Die An­sprü­che wer­den hö­her

22/2016 | Edi­to­ri­al: Im Zei­chen der Elek­tro­mo­bi­li­tät

AUTO ZEITUNG - - MERCEDES MOTOREN • TECHNIK -

Sie mei­nen, dass mit dem Auf­kom­men der Elek­tro­mo­bi­li­tät die Kern­kom­pe­ten­zen der deut­schen Her­stel­ler kei­ne oder nur ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le spie­len wer­den. Das wird für Ver­bren­nungs­mo­to­ren und Ge­trie­be wohl so sein. In Be­zug auf die Fahr­dy­na­mik ir­ren Sie da­ge­gen ge­wal­tig. Auch für Elek­tro­au­tos gilt, dass die vier post­kar­ten­gro­ßen Auf­stands­flä­chen zwi­schen Fahr­bahn und Rei­fen dar­über ent­schei­den, ob ein Fahr­zeug von der Stra­ße fliegt oder nicht. Da mit der Elek­tri­fi­zie­rung der Au­tos ja auch das teil- oder voll­au­to­no­me Fah­ren er­war­tet wird, wer­den die An­sprü­che an die Fahr­dy­na­mik so­gar deut­lich hö­her. Die ver­spro­che­ne Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­si­cher­heit durch au­to­no­mes Fah­ren (Vi­si­on Ze­ro!) wird doch nur ein­tre­ten, wenn die­se Au­tos we­sent­lich an­spruchs­vol­le­re Lenk- und Brems­ma­nö­ver durch­füh­ren kön­nen als wir (dum­men) Nor­mal­fah­rer heu­te. Das heißt, dass das Fahr­werk so­wie Brem­sen, Rei­fen, Fe­dern/ Dämp­fer etc. in Zu­kunft viel mehr kön­nen müs­sen als bis­her. Auch die bes­te Soft­ware von Mi­cro­soft & Co. wird nichts nüt­zen, wenn die „Mecha­nik“die Com­pu­ter­be­feh­le nicht in si­che­re Fahr­ma­nö­ver um­set­zen kann. Det­lef Frank Er­ding

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