Aben­teu­er auf Sand und St­ein: mit Nis­san Juke Nis­mo, Qas­h­qai und X-Trail in Dä­ne­mark

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Wer sei­nen Ur­laub in ei­ner Rei­se­grup­pe ver­bringt, lernt stets neue Cha­rak­te­re ken­nen. In die­ser Hin­sicht bil­det un­se­re Tour durch Dä­ne­mark kei­ne Aus­nah­me: Drei Cross­over, al­le von Nis­san und doch to­tal ver­schie­den, wa­gen den 500 Ki­lo­me­ter lan­gen Trip durch un­ser nörd­li­ches Nach­bar­land. Da hät­ten wir zum ei­nen den Juke Nis­mo RS – ei­nen un­kon­ven­tio­nel­len, kraft­strot­zen­den Spaß­ma­cher, des­sen Mit­tel­kon­so­le wahr­haf­tig an ei­nen Mo­tor­rad-Tank er­in­nert. Ei­ne Klas­se dar­über ran­giert der Nis­san Qas­h­qai. Op­tisch viel zu­rück­hal­ten­der, tritt auch er ge­gen die Lan­ge­wei­le in sei­nem Seg­ment an, ver­bin­det All­tag mit Aben­teu­er­lust. Drit­ter im Bun­de ist der X-Trail. Be­son­ders im de­zent dun­kel­grü­nen Farb­ton „Ti­ta­ni­um Oli­ve“des Test­wa­gens ver­strömt er stets No­bles­se – egal, ob vor der Oper oder in den Ber­gen. Da­mit passt der größ­te Nis­san un­se­res Tri­os gut zu Ko­pen­ha­gen, wo wir un­se­re Rei­se be­gin­nen. Denn ur­sprüng­lich hieß die dä­ni­sche Haupt­stadt Kop­man­næhafn, was mit Kauf­manns­ha­fen über­setzt wer­den kann. Und ge­ra­de die Kauf­leu­te des Nor­dens set­zen bis heu­te auf ei­nen de­zen­ten Auf­tritt – frei von jeg­li­cher An­ge­be­rei. Al­ler­dings sind die Ein­woh­ner Ko­pen­ha­gens auch sehr ge­schäfts­tüch­tig, so­dass ih­re Stadt heu­te zu den teu­ers­ten Me­tro­po­len der Welt zählt. Doch die Ha­fen­stadt mit ih­ren über 591.000 Ein­woh­nern ist nicht nur für ih­re def­ti­gen Prei­se be­kannt: Ko­pen­ha­gen gilt auch als fahr­rad­freund­lichs­te Groß­stadt der Welt. In fast je­der wich­ti­gen Stra­ße gibt es eigene, meist et­was an­ge­ho­be­ne Rad­we­ge und so­gar ex­tra Fahr­rad­brü­cken mit zwei Spu­ren. Kein Wun­der, dass über 36 Pro­zent der Pend­ler mit dem Zwei­rad zur Ar­beit kom­men. Bei dem Ge­wu­sel ist man als Au­to­fah­rer froh, wenn man in al­len Nis­san die 360-Grad-Ka­me­ra­an­sicht ak­ti­vie­ren kann, um ver­deck­te Rad­fah­rer zu be­mer­ken. Und beim Au­spar­ken hilft die Be­we­gungs­er­ken­nung da­bei, flin­ke chi­ne­si­sche Tou­ris­ten zu ver­scho­nen. Die­se tum­meln sich tags­über im Ny­havn, dem be­vor­zug­ten Treff­punkt der Stadt. Der „neue Ha­fen“ist ei­ne Fehl­pla­nung aus dem 17. Jahr­hun­dert, da er von An­fang an zu klein und zu

Je­der drit­te Pend­ler fährt in Ko­pen­ha­gen Mit dem rad zur ar­beit

was für ein er­leb­nis: In LOk­ken darf man ki­lo­me­ter­lang über den sand­strand crui­sen

flach war. Doch spä­ter sie­del­ten sich vie­le See­manns­knei­pen und noch spä­ter schi­cke Re­stau­rants am ma­le­ri­schen Ka­nal an. Im Was­ser lie­gen heu­te Tou­ris­ten­boo­te oder al­te Mu­se­ums­schif­fe wie das Feu­er­schiff „Ged­ser Rev“. Nachts zieht der stim­mig be­leuch­te­te Ny­havn ne­ben Tou­ris­ten auch vie­le Ein­hei­mi­sche an. Dann ist vor al­lem der Juke in sei­nem Ele­ment: Über Nis­s­anCon­nect ver­bin­det er sich mit dem Smart­pho­ne. So läuft die per­sön­li­che Play­list auch im Cross­over und ver­wan­delt die­sen in ei­ne – Vor­sicht: Wort­spiel – Ju­ke­box. Qas­h­qai und X-Trail be­vor­zu­gen da lie­ber ei­nen ent­spann­ten Be­such in ei­nem der vie­len klei­nen Ca­fés der Stadt, die Ko­pen­ha­gen im Som­mer ein fast me­di­ter­ra­nes Flair ver­lei­hen. Der­ar­tig ent­spannt ist ein Be­such der Klei­nen Meer­jung­frau Pflicht. Und klein ist da­bei wört­lich zu ver­ste­hen: Mit ei­ner Hö­he von 1,25 Me­tern gilt das Kunst­werk, in­spi­riert vom gleich­na­mi­gen Mär­chen des dä­ni­schen Na­tio­nal­dich­ters Hans Chris­ti­an An­der­sen, als ei­nes der kleins­ten Wahr­zei­chen der Welt. Die Bron­ze­fi­gur hät­te auch lo­cker im ge­räu­mi­gen Kof­fer­raum des X-Trail Platz. Da wä­re sie auch we­sent­lich si­che­rer als auf ih­rem Find­ling im Ha­fen: Zwei­mal wur­de ihr be­reits der Kopf, ein­mal der rech­te Arm ab­ge­sägt. Und 2003 wur­de sie so­gar kom­plett vom Fel­sen ge­stürzt. Schein­bar mö­gen die Dä­nen ihr Wahr­zei­chen we­ni­ger als ih­re Kö­ni­gin Marg­re­the II. Die be­schei­de­ne Mon­ar­chin re­si­diert seit ih­rer Krö­nung 1972 im Schloss Ama­li­en­borg. Ihr wür­de auch der X-Trail als Staats­li­mou­si­ne gut zu Ge­sicht ste­hen: Dank des hö­he­ren Dachs und des im Vergleich zum Qas­h­qai län­ge­ren Rad­stands bie­tet er ge­nü­gend re­prä­sen­ta­ti­ven Platz im Fond. Doch Dä­ne­mark ist nicht nur Ko­pen­ha­gen. Über die maut­pflich­ti­ge Sto­re­bælts-Brü­cke fah­ren wir Rich­tung Fest­land. Das 1998 er­öff­ne­te Bau­werk be­steht aus zwei Tei­len, wo­von der öst­li­che Ab­schnitt die längs­te Hän­ge­brü­cke Eu­ro­pas bil­det. Auf der Au­to­bahn be­kommt der Juke Heim­weh: Das in Dä­ne­mark vor­ge­schrie­be­ne Tem­po­li­mit von 130 km/ h lässt den 214 PS star­ken Nis­mo RS von bun­des­deut­schen Schnell­stra­ßen träu­men. Der Fah­rer des Qas­h­qai ver­zwei­felt der­weil an den Stau­mel­dun­gen des Na­vi­ga­ti­ons­sys­tems: Bau­stel­le auf der 201 Lyng­by-Taar­bæk Om­farts­vej Jæ­gers­born – Dä­nisch ist doch eher was für Ex­per­ten. Egal, der Nis­san passt die Rou­te auf Wunsch au­to­ma­tisch an, so­dass un­se­re Rei­se­grup­pe oh­ne Stau in Lok­ken an­kommt. Das klei­ne Küs­ten­städt-

Wäh­rend Qas­h­qai und X-Trail zu ei­nem ent­spann­ten Ca­fé-Be­such pas­sen ..., ... fühlt sich der fre­che Juke eher im Aus­geh­vier­tel Ny­havn wohl

Vor dem Juke ha­ben zahl­rei­che Spray­er die al­ten Bun­ker ent­deckt

Zaun­gast am Strand: Kei­ne Angst, den Qas­h­qai gibt es auch mit All­rad

An der Küs­te zeigt der X-Trail, dass ein ech­ter Of­f­roa­der in ihm steckt

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