BMW 7er

Der BMW 740Le xD­ri­ve glei­tet sanft da­hin – mit Tur­bo-Vier­zy­lin­der und Strom aus der Steck­do­se

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Jür­gen Voigt

Ein Sie­be­ner mit Vier­zy­lin­der­mo­tor? Was da un­ter dem neu ge­schaf­fe­nen La­bel iPer­for­mance mitt­ler­wei­le als BMW-Plug-in­Hy­brid­mo­del­len auf uns zu­rollt, hat durch­aus sei­ne Be­rech­ti­gung. Im neu­en BMW 740e iPer­for­mance ver­ei­nen sich 258 Ben­zi­ner-PS mit 83 kW (113 PS) aus der E-Ma­schi­ne, die im Ge­häu­se der Acht­stu­fen-Au­to­ma­tik un­ter­ge­bracht ist. Das Ge­samt­sys­tem stellt so­mit ei­ne Leis­tung von 326 PS und ein ma­xi­ma­les Dreh­mo­ment von 500 Nm zur Ver­fü­gung. Den heck­ge­trie­be­nen 740e gibt es wahl­wei­se in der Stan­dard- oder der Lang­ver­si­on (740Le). Wir ha­ben es beim Erst­kon­takt dann gleich mit der all­rad­ge­trie­be­nen Top­ver­si­on zu tun, die auf die sper­ri­ge Be­zeich­nung 740Le xD­ri­ve iPer­for­mance hört. Die mit 2000 kg schwers­te Ver­si­on des 740e fühlt sich er­staun­lich leicht­fü­ßig an, wor­auf be­reits die Fahr­leis­tungs­ver­spre­chen auf dem Pa­pier hin­deu­ten: In 5,3 Se­kun­den ist Tem­po 100 er­reicht, ma­xi­mal rennt der All­rad­ler 250 km/ h. Ne­ben den üb­li­chen Fahr­mo­di von Eco pro über Com­fort bis Sport so­wie dem selbst­ler­nen­den Mo­dus Ad­ap­ti­ve kann man beim Plug-in- Hy­brid auch die Elek­tro-Stra­te­gie über den eD­ri­ve-Schal­ter fest­le­gen. In der Re­gel über­lässt man dem Au­to die Wahl des ef­fek­tivs­ten An­triebs­mi­xes aus Ver­bren­ner und E-Ma­schi­ne. Dann geht der 7er zum Bei­spiel auf Ber­ga­bPas­sa­gen auch in den Se­gel­mo­dus und ent­kop­pelt den still­ge­leg­ten Vier­zy­lin­der kom­plett vom An­trieb. Erst beim Brem­sen wird wie­der Ener­gie in Form von Strom zu­rück­ge­won­nen (Re­ku­pe­ra­ti­on). Will man be­vor­zugt rein elek­trisch fah­ren, geht dies bis zu 140 km/ h – und das so­gar mit be­acht­li­chem Be­schleu­ni­gungs­ver­mö­gen. Soll hin­ge­gen die elek­tri­sche Ener­gie der 9,2-kWh- Li­thi­um- Io­nen­Bat­te­rie (bei vol­ler La­dung ver­füg­bar: 7,4 kWh) für spä­ter kon­ser­viert wer­den, über­nimmt al­lein der Ben­zi­ner den An­trieb. Und selbst das klappt, oh­ne dass sich der BMW lahm oder trä­ge an­fühlt. Erst bei Voll­gas und ho­her Dreh­zahl – al­so nur sehr sel­ten – ist der An­trieb akus­tisch deut­lich als Vier­zy­lin­der zu er­ken­nen, der in ei­nem 7er et­was de­plat­ziert wirkt. Rein elek­trisch soll der 740Le laut Nor­man­ga­be bis zu 45 km zu­rück­le­gen, in der Pra­xis sind es et­wa 20 bis 25 km, bei – durch­aus mög­li­cher – flot­ter Fahr­wei­se auch ent­spre­chend we­ni­ger.

Wer al­so in der Re­gel täg­lich über­schau­ba­re Stre­cken zu­rück­legt, kann dies elek­trisch er­le­di­gen, nach­dem der 740e zu­vor et­wa 2,7 St­un­den für ei­ne Voll­la­dung an ei­nem 230-Vol­tAn­schluss (16 Am­pè­re) be­nö­tigt hat. Der Norm­ver­brauch der xD­ri­ve-Ver­si­on liegt bei rea­li­täts­fer­nen 2,5 l/100 km, der Pra­xis­ver­brauch hängt al­so stark vom An­teil der elek­trisch zu­rück­ge­leg­ten Dis­tanz ab. Der BMW 740e iPer­for­mance ist oh­ne Fra­ge ein voll­wer­ti­ger 7er, auch wenn zu­guns­ten der Bat­te­rie der Kof­fer­raum auf im­mer noch pra­xis­ge­rech­te 420 Li­ter und der Ben­zin­tank auf 46 Li­ter ge­schrumpft sind. Den­noch dürf­te die Be­rei­che­rung der 7er-Pa­let­te eher in Asi­en und USA ge­fragt sein, wäh­rend bei uns der Fo­kus auf dem Die­sel (730d ab 82.600 Eu­ro) liegt. Der 740e star­tet bei 91.900 Eu­ro, der hier ge­fah­re­ne 740Le xD­ri­ve bei 100.600 Eu­ro.

Ge­die­ge­nes 7er-Am­bi­en­te mit vie­len Ex­tras, die es auch für den Plug-in-Hy­brid gibt

Von au­ßen deu­ten die Schrift­zü­ge so­wie blaue Stä­be in der Nie­re auf den iPer­for­mance-Hy­brid hin Die eD­ri­ve-An­sicht im Dis­play zeigt, wel­che der bei­den Ma­schi­nen ge­ra­de wo­für zu­stän­dig ist Elek­trisch voll­tan­ken in ca. 2,7 St­un­den (230 V, 16A) über den An­schluss im lin­ken vor­de­ren Kot­flü­gel

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