GP-KURS HO­CKEN­HEIM­RING

AUTO ZEITUNG - - VERGLEICH · KOMPAKTE FAHRSPAß-SPORTLER -

tre­ten, das Wa­s­te­ga­te zwit­schert, der Mo­tor hält das Dreh­zahl­ni­veau für ei­ne Se­kun­de, so­dass nach dem Wi­schen durch die kur­ze Schalt­gas­se schnell wie­der der vol­le La­de­druck an­steht. Die Len­kung spricht aus der Mit­tel­la­ge her­aus di­rekt an, wirkt nicht ge­küns­telt, und dank Vor­der­achs­sper­re zieht es den klei­nen Nip­pon-Bren­ner im Schub­be­trieb klar de­fi­niert bis zum rot-weiß ge­streif­ten Schei­tel­punkt. Doch in die Kur­ve hin­ein­zu­kom­men, ist das ei­ne, an­stän­dig auf die nächs­te Ge­ra­de her­aus­zu­be­schleu­ni­gen aber ei­ne Übung, bei der sich die meis­ten Front­trieb­ler mit zu viel Schlupf ab­ra­ckern. Nicht der Hon­da: Sperr­dif­fe­ren­zi­al und die maß-ge­misch­ten Con­ti Spor­tCon­tact 6 er­lau­ben es, dass man ziem­lich früh wie­der be­herzt aufs Gas­pe­dal stei­gen und lang­sam die Len­kung öff­nen kann – oh­ne dass ein Gum­mi die Fas­sung ver­liert. Noch ein­mal her­un­ter­schal­ten vor der Spitz­keh­re. Fünf, vier, drei, zwei – da­bei im­mer die rech­te Fuß­spit­ze voll auf der Brem­se und mit der Ha­cke kur­ze Zwi­schen­gas-Stö­ße ge­ben. Der Ty­pe R ist ei­ne Sucht und scheint auch im Voll­be­sitz sei­ner 310 PS zu sein. So un­ter­bie­tet der bis zu 270 km/h schnel­le Ty­pe R die Werks­an­ga­be von 5,7 s für den Sprint von null auf 100 km/ h im Test um ei­ne Zehn­tel­se­kun­de.

All­rad macht brav, aber auch ver­dammt schnell

Sitz­platz­wech­sel in den gift­grü­nen AMG. 381 PS leis­tet der stärks­te Se­ri­en­vier­zy­lin­der-Tur­bo nach dem Face­lift, auch die Aus­stat­tung soll über­ar­bei­tet wor­den sein. Für De­si­gn­kun­de bleibt uns aber jetzt kei­ne Zeit: Fahr­dy­na­mik­reg­ler in Race und da­mit Fahr­werk auf Knüp­pelt­ro­cken, Ge­trie­be in An­griffs­stel­lung, Len­kung spitz, An­tritt … mmh, na ja. Beim An­fah­ren wirkt der A 45 zu­nächst ein we­nig trä­ge. Dann aber macht der Kleins­te aus Af­fal­ter­bach rich­tig Ran­da­le, klang­ver­stärkt durch ge­öff­ne­te Klap­pen in der Per­for­mance-Ab­gas­an­la­ge – un­be­dingt da­zu­be­stel­len, die 774 Eu­ro sind es wert. Okay, dem Sound­tep­pich muss künst­lich nach­ge­hol­fen wer­den, aber so­wohl im In­nen­raum als auch an der Bo­xen­mau­er ist der 45er ein ganz gro­ßes Show­ta­lent. Hin­ter der Fas­sa­de steckt ein ver­dammt bis­si­ger und schnel­ler All­rad-Ham­mer, un­ter­stützt von ei­nem Twin-Scroll-La­der, der ma­xi­mal 1,8 bar La­de­druck lie­fert. Mit­tels Launch Con­trol reißt der AMG die 100er-Mar­ke in 4,1 Se­kun­den, fetzt da­bei die sie­ben Gän­ge oh­ne Zug­kraft­un­ter­bre­chung durchs Dop­pel­kupp­lungs-

Ei­ner wie kei­ner: Der 300 PS star­ke Tur­bo-Vier­zy­lin­der-Bo­xer des WRX kau­ert tief un­ten, dar­über bleibt viel Platz für den La­de­luft­küh­ler. Das va­ria­ble Zen­t­ral­dif­fe­ren­zi­al (SI-Dri­ve) re­gelt die Kraft­ver­tei­lung. Zu­satz­an­zei­ge für La­de­druck (ganz un­ten)

Ver­gleich · Kom­pak­te Fahr­spaß-Sport­ler

Der Su­ba­ru WRX STI spielt lie­ber im Dreck als auf as­phalt

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