Opel In­si­gnia

Der neue Opel In­si­gnia ist ef­fi­zi­en­ter, wiegt we­ni­ger, hat ei­ne bes­se­re Con­nec­tivi­ty-Aus­stat­tung

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Vol­ker Ko­erdt

Opel hat beim In­si­gnia gan­ze Ar­beit ge­leis­tet. Der neue Fünf­tü­rer, der jetzt Grand Sport heißt, steht auf der Ep­si­lon2-Ar­chi­tek­tur, ist 55 Mil­li­me­ter län­ger, aber – und das ist der Clou –, er bie­tet ei­nen 92 Mil­li­me­ter län­ge­ren Rad­stand. Auch Brei­te und Spur wuch­sen. Al­ler­dings ist die Sil­hou­et­te um 29 Mil­li­me­ter nied­ri­ger, was dem Rüs­sels­hei­mer ein cou­pé­haf­tes Aus­se­hen ver­leiht. Dies setzt sich im In­nen­raum fort. Der Fah­rer sitzt 30 Mil­li­me­ter tie­fer und freut sich über ei­ne gro­ße Bein­frei­heit. Der brei­te Mit­tel­tun­nel schränkt den Raum vorn aber et­was ein. Auch hin­ten steht für Groß­ge­wach­se­ne zwar viel Platz für die Bei­ne zur Ver­fü­gung, aber we­nig Raum bis zum Dach. Doch vor al­lem beim Ge­wicht, und das ist schon auf den ers­ten Me­tern spür­bar, hat der Neue Fe­dern las­sen müs­sen. Dank der Ver­wen­dung hoch­fes­ter Stäh­le beim Bau der Ka­ros­se­rie ist der In­si­gnia, den wir bei der ers­ten Be­geg­nung als 1.5 Tur­bo mit 165 PS fah­ren konn­ten, bis zu 170 Ki­lo­gramm leich­ter. Der 1,5-Li­ter-Tur­bo ist das stärks­te Trieb­werk der neu­en 1,5-Li­ter-Mo­to­ren­fa­mi­lie. Der Tur­bo, der deut­lich mehr Dreh­mo­ment hat als das 170-PS-Ag­gre­gat des Vor­gän­gers, ist 16 Ki­lo­gramm leich­ter, weil das Ge­häu­se nun aus Alu­mi­ni­um be­steht. Ge­kop­pelt ist der Mo­tor mit ei­nem neu­en, in Rüs­sels­heim ent­wi­ckel­ten Sechs­gang- Ge­trie­be, das sich an­ge­nehm schal­ten lässt. Auch beim Fahr­werk ha­ben die Opel-In­ge­nieu­re ih­re Haus­auf­ga­ben ge­macht. Ei­ne Fün­flen­kerHin­ter­ach­se sorgt für ei­ne prä­zi­se- re Füh­rung und bes­se­re Sta­bi­li­tät. Auf Wunsch ist der In­si­gnia mit dem ad­ap­ti­ven Dämp­fer­sys­tem FlexRi­de er­hält­lich. Schon bei un­se­rer ers­ten Aus­fahrt fällt auf, dass der Mit­tel­kläss­ler rund­um ge­won­nen hat. Er ver­wöhnt mit ei­nem gu­ten Fe­de­rungs­kom­fort und ge­fällt mit agi­lem Hand­ling und über­zeu­gen­dem Ein­lenk­ver­hal­ten. Der neue 1.5 Tur­bo läuft kul­ti­viert und lei­se. Au­ßer­dem zeigt er sich dreh­freu­dig und ist mit ei­nem gu­ten Durch­zug aus nied­ri­gen Dreh­zah­len aus­ge­stat­tet. Zum gu­ten Kom­fort pas­sen die be­que­men Sit­ze. In Schul­ter­hö­he könn­ten sie al­ler­dings für Groß-

ge­wach­se­ne et­was brei­ter sein. Das leicht zum Fah­rer ge­neig­te Ar­ma­tu­ren­brett hat deut­lich we­ni­ger Knöp­fe als das des al­ten In­si­gnia. Die Be­die­nung ist da­durch ein­fa­cher ge­wor­den, und die In­stru­men­te sind gut ab­les­bar. Wer mit den Fahr­leis­tun­gen des 1.5 CDTI nicht zu­frie­den sein soll­te – mit ihm be­nö­tigt der Rüs­sels­hei­mer neun Se­kun­den für den Sprint von null auf Tem­po 100 und er­reicht et­wa 220 km/ h Spit­ze (die ge­nau­en Wer­te ste­hen noch nicht fest) –, der kann auch den 2.0 Tur­bo wäh­len, den vor­läu­fig stärks­ten In­si­gnia. Der mit ei­ner Aus­gleichs­wel­le ver­se­he­ne Vier­zy­lin­der läuft eben­falls sei­den­weich und ist mit ei­ner neu­en Acht­stu­fen-Au­to­ma­tik kom­bi­niert. Sie ist eben­so Se­rie wie der All­rad­an­trieb. Mit die­ser An­triebs­kom­bi­na­ti­on wird der In­si­gnia zur schnel­len Bu­si­nes­sund Rei­se-Li­mou­si­ne.

Das noch leicht ge­tarn­te In­te­ri­eur des neu­en Rüs­sels­hei­mers kommt mit deut­lich we­ni­ger Knöp­fen aus als bis­her und hat ei­nen acht Zoll gro­ßen Touch­screen

Trotz der cou­pé­haf­ten Sil­hou­et­te bie­tet der neue In­si­gnia deut­lich mehr Platz

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