Die­sel als Sün­den­bock

13/2016 | Wirt­schaft: Ab­gas­skan­dal

AUTO ZEITUNG - - RATGEBER · TIPPS FÜR DIE URLAUBSREISE -

Das The­ma Die­sel, CO2 und NOX dient doch nur da­zu, um die Bür­ger zu ver­wir­ren und ih­nen ein schlech­tes Ge­wis­sen ein­zu­re­den. CO2: Die Dif­fe­renz zwi­schen Ben­zi­ner und Die­sel be­trägt rund zehn Pro­zent. Bei ei­nem Ver­brauch von acht Li­tern Su­per ent­spricht das ei­nem Die­sel­ver­brauch von rund 7,2 Li­tern. Da aber ein glei­ches Fahr­zeug als Die­sel rund ein bis zwei Li­ter we­ni­ger ver­braucht, ist der CO2-Aus­stoß im Ver­hält­nis Die­sel – Ben­zi­ner beim Die­sel ge­rin­ger. NOX: Hier wird nur vom Die­sel ge­re­det. Dass aber ein Ben­zi­ner ge­nau­so NOX er­zeugt, wird kom­plett ver­tuscht. Ein Die­sel mit SCR-Kat und Ad-Blue liegt auf dem Ni­veau ei­nes Ben­zi­ners bzw. un­ter­schrei­tet so­gar des­sen Wer­te. Fe­in­staub: Auch hier wird nur der Die­sel als Ver­ur­sa­cher ge­nannt. Doch auch ein mo­der­ner Mo­tor mit Di­rekt­ein­sprit­zung er­zeugt Ruß. Die­ser Ruß ge­langt un­ge­fil­tert in die At­mo­sphä­re und wird in kei­ner Mes­sung be­rück­sich­tigt, da die Mess­ge­rä­te inkl. Mes­sung ex­trem teu­er sind. Die­ser Aus­stoß fällt so­gar in den Be­reich Ul­tra­fe­in­staub und be­las­tet den Men­schen ge­sund­heit­lich viel stär­ker als der Ruß­an­teil vom Die­sel, da Ul­tra­fe­in­staub vom mensch­li­chen Kör­per nicht ab­sor­biert wird. Beim Ben­zi­ner er­folgt kei­ne Ab­gas­be­hand­lung in punc­to Ul­tra­fe­in­staub. Mit die­sen hal­ben Wahr­hei­ten möch­te man nur von der ex­tre­men Um­welt­be­las­tung durch die Flug­zeu­ge ab­len­ken. Ab­gas­tech­nisch ge­se­hen ent­spre­chen 100 Flug-Kilometer pro Per­son rund 1000 bis 10.000 Pkw-Kilometer pro Per­son, da Ke­ro­sin nicht nur un­ge­fähr zehn­mal schäd­li­cher ist als Ben­zin oder Die­sel, son­dern we­gen der Flug­hö­he zu­sätz­lich auch zehn­mal in­ten­si­ver. Das hat zur Fol­ge, dass ein Li­ter ver­brann­tes Ke­ro­sin rund zehn bis 100 Li­ter Pkw-Kraft­stoff ent­spricht. Die Um­welt­be­las­tung durch die Flug­zeu­ge über Deutsch­land war im Jahr 2015 so groß wie je­ne durch al­le Au­tos in Deutsch­land in den letz­ten zehn Jah­ren. Oder an­ders aus­ge­drückt: Mit ein­mal Bal­ler­mann hin und zu­rück ha­be ich die Um­welt so stark be­las­tet wie mit ei­nem Pkw in ein oder zwei Jah­ren. H. Borr­mann Mett­mann

Den Wir­bel um den Ab­gas­skan­dal kann ich bald nicht mehr hö­ren. Lang­sam kommt doch der Ver­dacht auf, dass man nur des­halb wei­ter die­ses The­ma schürt, um die un­brauch­ba­ren E- Fahr­zeu­ge an den Mann zu brin­gen. Das ge­lingt am bes­ten, in­dem man den Die­sel­mo­tor zum Sün­den­bock macht, denn er ist ja so um­welt­feind­lich! Und der Ben­zi­ner? Ein Ben­zi­ner er­zeugt im sel­ben Um­fang die schäd­li­chen Ab­ga­se wie ein Die­sel, das wird je­doch nie er­wähnt. Und der Stro­mer ist ge­nau­so um­welt­schäd­lich wie ein Ver­bren­ner mit Emis­sio­nen von 130 bis 150 g CO2/ km we­gen der Strom­ge­win­nung. Auch von der Ver­schmut­zung durch Flug­zeu­ge (Ke­ro­sin) und Schiffs­die­sel (Be­trieb mit Schwer­öl) re­det kei­ner. Dank VW hat man den Pkw jetzt ein­fach als Ur­sa­che Num­mer eins aus­er­wählt. Und mit der För­de­rung für Stro­mer ver­su­chen un­se­re Po­li­ti­ker doch nur, die­sen Elek­tro­au­to-Schrott an den Mann zu brin­gen. H. Rademacher per E-Mail

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