Der Aus­nah­me-Renn­fah­rer Dan Gur­ney ge­wann nicht nur Grands Prix und Le Mans, er ist auch der Er­fin­der der Cham­pa­gner­du­sche und ein Vi­sio­när

Am 13. April wird Dan Gur­ney 85 Jah­re alt. Der Ka­li­for­ni­er gilt als ei­ner der bes­ten Renn­fah­rer sei­ner Zeit – und als vi­sio­nä­rer Tech­ni­ker

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Es gibt Men­schen, die ha­ben tau­send Ta­len­te. Dan Gur­ney ist so ei­ner. Als Sohn ei­nes Opern­sän­gers von der New Yor­ker Met hät­te der 1,86-Me­ter-Mann die Büh­nen der Welt er­obern kön­nen. Statt­des­sen wur­de die Renn­stre­cke sein Zu­hau­se – als Fah­rer, Kon­struk­teur, Or­ga­ni­sa­tor, Te­am­chef, Initia­tor. In je­der Ka­te­go­rie, in der er an­trat, war Gur­ney sieg­fä­hig. Er ist ein Ra­cer durch und durch, und das man merkt noch heute. Sei­ne Sin­ne sind vom Wett­be­werbs­ge­dan­ken ge­schärft wie eh und je. „Ich füh­le mich wie 30“, er­klär­te Gur­ney vor nicht all­zu lan­ger Zeit. All American Ra­cers, sei­ne Renn­wa­gen­schmie­de in San­ta Ana in ei­nem Vo­r­ort von L. A., wird heute zwar von sei­nem Sohn Jus­tin ge­führt, der auch In­ge­nieurs-Di­enst­leis­tun­gen an­bie­tet, et­wa für die USRe­gie­rung. Doch Gur­ney selbst ist im­mer noch sehr ak­tiv. Zu­letzt hat er mit gro­ßer In­ten­si­tät sein Al­li­ga­tor-Pro­jekt vor­an­ge­trie­ben – ein ei­gen­tüm­li­ches Mo­tor­rad mit tie­fem Sitz und Schwer­punkt.

Sieg­pre­mie­ren für Por­sche, Br­ab­ham und Eag­le

Gur­neys Ver­mächt­nis an den Sport ist in sei­ner Viel­fäl­tig­keit ein­zig­ar­tig. Für Por­sche (Frank­reich 1962) und Br­ab­ham (1964, auch in Frank­reich) hol­te er eben­so den ers­ten Grand-Prix-Sieg wie 1967 in Spa für sei­ne ei­ge­ne Mar­ke: Eag­le. Da­mit durf­te sich das ame­ri­ka­ni­sche Uni­ver­sal­ge­nie auf ei­ne Stu­fe mit den Gran­den

Rüs­ti­ges Ad­ler­au­ge: Gur­ney be­ob­ach­tet noch heute die Sze­ne mit stets kri­ti­schem Blick Le Mans 1967: der Mo­ment, als Gur­ney die Cham­pa­gner­du­sche er­fand

Zwei Tri­um­phe mit Por­sche: 1962 sieg­te Gur­ney im 804 in Rou­en und die Wo­che dar­auf auf der So­li­tu­de

Fah­rer-Freund­schaft: Der gro­ße Jim Clark (rechts) er­ach­te­te Gur­ney ins­ge­heim als ein­zi­gen in sei­ner Li­ga

Som­mer 1967: Erst ge­wann Gur­ney in Le Mans, dann mit der Ei­gen­kon­struk­ti­on Eag­le T1G-Wes­la­ke in Spa

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