Mit mehr Pfef­fer

Leis­tungs­ge­stei­ger­ter Ford Fies­ta ST200 in li­mi­tier­ter Son­der­se­rie

AUTO ZEITUNG - - FAHRBERICHT - Cars­ten van Zan­ten

Pünkt­lich zum Ju­bi­lä­um prä­sen­tiert Ford den bis­lang stärks­ten Se­ri­en-Fies­ta der 40-jäh­ri­gen Mo­dell­ge­schich­te. Der in ei­ner li­mi­tier­ten Son­der­se­rie auf­ge­leg­te Fies­ta ST200 schöpft aus dem be­kann­ten 1,6-Li­terVier­zy­lin­der-Tur­bo­mo­tor 200 PS – und da­mit 18 PS mehr als der Stan­dard-ST. Per Over­boos­tFunk­ti­on ste­hen bei Be­darf kurz­zei­tig so­gar für bis zu 20 Se­kun­den 215 PS pa­rat. Das ma­xi­ma­le Dreh­mo­ment stieg um 50 auf 290 Nm. Zu er­ken­nen ist das Son­der­mo­dell an der ihm vor­be­hal­te­nen Au­ßen­far­be As­phalt-Grau und sei­nen ex­klu­si­ven matt­schwar­zen 17-Zoll-Leicht­me­tall­rä­dern. Das In­te­ri­eur wird durch De­tails wie graue und ro­te Zi­er­näh­te so­wie die „ST200“-Pla­ket­te auf der Mit­tel­kon­so­le zu­sätz­lich auf­ge­wer­tet. Für den Sprint von null auf 100 m/ h ver­spricht Ford 6,7 Se­kun­den – zwei Zehn­tel­se­kun­den un­ter der Werks­an­ga­be für den Stan­dard-ST. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit stieg um sie­ben auf 230 km/ h. In der Pra­xis be­geis­tert der Fies­ta ST200 mit sei­ner enor­men Spurt­stär­ke. Ne­ben der Leis­tungs­stei­ge­rung trägt da­zu die um sechs Pro­zent kür­zer aus­ge­leg­te Ge­samt­über­set­zung des ma­nu­el­len, kna­ckig zu schal­ten­den Sechs­gang- Ge­trie­bes maß­geb­lich bei. Der Mo­tor hängt da­bei sehr gut am Gas, setzt den Druck aufs Pe­dal prak­tisch oh­ne Ver­zö­ge­rung um und ar­bei­tet äu­ßerst kul­ti­viert. Ab­ge­run­det wird das Gan­ze vom noch­mals ker­ni­ge­ren, aber nicht auf­dring­li­chen Sound der Ab­gas­an­la­ge. Lob ver­dient auch die fein­füh­li­ge Len­kung, mit der sich die knapp 1,2 Ton­nen des ST200 mit be­ein­dru­cken­der Ziel­ge­nau­ig­keit um die Ecken zir­keln las­sen. Be­son­ders an­ge­nehm da­bei: Die dy­na­mi­schen Ta­len­te des Köl­ner Kom­pakt­sport­lers müs­sen längst nicht mehr mit ei­nem kno­chen­har­ten Fahr­werk er­kauft wer­den. Im Rah­men der Ent­wick­lung des ST200 leg­ten die In­ge­nieu­re ei­ne ins­ge­samt et­was wei­che­re und da­mit deut­lich har­mo­ni­sche­re Chas­sis-Gr­und­ab­stim­mung fest – die üb­ri­gens be­reits seit dem ver­gan­ge­nen Som­mer al­len Fies­ta ST zu­gu­te kommt. Aus­stat­tungs­be­rei­nigt be­trägt der Auf­preis 3000 Eu­ro, was bei dem ge­bo­te­nen Mehr­wert des ST200 fair er­scheint.

FA­ZIT:

Die spür­bar bes­se­re Fahr­dy­na­mik und die ex­klu­si­ve Op­tik ma­chen den Fies­ta ST200 zu ei­nem be­geh­rens­wer­ten Kom­pakt­sport­ler.

Nur in De­tails ver­än­der­ter, ein­la­den­der In­nen­raum. Be­que­me Teil­le­der-Sport­sit­ze von Re­ca­ro 1,6-Li­ter-Tur­bo­mo­tor mit sehr gu­ten Ma­nie­ren 1 = sehr gut; 2 = gut; 3 = be­frie­di­gend; 4 = aus­rei­chend; 5 = man­gel­haft; 6 = un­ge­nü­gend

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