To­yo­ta Proace Ver­so

Der neue, groß­räu­mi­ge To­yo­ta Proace Ver­so über­rascht mit ein paar un­ge­wöhn­li­chen Ex­tras

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Tho­mas Gei­ger

Hät­ten die sich bei To­yo­ta nicht ein biss­chen be­ei­len kön­nen? Denn wenn die Ja­pa­ner den neu­en Proace Ver­so nicht erst Mit­te Sep­tem­ber in den Handel brin­gen wür­den, wä­re das ei­gent­lich ge­nau das rich­ti­ge Au­to für die Fahrt in die gro­ßen Fe­ri­en ge­we­sen: Platz oh­ne En­de, kei­ne Ein­schrän­kun­gen beim Ge­päck und auf der Stra­ße die Ru­he selbst – so gibt die XXL-Groß­raum­li­mou­si­ne den Jum­bo-Jet un­ter den To­yo­ta-Vans. Hin­ter dem Lenk­rad geht das Luft­fahrt­ge­fühl mun­ter wei­ter. Denn als ers­ter Van die­ses For­mats hat der Proace ein He­ad-up-Dis­play, das wie ein trans­pa­ren­ter Bier­de­ckel aus dem Cock­pit klappt. Da­zu be­inhal­tet der Ja­pa­ner ei­ne Smart­pho­ne-In­te­gra­ti­on via Mir­rorLin­kStan­dard, ei­nen gro­ßen Touch­screen, vie­le Abla­gen, ei­nen weit nach oben ge­rück­ten Schalt­knauf und ein paar hüb­sche Kon­so­len. Au­ßer­dem gibt es ein paar wei­te­re High­tech-Ex­tras, et­wa ei­nen vor­aus­schau­en­den Not­brems­as­sis­ten­ten, Ver­kehrs­zei­chen- Er­ken­nung, Mü­dig­keits­war­ner so­wie die op­tio­na­le Sen­sor­steue­rung für die bei­den gro­ßen Schie­be­tü­ren, die wie sonst üb­li­cher­wei­se nur die Kom­bi-Klap­pen nach ei­nem an­ge­deu­te­ten Fuß­schwenk au­to­ma­tisch auf­glei­ten. Und auch der Fond er­in­nert an ein Flug­zeug: So gibt es in der VIP-Ver­si­on Ein­zel­sit­ze und da­zwi­schen auf Wunsch auch ei­nen Klapp­tisch. In der bür­ger­li­chen Fa­mi­ly-Va­ri­an­te fährt man auf zwei­ge­teil­ten Bän­ken mit Stoff­be­zug. Zu­dem kann man hier nicht nur ein Tisch­chen aus der Vor­der-

leh­ne klap­pen, an der De­cken­kon­so­le sein per­sön­li­ches Wohl­fühl­kli­ma wäh­len und die Nei­gung der Leh­ne in­di­vi­du­ell ein­stel­len, son­dern auch die Bein­frei­heit an­pas­sen. Denn al­le Sit­ze glei­ten in Schie­nen und las­sen sich da­durch ver­schie­ben, auf­stel­len oder natürlich auch aus­bau­en. Das kos­tet zwar ein biss­chen Kraft, macht den Fe­ri­en­bom­ber dann aber zum Car­go-Flie­ger, den auch die größ­ten Ur­laubsou­ve­nirs nur ein Lä­cheln kos­ten. Erst recht, wenn man die längs­te der drei Ka­ros­se­rie- und zwei Rad­stands­va­ri­an­ten be­stellt hat und so auch mit Fün­fer­be­stuh­lung noch knapp 3000 Li­ter La­de­vo­lu­men be­kommt. Die Nä­he zum Nutz­fahr­zeug spürt man beim Proace je­doch nicht nur an der La­de­ram­pe, son­dern auch auf der Land­stra­ße. Denn so rich­tig lust­voll will man mit dem Raum­rie­sen nicht über die Pis­te flie­gen. Zwar stemmt sein 2,0Li­ter-Tur­bo­die­sel so­li­de 370 Nm und bringt 150 PS an die Vor­der­ach­se. Doch mit knapp zwei Ton­nen Ge­wicht und dem Luft­wi­der­stand ei­ner Gar­ten­hüt­te sind dem Be­schleu­ni­gungs­ver­mö­gen Gren­zen ge­setzt. Ne­ben dem von uns ge­fah­re­nen Trieb­werk ste­hen üb­ri­gens noch zwei 1,6-Li­ter-Tur­bo­die­sel mit 95 und 116 PS so­wie ei­ne 177-PS-Va­ri­an­te des gro­ßen Selbst­zün­ders zur Ver­fü­gung. Der Fahr­kom­fort geht für diese Fahr­zeug­klas­se voll in Ord­nung. So bü­gelt der Proace tap­fer Qu­er­fu­gen und Bo­den­wel­len glatt. Mit die­ser Ei­gen­schaft emp­fiehlt sich der gro­ße Van als Ki­lo­me­ter­fres­ser auf der Au­to­bahn und zu­min­dest in der kur­zen Ver­si­on auch in der Stadt. Denn mit ei­nem Wen­de­kreis von 11,3 Me­tern ist er dort für ein Fahr­zeug sei­ner Grö­ße über­ra­schend hand­lich und dockt des­halb über­all ganz pro­blem­los am Ur­laubs­ga­te an.

FA­ZIT: Mit sei­nem buch­stäb­lich ein­la­den­den We­sen, dem or­dent­li­chen Fe­de­rungs­kom­fort und viel fort­schritt­li­cher Tech­nik ist der neue To­yo­ta Proace Ver­so ein idea­ler All­tags­be­glei­ter für al­le Men­schen mit er­höh­tem Platz­be­darf. Zu­dem sind die Prei­se des Ja­pa­ners re­la­tiv volks­nah.

Prak­ti­sche Abla­ge­mög­lich­kei­ten fin­den sich im Proace über­all ver­teilt Der gro­ße Van ver­fügt über ei­nen sehr wan­del­ba­ren In­nen­raum Dank kom­for­ta­bler Fe­de­rungs­ei­gen­schaf­ten taugt der To­yo­ta zum Langstre­ckenglei­ter Das Cock­pit hält ei­ni­ge mo­der­ne As­sis­tenz­sys­te­me be­reit – dar­un­ter ei­nen Mü­dig­keits­war­ner oder auch ei­nen Not­brems­as­sis­ten­ten

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.