un­ter ei­nem dach

Dank des Schul­ter­schlus­ses zwi­schen ADAC und der DTM-Or­ga­ni­sa­ti­on ITR be­ka­men die Fans auf dem Lau­sitz­ring das Bes­te zu se­hen, was der deut­sche Rund­stre­cken­sport zu bie­ten hat

AUTO ZEITUNG - - SPORT · ADAC GT MASTERS UND DTM - Gregor Mes­ser

Al­les in al­lem war es ei­ne star­ke Show. Vi­el­leicht nicht mit den me­ga­s­pan­nends­ten Ren­nen, aber mal ehr­lich: Was will man ei­gent­lich noch mehr? DTM und ADAC GT Mas­ters, da­zu For­mel 4, Por­sche Car­re­ra Cup und – nicht zu ver­ges­sen – die Deut­sche Su­per­bike Meis­ter­schaft mehr­fach an ei­nem Renn­wo­chen­en­de. Und das al­les bei bes­tem Wet­ter. Es war nicht ein­fach, die Ba­sis für das Mo­tor­sport-Fes­ti­val in der Lau­sitz zu de­fi­nie­ren. Zwei ver­schie­de­ne Top-Se­ri­en – das be­deu­te­te vor al­lem zwei un­ter­schied­li­che Pa­ke­te mit Se­ri­en­s­pon­so­ren. 42 Ban­den­auf­stel­ler ar­bei­te­ten im Ak­kord. Vier­mal muss­te die Wer­bung rund um die 3,478 Ki­lo­me­ter lan­ge Stre­cke ge­wech­selt wer­den. Nach je­dem Trai­ning und Ren­nen des ADAC GT Mas­ters, di­to nach der DTM. Schließ­lich muss­te den Wer­be­part­nern bei­der Sei­ten vor den TV-Ka­me­ras Ge­nü­ge ge­tan wer­den. „Wir hat­ten den Zeit­plan so kal­ku­liert, dass wir das Aus­tau­schen in 35 Mi­nu­ten hin­be­kom­men soll­ten“, er­klär­te Deutsch­lands obers­ter Mo­tor­sport-Funk­tio­när Her­mann Tomc­zyk. Der Sport­prä­si­dent des ADAC muss­te sich als­bald ver­bes­sern: 23 Mi­nu­ten war sonn­tags der Best­wert für den Wech­sel-Job. „Bei­de Se­ri­en wer­den pro­fes­sio­nell ge­führt, bei­de muss­ten hier ab­so­lut gleich­be­rech­tigt be­han­delt und auf dem ge­wohn­ten Le­vel prä­sen­tiert wer­den“, be­ton­te Tomc­zyk. „Es gibt kei­ne Num­mer eins und kei­ne Num­mer zwei.“Al­le 34 Teams des ADAC GT Mas­ters fan­den Un­ter­schlupf in der Bo­xen­an­la­ge des Lau­sitz­rings – selbst­re­dend auch die 24 Bo­li­den der DTM. Tomc­zyk: „Man muss den Wil­len ha­ben, so et­was um­zu­set­zen. Denn wie soll ein Renn­wo­chen­en­de der Zu­kunft (14914wwaus­se­hen?“Nun wol­len ADAC und ITR den Event in der Lau­sitz ex­akt ana­ly­sie­ren. 67.500 Zu­schau­er ström­ten zum „Mo­tor­sport-Fes­ti­val“. Auch ITR-Prä­si­dent Hans Wer­ner Auf­recht war zu­frie­den: „Hier wur­de Top-Sport ge­bo­ten, weil die bes­ten Se­ri­en zu­sam­men­ka­men. Die Stim­mung war sehr gut und die Fans sehr dank­bar.“

DTM-Sieg für Mü­cke-Mo­tor­sport

Was das Sport­li­che be­trifft, tri­um­phier­ten in bei­den DTM-Läu­fen Fah­rer, bei de­nen es zu­letzt nicht so gut lief: Am Sams­tag hol­te Mi­guel Mo­li­na den zwei­ten Sieg sei­ner DTMKar­rie­re. Der ru­hi­ge Spa­nier ließ Au­di-Ge­fähr­te Ja­mie Gre­en ge­konnt hin­ter sich. Am Sonn­tag über­rasch­te Lu­cas Au­er: Der Mer­ce­des-Ju­ni­or, als Nef­fe von Ex-For­mel-1-Star Ger­hard Ber­ger mit reich­lich Mo­tor­sport-Er­be ge­seg­net, stürm­te von der Po­le Po­si­ti­on feh­ler­frei ins Ziel. Da­bei sorg­te er für den ers­ten Sieg für die Ber­li­ner Trup­pe von Pe­ter Mü­cke. Im ADAC GT -Mas­ters ge­wan­nen sams­tags Mar­tin Rag­gin­ger/Ro­bert Re­nau­er im Por­sche 911 GT3. Dem Tri­umph soll­te sonn­tags der zwei­te Er­folg er­neut von der Po­le Po­si­ti­on fol­gen. Doch Rag­gin­ger, beim grü­nen Licht von lang­sa­men, aber dreh­mo­ments­ar­ken Cor­vet­te ein­ge­kes­selt, ge­riet in ein Stahl­bad der Kol­li­sio­nen – out nach nur ei­ner Kur­ve. So sieg­ten Da­ni­el Keil­witz/Ju­les Gou­non, die in der Ta­bel­le nun bis auf drei Zäh­ler zu den Au­di-Pi­lo­ten Con­nor de Phil­lip­pi/Chris­toph Mies auf­ge­schlos­sen ha­ben.

DTM-Po­di­um am Sonn­tag: Ek­ström, Sie­ger Au­er, der neue Ta­bel­len­füh­rer Wi­ckens und Sie­ger-Te­am­chef Mü­cke

50:50-Kol­li­si­on im Kampf um Rang 17: Sams­tags­sie­ger Mo­li­na brems­te zu spät, Ri­va­le Far­fus et­was zu früh

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