„ Nächs­tes Jahr sind wir wie­der am start“

AUTO ZEITUNG - - SPORT · LANGSTRECKEN-WM -

Ford fei­ert mit dem GT ein fan­tas­ti­sches Come­back: 50 Jah­re nach dem Ge­samt­sieg in Le Mans holt Ih­re Mar­ke den Sieg in der GTEKlas­se.

Vor we­ni­ger als drei Jah­ren hat­ten wir die Idee, ei­nen Nach­fol­ger für den GT zu kre­ieren und da­mit auch nach Le Mans zu kom­men. Das ist nun Rea­li­tät ge­wor­den. Wir wa­ren hier sehr kon­kur­renz­fä­hig. Mein Stolz auf un­ser Team und auf das, was wir hier nach sehr kur­zer Bau­und Ent­wick­lungs­zeit er­reicht ha­ben, könn­te nicht grö­ßer sein.

Nach dem Ren­nen ist vor dem Ren­nen – wer­den Sie 2017 Ih­ren Le Mans-Sieg ver­tei­di­gen?

Auf je­den Fall. Im nächs­ten Jahr sind wir wie­der am Start. Das ist der Plan. Was da­nach kommt, wer­den wir se­hen.

Was wä­re Ihr nächs­ter Schritt? Vi­el­leicht ein Hy­brid-Fahr­zeug für die LMP1-Klas­se zu bau­en?

Jetzt ist nicht die Zeit, über sol­che Ent­schei­dun­gen zu spre­chen. Uns ist es viel­mehr sehr wich­tig auf­zu­zei­gen, dass wir in Le Mans mit ei­nem Au­to sie­gen, das un­se­re Kun­den auch auf der Stra­ße fah­ren kön­nen.

Wie wich­tig sind die 24 St­un­den von Le Mans bei Ih­nen zu Hau­se in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten?

Das Ren­nen hat in den USA nicht die ganz gro­ße Auf­merk­sam­keit. Aber seit wir an­ge­kün­digt ha­ben, dass wir hier­her zu­rück­keh­ren, ist Le Mans wie­der ein The­ma in den USA. Wir stel­len uns dem Wett­be­werb. Das wird re­gis­triert. So ger­ne wir auch hier­her zu­rück­ge­kehrt sind, so sehr hat auch Le Mans da­von pro­fi­tiert, dass Ford ein Come­back ge­ge­ben hat. Be­son­ders in den USA.

Bei Be­trach­tung der sport­li­chen Pro­duk­te von Ford fällt auf, wie stark sich der neue Mustang eta­bliert hat.

Im März war der Mustang der meist­ver­kauf­te Sport­wa­gen in Deutsch­land. Wir sind sehr zu­frie­den mit den Ab­satz­zah­len des Mustang welt­weit. Wir wuss­ten na­tür­lich um das In­ter­es­se. Da­her auch all die­se Mustang-Clubs in Län­dern, in die wir bis­lang noch nie ei­nen Mustang aus­ge­lie­fert ha­ben. Die Nach­fra­ge ist deut­lich hö­her, als wir im Mo­ment lie­fern kön­nen.

In Deutsch­land sind ak­tu­ell nur ei­ni­ge Mo­del­le er­hält­lich: Fast­back und Con­ver­ti­ble und je­weils zwei Mo­to­ri­sie­run­gen, der Vier­zy­lin­der EcoBoost und der 5,0-Li­ter-V8. Was ist mit den an­de­ren Va­ri­an­ten, et­wa dem Mustang Shel­by?

Der Mustang GT 350, der GT 350R und der Shel­by wer­den der­zeit nur in Nord­ame­ri­ka an­ge­bo­ten. Die­se Mo­del­le ver­kau­fen sich sehr gut. Aber mehr gibt es da­zu im Mo­ment nicht zu sa­gen. Mal se­hen, wie wir da­mit wei­ter ver­fah­ren wer­den.

Wie se­hen Sie den mo­men­tan schrump­fen­den US-Au­to­markt?

Der US-Markt sta­bi­li­siert sich ge­ra­de – und zwar auf ei­nem ziem­lich ge­sun­den Ni­veau. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den et­was we­ni­ger als 18 Mil­lio­nen Au­tos ver­kauft. In die­sem Jahr er­war­ten wir wie­der zwi­schen 17,5 und 18,5 Mil­lio­nen ver­kauf­te Ein­hei­ten. Das ist wirk­lich sehr gut. Frü­her hät­te man al­les ge­tan, um rund 18 Mil­lio­nen Au­tos zu ver­kau­fen.

Ford-CEO Mark Fiel­ds (M.) im Ge­spräch mit den AU­TO ZEITUNGRe­dak­teu­ren Gre­gor Mes­ser und Vol­ker Ko­erdt in Le Mans

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