Al­ter­na­ti­ve ist al­ler­dings die Mehr­kam­merluft­fe­de­rung Air Bo­dy Con­trol. Drei un­ter­schied­lich gro­ße Kam­mern in den Fe­der­bei­nen der Hin­ter­ach­se und zwei in de­nen der Vor­der­ach­se er­mög­li­chen da­bei ei­ne drei­stu­fi­ge Re­ge­lung zwi­schen Kom­fort und Fahr­dy­na­mik. Ei­ne Rund­um-Ni­veau-Re­gu­lie­rung ist in­klu­si­ve. Au­ßer­dem ver­fügt die Luft­fe­de­rung über ei­ne elek­tro­nisch ge­re­gel­te ad­ap­ti­ve Dämp­fung. Da­mit nicht ge­nug, kann der Fah­rer über ei­nen Dy­na­mic-Selec­tSchal­ter vier un­ter­schied­li­che Cha­rak­te­ris­ti­ka wäh­len: Kom­fort, Eco, Sport und Sport Plus. Und mit der Ein­stel­lung In­di­vi­du­al kann der Pi­lot das Au­to zu­sätz­lich nach sei­nen ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen kon­fi­gu­rie­ren. Mit der neu­en Air Bo­dy Con­trol stößt die E-Klas­se in neue Di­men­sio­nen vor. Sie ver­wöhnt mit her­vor­ra­gen­dem Fahr­kom­fort, da­zu pas­sen die kom­for­ta­blen Sit­ze, die auch Groß­ge­wach­se­nen ge­nü­gend Schen­kel­auf­la­ge und Rü­cken­un­ter­stüt­zung bie­ten. Ganz Mer­ce­des-ty­pisch ver­wöhnt die neue EKlas­se mit vie­len As­sis­tenz­sys­te­men, die der Si­cher­heit die­nen (sie­he Kas­ten links). Be­son­ders her­vor­zu­he­ben ist der neue Dri­ve Pi­lot. Das Sys­tem re­gu­liert nicht nur den Ab­stand zum Vor­aus­fah­ren­den, son­dern kann auch erst­mals au­to­nom in Ge­schwin­dig­keits­be­rei­che bis 210 km/ h fol­gen. Da­bei fährt die E-Klas­se in­zwi­schen schon weit­ge­hend al­lein. Bis zu ei­ner Mi­nu­te kön­nen die Hän­de vom Lenk­rad ge­nom­men wer­den – Ab­stand­hal­ten und Be­schleu­ni­gen er­fol­gen au­to­ma­tisch. Ge­nau­so wie leich­te Kur­ven in­zwi­schen selbst­stän­dig von dem Au­to be­wäl­tigt wer­den. So­gar die Spur kann die neue E-Klas­se al­lein wech­seln. „Dies ist der nächs­te gro­ße Sprung auf dem Weg zum au­to­no­men und un­fall­frei­en Fah­ren“, er­klärt Tho­mas We­ber den tech­ni­schen Fort­schritt.

Dass die neue E-Klas­se agi­ler fährt, liegt nicht nur an Fahr­werk und Len­kung, son­dern vor al­lem an den ge­gen­über dem Vor­gän­ger deut­lich re­du­zier­ten Ge­wicht. Die Ver­wen­dung von ul­trahoch­fes­ten Stäh­len und Leicht­me­tall trägt Früch­te. Vor­der­kot­flü­gel, Mo­tor­hau­be, Heck­de­ckel so­wie Tei­le des Vor­der­wa­gens und des Hecks be­ste­hen aus Alu­mi­ni­um. Dies kommt ne­ben ei­nem ge­rin­ge­ren Ver­brauch vor al­lem auch den Wind­ge­räu­schen zu­gu­te, denn die EKlas­se fährt bei­na­he flüs­ter­lei­se. Vol­ker Ko­erdt

Fa­zit: Mer­ce­des hat bei der E-Klas­se gan­ze Ar­beit ge­leis­tet. Der Fahr­kom­fort über­zeugt ge­nau­so wie die gu­te Ver­ar­bei­tung und die hoch­wer­ti­gen Ma­te­ria­li­en. Den spar­sa­men Die­sel­mo­to­ren und den wei­ter­ent­wi­ckel­ten As­sis­tenz­sys­te­men ha­ben die Wett­be­wer­ber der­zeit noch nichts ent­ge­gen­zu­set­zen. So ist die neue E-Klas­se ei­ne Kampf­an­sa­ge Rich­tung Kon­kur­renz. Der neue BMW 5er und auch der Au­di A6 wer­den mit der E-Klas­se ei­ne har­te Nuss zu kna­cken be­kom­men. Doch ganz Mer­ce­des-ty­pisch ist das E-Klas­se-Ver­gnü­gen kein bil­li­ges: Der Ein­stiegs­preis für den E 200 liegt bei 45.303 Euro.

Mo­der­ner Lu­xus: Zwei 12,3 Zoll

gro­ße Mo­ni­to­re do­mi­nie­ren das hoch­wer­ti­ge Cock­pit. Bur­mes

ter-An­la­ge für ex­klu­si­ven Klang

Das De­sign be­sticht durch ei­ne cou­pé­haf­te Li­ni­en­füh­rung und ei­nen cW-Wert

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