SUV un­ter Strom

Ers­te Aus­fahrt mit dem neu­en Hy­brid Kia Ni­ro

AUTO ZEITUNG - - TRENDREPORT · E-MOBILITÄT - Hol­ger Ip­pen

Beim Kia Ni­ro kom­bi­nie­ren die Ko­rea­ner ei­nen Ben­zi­ner mit Elek­to­mo­tor und Li-Io-Ak­ku zu ei­nem Hy­brid­an­trieb. Op­tisch wirkt der Ni­ro ein we­nig wie Kom­bi und zu­gleich wie ein SUV – und ist da­mit ein Cross­over, wie sie der­zeit ge­fragt sind. Die tech­ni­sche Ba­sis teilt sich der Ni­ro mit dem Hy­un­dai IONIQ. Wie bei die­sem leis­tet der 1,6-Li­ter-Ben­zin-Di­rekt­ein­sprit­zer 105 PS und wird vom E-Mo­tor mit 44 PS un­ter­stützt. Lei­se säu­selnd schnurrt der Ko­rea­ner aus der Park­bucht. Die ers­ten Me­ter legt er rein elek­trisch zu­rück, gut ver­nehm­lich schal­tet sich dann der Ver­bren­ner hin­zu. Beim Tritt aufs Gas geht es zü­gig vor­an. Wenn man dem An­trieb aber plötz­lich viel ab­ver­langt, ist das Zu­schal­ten des Ben­zi­ners mit ei­nem leich­ten Ruck zu spü­ren. Der Ben­zi­ner ar­bei­tet mit lei­sem, aber et­was rau­em Klang. Auch das Schal­ten­las­sen funk­tio­niert gut: Die Kraft ge­langt über ein Sechs­gang-Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be an die Rä­der, und das straff ab­ge­stimm­te Fahr­werk lässt so­gar sport­li­che Gan­gart zu. Selbst in schnell an­ge­gan­ge­nen Kur­ven fühlt man sich si­cher, zu­mal die aus­rei­chend di­rek­te Len­kung in der Mit­tel­la­ge ex­akt ar­bei­tet. Die Fe­de­rung könn­te al­ler­dings kom­for­ta­bler sein – der Ni­ro lei­tet Une­ben­hei­ten und Qu­er­fu­gen spür­bar in den In­nen­raum durch. Dass das Hy­brid-Ma­nage­ment auf nied­ri­gen Ver­brauch ge­trimmt ist, spürt man be­son­ders auf der Au­to­bahn: Bei Kon­stant­fahrt un­ter 130 km/ h über­nimmt oft die E-Ma­schi­ne das Kom­man­do, was der Bord­com­pu­ter mit ei­nem Ver­brauch von 6,4 l/100 km quit­tiert. Das Drei­spei­chen Lenk­rad ist üb­ri­gens mit Mul­ti­funk­ti­ons­tas­ten gut be­stückt, Mul­ti­me­dia-Be­die­nung und Con­nec­tivi­ty sind vor­bild­lich auf ak­tu­el­lem Stand.

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