Die ste­ti­ge Qua­li­täts­stei­ge­rung bei Peu­geot trägt Früch­te

Der Peu­geot 308 ent­puppt sich mit eu­ro­pa­weit über 400.000 ver­kauf­ten Au­tos als Er­folgs­schla­ger – nicht zu­letzt dank der ge­stie­ge­nen Qua­li­tät

AUTO ZEITUNG - - INHALT - El­mar Sie­pen

I n vie­len Köp­fen hält sich im­mer noch hart­nä­ckig das Vor­ur­teil, dass fran­zö­si­sche Au­tos im Lais­sez­fai­re-Stil zu­sam­men­ge­baut wer­den. Sprich: Spalt­ma­ße und Pas­sun­gen sind qua­li­ta­tiv eben­so von über­schau­ba­rer Qua­li­tät wie die Halt­bar­keit der me­cha­ni­schen Kom­po­nen­ten. Völ­lig zu Un­recht, denn das nun­mehr in der zwei­ten Ge­ne­ra­ti­on ver­kauf­te Kom­pakt­mo­dell 308 hat auch schon in di­ver­sen Tests der AU­TO ZEI­TUNG längst be­wie­sen, dass zum un­mit­tel­ba­ren Vor­gän­ger deut­li­che Qua­li­täts­fort­schrit­te fest­zu­stel­len sind. Die Ma­te­ria­li­en sind hoch­wer­ti­ger, Fu­gen­ver­läu­fe und Pas­sun­gen deut­lich ge­nau­er. Auch in Sa­chen Kom­fort hat sich ei­ne Men­ge ge­tan. Mitt­ler­wei­le ist der gal­li­sche Kom­pak­te zwei Jah­re im Markt, und die ers­ten Fahr­zeu­ge ha­ben die 100.000-Ki­lo­me­ter-Mar­ke über­schrit­ten. Grund ge­nug, ei­ne ers­te Bi­lanz zu zie­hen. Da­zu steht ein sil­ber­grau­er 308 mit 130-PSD­reiyzlin­der-Tur­bo­ben­zi­ner be­reit, des­sen Ta­cho­me­ter be­reits bei über 120.000 Ki­lo­me­tern steht. Die ers­te In­au­gen­schein­nah­me zeigt

ei­nen nach wie vor glän­zen­den Lack, ein paar St­ein­schlä­ge trü­ben die Op­tik kaum. Und wäh­rend ei­ni­ger Run­den auf dem PSA-ei­ge­nen Test­ge­län­de im fran­zö­si­schen Bel­champ fällt der 308 da­durch auf, dass er nicht auf­fällt. Die Sitz­pols­ter wir­ken nicht durch­ge­ses­sen, die Kunst­stof­fe der In­nen­aus­stat­tung sind nicht aus­ge­bleicht. Klap­per- und Knis­ter­ge­räu­sche hö­ren wir eben­falls kei­ne. Der Mo­tor dreht mun­ter wie am ers­ten Tag, und die Schal­tung ist al­les an­de­re als aus­ge­lei­ert. Es scheint, dass die von PSA-Qua­li­täts­di­rek­tor Phil­ip­pe Pel­le­tier aus­ge­ge­be­ne Lo­sung ih­ren Weg in die Pro­duk­te ge­fun­den hat. „Wir wol­len, dass sich ein Peu­geot nach drei Jah­ren im­mer noch an­fühlt wie ein Neu­wa­gen“, skiz­ziert er das an­spruchs­vol­le Ziel. Da­für wer­den die Au­tos, be­vor sie in die Se­rie ge­hen, or­dent­lich in die Man­gel ge­nom­men. Et­wa auf dem Hy­dro­pul­ser, ei­nem Hy­drau­lik- Prüf­stand, auf dem die Ka­ros­se­rie bei Tem­pe­ra­tu­ren von mi­nus 40 bis plus 50 Grad gna­den­los durch­ge­schüt­telt und da­bei Be­schleu­ni­gun­gen von bis zu 50 g aus­ge­setzt wird. Ein de­fi­nier­ter Prüf­stands­lauf si­mu­liert da­bei 240.000 All­tags­ki­lo­me­ter. Die Sit­ze wie­der­um müs­sen dem auf ei­nem Ro­bo­ter mon­tier­ten Stan­dar­dGe­säß (SAE J 826) Stand hal­ten, der – 75 Ki­lo­gramm schwer – das tau­send­fa­che Ein- und Aus­stei­gen si­mu­liert. Vor der Markt­ein­füh­rung des 308 lie­fen zu­sätz­lich sechs Mo­na­te dau­ern­de Mar­ter­tests über 60.000 Ki­lo­me­ter auf den Schlamm- und Schlag­loch­pis­ten Eu­ro­pas, Chi­nas und Latein­ame­ri­kas und si­mu­lier­ten so ei­nen Au­to-All­tag im Zei­t­raf­fer, wie er här­ter kaum sein kann. Oben­drein wer­den in der Pro­duk­ti­on bei je­dem 308 vor der Aus­lie­fe­rung 1800 Prüf­punk­te ab­ge­ar­bei­tet, be­vor er auf die Stra­ße darf – und zu­sätz­lich pro Tag stich­pro­ben­ar­tig 50 Au­tos noch ein­mal auf die Test­stre­cke ge­schickt. Die Be­mü­hun­gen schei­nen Wir­kung zu zei­gen, denn laut ei­ner Um­fra­ge von JD Po­wer un­ter Pri­vat­kun­den zur Qua­li­täts­wahr­neh­mung schnitt Peu­geot 2015 über­durch­schnitt­lich gut ab. „Wir glau­ben, dass wir in­zwi­schen in der Qua­li­tät so gut sind wie Volks­wa­gen“, ist Pel­le­tier über­zeugt.

Phil­i­pe Pel­le­tier: „Wir stei­gern die Qua­li­tät

stän­dig“

Der Hy­dro­pul­ser stra­pa­ziert die Ka­ros­se­rie aufs Äu­ßers­te (o.). Ei­ni­ge Run­den auf dem Test­ge­län­de in Bel­champ (l.) of­fen­ba­ren beim 120.000 Ki­lo­me­ter al­ten Peu­geot 308 SW kei­ner­lei Auf­fäl­lig­kei­ten. Auch die Kunst­stoff­tei­le zei­gen kei­nen sicht­ba­ren Ver­schleiß

Die De­mon­ta­ge der 308-Mo­del­le nach den werks­in­ter­nen Mar­ter­tests mit über 60.000 Ki­lo­me­tern in sechs Mo­na­ten ist ob­li­ga­to­risch

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