mas­sen-spek­ta­kel

Der VW-Kon­zern will sich neu auf­stel­len, das Mo­dell­pro­gramm wird ge­strafft. Doch auch in Zu­kunft wer­den die kom­pak­ten Bestseller die Haupt­rol­le spie­len. Aus­blick auf den Golf VIII, den Sko­da Oc­ta­via und den neu­en Seat Le­on

AUTO ZEITUNG - - KOMPAKTKLASSE · NEUHEITEN -

Die Bot­schaft hat Wucht: „Wir wer­den die Ge­samt­zahl un­se­rer heu­te rund 340 Mo­dell­va­ri­an­ten re­du­zie­ren und ei­ne Elek­tri­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve auf den Weg brin­gen, die in un­se­rer Bran­che ih­res­glei­chen sucht. Wir stel­len den Kon­zern auf den Kopf.“Volks­wa­gens ers­ter Mann, Mat­thi­as Mül­ler, hat ei­nen Plan. Er will den 600.000-Mit­ar­bei­ter-Ko­loss vom Mit­tel­land­ka­nal und des­sen zwölf Mar­ken fit ma­chen fürs Jahr 2025 und die Zeit da­nach (sie­he Sei­te 70). Mehr als 30 neue Elek­tro­mo­del­le will Mül­ler bis 2025 auf den Markt brin­gen und Hand an­le­gen an das, was den Kon­zern pro­dukt­sei­tig zu­sam­men­hält: die Bau­käs­ten. „Wir wer­den sie straf­fen, um ih­re Vor­zü­ge noch bes­ser zu nut­zen“, sagt Mül­ler und be­kennt: „Die Bau­käs­ten sind der rich­ti­ge Weg. Aber wir wa­ren da­bei, uns zu ver­zet­teln.“Die Re­du­zie­rung auf vier gro­ße Bau­käs­ten statt bis­lang zwölf soll die Kom­ple­xi­tät sen­ken und Kos­ten­vor­tei­le brin­gen. Ei­ner von ih­nen ist die Ba­sis für die wich­ti­gen Vo­lu­men­mo­del­le. Je­ner mo­du­la­re Qu­er­bau­kas­ten (MQB) für Au­tos mit quer in­stal­lier­ten Mo­to­ren und Front- oder All­rad­an­trieb, der sich vom Au­di TT bis zum VW Pas­sat er­streckt. MQB ist das Rück­grat von Volks­wa­gen. Und das trägt auch mor­gen noch, denn bei all der buch­stäb­lich elek­tri­sier­ten Ent­schlos­sen­heit bleibt der VW Golf auch in sei­ner auf Herbst 2019 ter­mi­nier­ten ach­ten Auf­la­ge der Golf, der Seat Le­on der Le­on – und der Sko­da Oc­ta­via der Oc­ta­via. Mit dem auf En­de 2019 ter­mi­nier­ten Mo­dell­wech­sel zum vier­ten un­ter VW-Ho­heit kon­zi­pier­ten Oc­ta­via wird die MQB-Stra­te­gie wei­ter­ge­führt. Der Bau­kas­ten, in dem ein­zel­ne Mo­du­le wie Mo­to­ren und Ge­trie­be auch wäh­rend des Mo­dell­zy­klus durch neue er­setzt wer­den kön­nen, un­ter­liegt ei­nem stän­di­gen Ve­rän­de­rungs­pro­zess. Die Tech­nik bleibt ak­tu­ell, und die mas­sen­haf­te Ver­wen­dung glei­cher Tei­le senkt die Kos­ten. Das soll sich beim nächs­ten Oc­ta­via in ei­nem un­ver­än­dert güns­ti­gen Preis-/ Leis­tungs­ver­hält­nis nie­der­schla­gen. Im Klas­sen­ver­gleich sehr gu­tes Platz­an­ge­bot steht in der Ent­wick­lung oben­an, ob­gleich er au­ßen nicht grö­ßer wird als die bis­her 4,68 Me­ter lan­ge Li­mou­si­ne. Sko­da-Chef Bern­hard Mai­er – einst Ver­triebs­vor­stand von Por­sche – will mit sport­li­che­rem De­sign Kun­den ge­win­nen. Ein et­was fla­che­res, frü­her nach hin­ten ab­fal­len­des Dach ge­hört da­zu eben­so wie die brei­te Spur und ein leicht ver­grö­ßer­ter Rad­stand. Das mit 460 bis 1580 Li­tern für ei­ne Li­mou­si­ne schon heu­te rie­si­ge La­de­vo­lu­men soll un­ter der De­si­gn­kur nicht lei­den. Es bleibt beim Mix aus zu­meist vier-zy­lin­dri­gen Ben­zin- und Die­sel­tur­bos. Neu im Pro­gramm ist ein 1,5-Li­ter-Vier­zy­lin­der-Ben­zin­di­rekt­ein­sprit­zer, der über ei­nen Tur­bo­la­der mit va­ria­bler Tur­bi­nen­geo­me­trie be­at­met wird und ein Leis­tungs­spek­trum von 130 bis 200 PS ab­de­cken kann. Spe­zi­ell im Teil­last­be­reich soll der nach dem Mil­ler-Brenn­ver­fah­ren ar­bei­ten­de Ot­to­mo­tor ge­gen­über her­kömm­li­chen Ben­zin­di­rekt­ein­sprit­zern

Das neue De­sign von Sko­da soll sport­li­cher wer­den

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