Re­nault Grand Scé­nic

Der neue Re­nault Grand Scé­nic ist mehr Cross­over als klas­si­scher Kom­pakt­van – mit ho­hem Nutz­wert und se­ri­en­mä­ßi­gen 20-Zöl­lern

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Jo­nas Eling

Der welt­wei­te SUV-Boom for­dert all­mäh­lich sei­ne ers­ten Op­fer – die klas­si­schen Fa­mi­li­en­vans. Kein Wun­der ei­gent­lich, schließ­lich bie­ten die be­lieb­ten Ge­län­de­gän­ger ähn­lich ho­he Nutz­wer­te, lo­cken mit ih­rer er­höh­ten Sitz­po­si­ti­on und ge­nie­ßen da­bei oft ein bes­se­res Image als die bie­de­ren Kom­pakt­vans der Jahr­tau­send­wen­de. Wie re­agiert nun al­so Re­nault als Mit­be­grün­der des Van-Seg­ments auf die­se Ent­wick­lung? Ganz ein­fach: mit sty­li­schen Cross­over-Pro­duk­ten wie dem ak­tu­el­len Es­pace oder dem frisch ent­hüll­ten Re­nault Grand Scé­nic. Der um 24 Zen­ti­me­ter auf 4,63 Me­ter ver­län­ger­te Bru­der des in Genf prä­sen­tier­ten Scé­nic Num­mer vier bie­tet wie bis­her or­dent­li­che Platz­ver­hält­nis­se für bis zu sie­ben In­sas­sen, ver­steht sich da­bei je­doch mit sei­nen se­ri­en­mä­ßi­gen Leicht­lauf20-Zöl­lern und ei­nem deut­lich ex­pres­si­ve­ren De­sign er­kenn­bar als Li­fe­style-Ob­jekt. Das Ka­pi­tel Nutz­wert ha­ben die Ent­wick­ler da­bei aber selbst­ver­ständ­lich nicht ver­nach­läs­sigt. Der Kof­fer­raum fasst 718 Li­ter, bei nach vorn ge­scho­be­ner Rück­bank so­gar 866 Li­ter. Zum Ma­xi­mal­vo­lu­men gibt es noch kei­ne An­ga­be. Im Ver­gleich zum Vor­gän­ger ver­zich­tet der neue Grand Scé­nic auf Ein­zel­sit­ze im Fond, die durch­ge­hen­de Sitz­bank lässt sich je­doch im Ver­hält­nis 60 zu 40 tei­len, um­le­gen und ver­schie­ben. Be­son­ders prak­tisch: Op­tio­nal kön­nen die Sit­ze per Klick auf den In­fo­tain­ment Touch­screen au­to­ma­tisch ein­ge­fal­tet wer­den und er­ge­ben dann ei­nen ebe­nen La­de­bo­den. Fürs Hand­ge­päck bie­ten sich St­au­fä­cher mit ins­ge­samt 63 Li­ter Vo­lu­men an. Ein be­son­de­res Au­gen­merk legt Re­nault auch auf das The­ma Si­cher­heit – für In­sas­sen wie für Au­ßen­ste­hen­de. So ist der neue Grand Scé­nic se­ri­en­mä­ßig mit ei­nem ka­me­ra- und ra­dar­ba­sier­ten Not­brems­as­sis­ten­ten samt Fuß­gän­ger­er­ken­nung aus­ge­stat­tet, der bis zu ei­ner Ge­schwin­dig­keit von 60 km/ h Hin­der­nis­se vor dem Fahr­zeug er­kennt und not­falls ei­ne Voll­brem­sung ein­lei­tet. Op­tio­nal lässt sich die Ar­ma­da nütz­li­cher Hel­fer un­ter an­de­rem mit He­ad-up-Dis­play, Mü­dig­keits­er­ken­nung, Ab­stands­war­ner und Spur­hal­teas­sis­ten­ten wei­ter auf­rüs­ten. Gut ge­schützt ha­ben die Pas­sa­gie­re al­so ge­nug Ge­le­gen­heit, sich mit an­ge­neh­me­ren Din­gen als der ei­ge­nen Si­cher­heit zu be­fas­sen – et­wa mit der va­ria­blen Licht­stim­mung im In­nen­raum oder den Un­ter­hal­tungs­mög­lich­kei­ten, die das Ta­blet-ähn­li­che In­fo­tain­men­tSys­tem mit 8,7 Zoll Dia­go­na­le be­reit­hält. Zwei Ben­zi­ner mit 115 und 130 PS so­wie vier Die­sel­mo­to­ren mit 110 bis 160 PS ste­hen zur Wahl. Wäh­rend die Ben­zi­ner nur als Hand­schal­ter an­ge­bo­ten wer­den, gibt es den 110 PS star­ken Ba­sis-Die­sel auch mit ei­nem Sie­ben­gang-Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be (EDC). Der gro­ße dCi 160 ist be­reits ab Werk an ein Sechs­gang-EDC ge­kop­pelt. Mit ei­nem be­son­ders nied­ri­gen Ver­brauch soll au­ßer­dem der die­sel­elek­tri­sche dCi 110 Hy­brid As­sist über­zeu­gen, bei dem ei­ne Elek­tro­ma­schi­ne, ge­speist von ei­ner 48-Volt-Bat­te­rie, den Mo­tor un­ter­stützt. Zeit­ge­mä­ße Um­welt­freund­lich­keit ge­hört eben mit da­zu, wenn der bie­de­re Fa­mi­li­en­van zum schi­cken Li­fe­style-Las­ter wird.

kleins­ter Die­sel als Mild-hy­brid mit 48-Volt-Bat­te­rie

Bis auf die LED-Heck­leuch­ten schmückt den lan­gen Scé­nic das De­sign von sei­nem klei­ne­ren Bru­der

Die Sit­ze las­sen sich per Knopf­druck im Bo­den ver­sen­ken Das In­te­ri­eur über­nimmt der Grand Scé­nic von sei­nem kür­ze­ren Kol­le­gen – samt 8,7 Zoll Touch­screen

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