GU­TE FAHR­BAHN-AUSLEUCHTUNG DANK DER OP­TI­ON AUF LED-FRONT-SCHEIN­WER­FER

AUTO ZEITUNG - - VW PASSAT -

Auch oh­ne Ver­kaufs­zah­len zu be­mü­hen, wird beim Blick ins Stra­ßen­bild klar, wer des Deut­schen be­lieb­tes­ter Kom­bi ist. Den VW Pas­sat Va­ri­ant fah­ren al­le – egal ob Au­ßen­dienst­ler, Fa­mi­li­en oder Frei­be­ruf­ler. Kein Wun­der, gilt der Wolfs­bur­ger Mit­tel­kläss­ler doch als wah­res Mul­ti­ta­lent, das sich welt­weit in­zwi­schen über 23 Mil­lio­nen Mal ver­kauft hat. Mitt­ler­wei­le ist er in der ach­ten Ge­ne­ra­ti­on un­ter­wegs und im­mer noch be­liebt. Ei­nen gro­ßen An­teil dar­an hat die An­ge­bots­viel­falt, mit der sich der Kom­bi ent­spre­chend der in­di­vi­du­el­len Be­dürf­nis­se maß­schnei­dern lässt. Drei Aus­stat­tungs­li­ni­en – Trend­li­ne, Com­fort­li­ne und High­li­ne – ste­hen zur Wahl. Wel­che letzt­end­lich ge­or­dert wird, hängt ne­ben dem Ge­schmack auch vom Geld­beu­tel ab. Al­len Va­ri­ant-Va­ri­an­ten ge­mein ist nicht nur das über­aus groß­zü­gi­ge Platz­an­ge­bot, son­dern auch der ge­räu­mi­ge und leicht zu­gäng­li­che Kof­fer­raum, der zwi­schen 650 und 1780 Li­ter Vo­lu­men bie­tet. Wer des Öf­te­ren lan­ge Ge­gen­stän­de zu trans­por­tie­ren hat, soll­te die la­de­raum­ver­län­gern­de, um­klapp­ba­re Bei­fah­rer­sitz­leh­ne or­dern, die in der Com­fort­li­ne-Ver­si­on 96 Eu­ro kos­tet. Das Ea­sy Open-Pa­ket um­fasst un­ter an­de­rem ei­ne sen­sor­ge­steu­er­te elek­tri­sche Öff­nung der Heck­klap­pe und kos­tet für den Va­ri­ant 965 Eu­ro (ab Com­fort­li­ne). Oh­ne Sen­sor­steue­rung sind für die Mög­lich­keit der elek­tri­schen Öff­nung 515 Eu­ro fäl­lig. Wer den Va­ri­ant als Rei­se­au­to nutzt, soll­te sich Ge­dan­ken über den Sitz­kom­fort ma­chen. Hier bie­ten die Wolfs­bur­ger ne­ben den be­reits sehr be­que­men Se­ri­en­sit­zen bei­spiels­wei­se die Op­ti­on auf den er­goCom­fort-Sitz mit elek­tri­scher 14-We­ge-Ein­stel­lung, Me­mo­ryund Mas­sa­ge­funk­ti­on auf der

Fah­rer­sei­te an. Die­ser Sitz ist mit 1225 Eu­ro nicht ge­ra­de güns­tig, aber spe­zi­ell für Langstre­cken­fah­rer je­den Cent wert, da er sich in­di­vi­du­ell auf so ziem­lich al­le ana­to­mi­schen Be­son­der­hei­ten ein­stel­len lässt. Al­ter­na­tiv kä­men die Vor­der­sit­ze mit ak­ti­ver Kli­ma­ti­sie­rung und Mas­sa­ge­funk­ti­on auf der Fah­rer­sei­te in Fra­ge, mit der kle­ben­den Hem­den und Ver­kramp­fun­gen wir­kungs­voll vor­ge­beugt wird. Kos­ten­punkt: 510 Eu­ro. Al­ler­dings ist bei die­ser Wahl die Be­stel­lung des Bu­si­ness- oder Bu­si­ness-Pre­mi­um-Pa­kets er­for­der­lich (920 bzw. 2250 Eu­ro), wäh­rend für die Aus­stat­tungs­li­nie Com­fort­li­ne die Le­der­aus­stat­tung Vi­en­na (2385 Eu­ro) und die Air Ca­re Cli­ma­tro­nic (575 Eu­ro) da­zu- be­stellt wer­den müs­sen. In der High­li­ne-Ver­si­on ist die Le­der­aus­stat­tung Nap­pa hin­zu­zu­bu­chen (675 Eu­ro).

In Sa­chen Si­cher­heit auf der Höhe der Zeit

Wer un­ter­wegs auf Num­mer si­cher ge­hen möch­te, hat die Wahl zwi­schen di­ver­sen hoch­mo­der­nen As­sis­tenz­sys­te­men, die kri­ti­sche Ver­kehrs­si­tua­tio­nen ent­schär­fen und Un­fäl­le ver­mei­den kön­nen. Für das Rund­um-Sorg­los-Pa­ket emp­fiehlt sich das Fah­re­ras­sis­tenz-Pa­ket Plus mit au­to­ma­ti­scher Dis­tanz­re­ge­lung ACC, Ci­ty-Not­brems­funk­ti­on in­klu­si­ve Fuß­gän­ger­er­ken­nung, dy­na­mi­scher Fern­licht­re­gu­lie­rung und emer­gen­cy as­sist. Letz­te­rer ist ei­ne Fahr­zeug­teil­steue­rung im me­di­zi­ni­schen Not­fall, mit de­ren Hil­fe der Wa­gen bei Aus­fall des Fah­rers si­cher zum Still­stand ge­bracht wird. Un­ter an­de­rem ge­hö­ren LEDSchein­wer­fer mit Kur­ven­licht, Spur­wech­sel-, Spur­hal­te-, Au­s­park- und Stau­as­sis­ten­ten eben­falls zu die­sem ab 2975 Eu­ro er­hält­li­chen Pa­ket. Was die An­triebs­kon­fi­gu­ra­ti­on an­geht, dürf­te bei kaum ei­nem Kom­bi die Aus­wahl so groß sein. Fünf Vier­zy­lin­der-Ben­zi­ner mit Tur­bo­auf­la­dung so­wie fünf Tur­bo­die­sel nebst ei­nem Plug-in-Hy­brid (GTE) so­wie wahl­wei­se Schalt- oder Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be mit sechs bzw. sie­ben Gän­gen, Vor­der­rad- oder All­rad­an­trieb dürf­ten so ziem­lich al­le Be­dürf­nis­se ab­de­cken. Doch der Rei­he nach: Wer sei­nen Pas­sat Va­ri­ant le­dig­lich auf

Die Rad-Di­men­sio­nen rei­chen von se­ri­en­mäSSi­gen 16 bis op­tio­na­len 19 Zoll

Kurz- und Mit­tel­stre­cken be­wegt und auf ei­ne nur ge­rin­ge Jah­res­fahr­leis­tung kommt, dürf­te mit dem 125 PS star­ken 1,4-Li­ter-Ben­zi­ner gut be­dient sein, der or­dent­li­che 200 Nm Dreh­mo­ment bie­tet, bis zu 206 km/ h schnell ist und mit 27.475 Eu­ro die güns­tigs­te Art dar­stellt, den VW Kom­bi zu fah­ren. Die hub­raum­glei­che 150-PS-Ver­si­on spricht mit ih­rer Zy­lin­der­ab­schal­tung im Teil­last­be­reich be­son­ders tech­ni­kaf­fi­ne Kun­den an, die es freut, dass diese Ver­si­on laut Werk mit ei­nem Ver­brauch von 5,1 Li­ter Su­per auf 100 km noch et­was spar­sa­mer ist als der Ein­stiegs­mo­tor. Eher an Freun­de der Leis­tung wen­den sich der 180 PS star­ke 1,8-Li­ter-TSI so­wie der 2,0-Li­ter-TSI, der mit 220 oder gar 280 PS auf­war­tet und als Vier­zy­lin­der die frü­he­ren VR6-Zy­lin­der ab­ge­löst hat so­wie bis zu 250 km/ h schnell ist. Die drei stärks­ten Ben­zi­ner sind nur mit Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­ben (DSG) lie­fer­bar, der stärks­te Mo­tor im In­ter­es­se ei­ner op­ti­ma­len Trak­ti­on zu­sätz­lich nur mit dem au­to­ma­tisch zu­schal­ten­den All­rad­an­trieb 4Mo­ti­on. Bei den Die­seln sind gleich zwei be­son­ders spar­sa­me Ver­sio­nen am Start: zum ei­nen der 1,6-Li­ter-TDI Blu­eMo­ti­on mit 120 PS, zum an­de­ren der 2,0-Li­ter-TDI Blu­eMo­ti­on mit 150 PS. Sie un­ter­schei­den sich von den Blu­eMo­ti­on-Tech­no­lo­gyMo­del­len durch Leicht­lauf­rei­fen so­wie ae­ro­dy­na­mi­sche Op­ti­mie­rung und er­rei­chen da­mit EU-Ver­bräu­che, die noch ei­ni­ge Zehn­tel­li­ter un­ter de­nen der leis­tungs­glei­chen Stan­dard-TDI-Ver­sio­nen

blei­ben. Den Spit­zen­wert er­reicht der 1,6-Li­ter-Blu­eMo­ti­on mit nur 3,7 Li­ter Die­sel auf 100 km. Wie hoch der Min­der­ver­brauch, der laut EU-Norm 0,4 Li­ter im Vergleich zum leis­tungs­glei­chen Die­sel be­trägt, in der Pra­xis aus­fällt, hängt vom Fahr­stil ab. Ob sich der Mehr­preis von 750 Eu­ro dann rech­net, ist wie­der­um von der Jah­res­fahr­leis­tung ab­hän­gig. Ru­hi­ge Na­tu­ren dürf­ten so oder so mit die­sem Mo­tor gut be­dient sein. Ein kla­re Emp­feh­lung, weil so­wohl fürs Da­hin­bum­meln als auch für ent­spann­te, ho­he Rei­se­schnit­te ge­eig­net, stellt da­ge­gen der lauf­ru­hi­ge 2.0 TDI in der 150PS-Ver­si­on dar, den es auch als Blu­eMo­ti­on Tech­no­lo­gy gibt. Dank sei­ner 340 Nm Dreh­mo­ment geht er eben­so zug­kräf­tig wie spar­sam zu Wer­ke. Da­mit ist es pro­blem­los möglich, im All­tag bei zu­rück­hal­ten­dem Gas­fuß Wer­te im Fünfli­ter-Be­reich zu rea­li­sie­ren. In der 190-PS-Ver­si­on emp­fiehlt sich der 2.0 TDI vor al­lem, wenn der Pas­sat Va­ri­ant als Zug­fahr­zeug ein­ge­setzt wer­den soll (ge­brems­te An­hän­ge­last je nach An­triebs­kon­fi­gu­ra­ti­on bis zu 2200 kg). Dank Dreh­mo­ment-Zu­schlag sind sei­ne 400 Nm bes­tens ge­eig­net. Für den Ein­satz im Ge­bir­ge dürf­te die 4Mo­ti­on-Ver­si­on die­ses Mo­tors die bes­se­re Wahl sein. Den Top-Die­sel stellt die höchs­te Aus­bau­stu­fe des 2.0 TDI in Gestalt ei­ner 240-PS-Ver­si­on mit All­rad­an­trieb dar, die den Pas­sat Va­ri­ant auf bis zu 238 km/ h be­schleu­nigt – ide­al für fahr­spa­ß­ori­en­tier­te Selbst­zün­der­freun­de, die nicht auf den Eu­ro schau­en müs­sen. Dies soll­te auch bei In­ter­es­sen­ten für den Pas­sat GTE mit 1.4 TSI Plu­gin-Hy­brid­an­trieb der Fall sein (ab

45.250 Eu­ro), der von ei­nem 156-PS-Ben­zi­ner in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem 85 kW-E-Mo­tor an­ge­trie­ben wird (Sys­tem­leis­tung: 218 PS). Er lässt sich an der Steck­do­se auf­la­den und er­mög­licht bis zu 50 Ki­lo­me­ter rein elek­tri­sches und so­mit um­welt­freund­li­ches Fah­ren, so­fern der Strom aus re­ge­ne­ra­ti­ven Ener­gi­en er­zeugt wird. Die

Angst vor man­geln­der Reichweite nimmt der Ben­zi­ner an Bord. Dar­über hin­aus ste­hen für den Pas­sat Va­ri­ant zahl­rei­che, teils in­no­va­ti­ve Aus­stat­tungs­fea­tures zur Wahl. Ge­spann­fah­rer wer­den zum Bei­spiel den Trai­ler As­sist (630 Eu­ro) zu schät­zen wis­sen, mit des­sen Hil­fe sich der An­hän­ger rück­wärts ran­gie­ren lässt. An­sons­ten sor­gen

zwölf ver­schie­de­ne Au­ßen­la­cke, 14 un­ter­schied­li­che Fel­gen und di­ver­se In­nen­raum­de­ko­re nebst Stoff- und Le­der­sitz­be­zü­ge für un­zäh­li­geKon­fi­gu rat ions mög­lich­kei­ten– und so da­für, dass der Name die­ses Kom­bis auch nach wie vor sein Pro­gramm ist: der Va­ri­ant als Syn­onym für sei­nen Va­ri­an­ten reich­tum.

Gu­te Fahr­leis­tun­gen bei ge­rin­gem Ver­brauch dank bis zu 85 Ki­lo we­ni­ger Ge­wicht als beim Vor­gän­ger

Üp­pig di­men­sio­nier­ter Ge­päck­raum Das Kof­fer­ab­teil des Va­ri­ant fasst 650 bis 1780 Li­ter. Rück­sitz­leh­ne ab Werk mit Durch­la­de­mög­lich­keit. Die Fer­nen­trie­ge­lung der Heck­klap­pe ist se­ri­en­mä­ßig.

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