Ers­ter Ver­gleich nach den Face­lifts: Sko­da Oc­ta­via, Seat Le­on und VW Golf. Da­zu: ex­klu­si­ve Fah­rein­drü­cke vom neu­en Le­on

Drei VW-Kon­zern­mar­ken fri­schen ih­re Best­sel­ler auf. Was ist neu? Ein Aus­blick auf Seat Le­on, VW Golf und Sko­da Oc­ta­via

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Ste­fan Mie­te

DDer Au­di A3 hat es be­reits hin­ter sich (sie­he Kauf­be­ra­tung auf Sei­te 98), jetzt kom­men die Kol­le­gen der an­de­ren VW-Kon­zern­mar­ken an die Rei­he: Die Re­de ist vom Face­lift der Kom­pakt­mo­del­le bei Seat, Sko­da und VW. Le­on, Oc­ta­via und Golf sind – je­der für sich – die Me­ga­s­el­ler im je­wei­li­gen Pro­gramm. Und weil sich al­le drei die­sel­be Technik-Ba­sis tei­len, sind die Neue­run­gen des ei­nen häu­fig auch die des an­de­ren. Die neu­en Au­tos kom­men im Fe­bru­ar (Seat Le­on, VW Golf) und März (Sko­da Oc­ta­via) zur Aus­lie­fe­rung. Zu­nächst ein Blick auf den Golf. Neue Stoß­fän­ger vorn und hin­ten so­wie mo­di­fi­zier­te Kot­flü­gel kenn­zeich­nen den 2017er-Jahr­gang. Neu sind zu­dem ei­ne brei­te Chrom-leis­te im Küh­ler­grill, die sich op­tisch in den auf Wunsch er­hält­li­chen LED-Schein- wer­fern fort­setzt, so­wie se­ri­en­mä­ßi­ge Vol­lLED-Rück­leuch­ten. Die­se las­sen sich mit ei­ner ani­mier­ten Blin­ker­funk­ti­on wei­ter auf­rüs­ten. Da­bei wech­selt ein schma­ler, weiß-trans­pa­ren­ter LED-Strei­fen beim Blin­ken ins Oran­ge – ein sicht­ba­rer Hin­weis dar­auf, dass der nach wie vor klas­sen­lo­se Golf auch Pre­mi­um­an­sprü­chen ge­nü­gen soll.

Pro­gram­mier­ba­res Cock­pit im Golf

Im In­nen­raum fal­len neue De­kor­blen­den so­wie neu ge­stal­te­te Sitz­be­zü­ge ins Au­ge. Ein wei­te­rer Blick­fän­ger ist das op­tio­na­le, aus dem Pas­sat und dem neu­en Ti­gu­an be­kann­te voll­di­gi­ta­le Kom­bi­in­stru­ment Ac­tive In­fo Dis­play (12,3 Zoll), das statt klas­si­scher Ana­log­an­zei­gen an­ge­bo­ten wird und fünf ver­schie­de­ne In­fo-Pro­fi­le (Clas­sic, Ver­brauch & Reich­wei­te, Ef­fi­zi­enz, Leis­tung & Fahras­sis­tenz so­wie Na­vi­ga­ti­on) dar­stel­len kann.

Al­le bis­he­ri­gen In­fo­tain­ment­sys­te­me wer­den er­setzt. So kom­men statt der 5,0-Zoll-Ver­sio­nen 6,5 Zoll gro­ße Mo­ni­to­re mit deut­lich hö­he­rer Auf­lö­sung (800 x 480 Pi­xel) zum Ein­satz. Den bis­lang 6,5 Zoll mes­sen­den Ge­rä­ten fol­gen sol­che mit 8,0 Zoll. Das Top­mo­dell Dis­co­ver Pro schließ­lich wech­selt von 8,0 auf 9,2 Zoll und ver­fügt ne­ben Be­rüh­rungs- und Sprach­be­die- nung zu­sätz­lich über Ges­ten­steue­rung: Per Wisch­ges­te mit der Hand kann der Fah­rer ein­zel­ne Me­nü­punk­te ver­schie­ben. VW ver­spricht ei­ne ein­fa­che Be­dien­bar­keit. Neu im Pro­gramm sind zu­dem ein Stau­as­sis­tent, der in Ver­bin­dung mit ei­nem Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be das Stop-and-go-Fah­ren ver­ein­fa­chen und Auf­fahr­un­fäl­le ver­mei­den soll. In Kom­bi- na­ti­on mit der ad­ap­ti­ven Spur­füh­rung La­ne As­sist kann der Golf so­gar teil­au­to­nom fah­ren, wenn­gleich der Fah­rer die Hän­de am Lenk­rad ha­ben muss – zur Si­cher­heit.

Neu­er 1,5-Li­ter-Vier­zy­lin­der bei VW

Die wich­tigs­te Än­de­rung im Mo­to­ren­pro­gramm be­trifft die Ein­füh­rung ei­nes neu­en 1,5- Li­ter-Vier­zy­lin­der- Ben­zi­ners (150 PS) mit va­ria­bler Zy­lin­der­ab­schal­tung ( ACT), der von ei­nem Tur­bo­la­der mit va­ria­bler Geo­me­trie un­ter Druck ge­setzt wird. VW ver­spricht ei­nen Durch­schnitts­ver-

brauch von 4,9 Li­tern. Spä­ter soll ei­ne noch spar­sa­me­re 130-PS-Va­ri­an­te fol­gen, der im Mit­tel 4,6 Li­ter ge­nü­gen. Der Golf GTI leis­tet künf­tig 230 PS, des­sen be­son­ders sport­li­che Per­for­mance-Ver­si­on 245 PS. Wenn der Golf der Klas­sen­pri­mus ist, dann darf der Seat Le­on als das De­si­gner­stück gel­ten. Ent­spre­chend be­hut­sam fällt die Über­ar­bei­tung aus. Auch hier wur­den die Stoß­fän­ger mo­di­fi­ziert. Der Grill wur­de um 40 Mil­li­me­ter ge­streckt, die Be­leuch­tung auf Voll-LED um­ge­stellt. Bei den Fah­re­ras­sis­tenz­sys­te­men und der Kon­nek­ti­vi­tät folgt der Le­on dem jüngst ein­ge­führ­ten SUV Ate­ca – und na­tür­lich dem gro­ßen Vor­bild Golf. Der Stau­as­sis­tent kommt ins Pro­gramm, der se­ri­en­mä­ßi­ge Front-As­sist samt Ci­ty-Not­brems­funk­ti­on ver­fügt jetzt eben­falls über ei­ne Fuß­gän­ger­er­ken­nung, und der Le­on parkt mit Hil­fe ei­nes Ein­par­kas­sis­ten­ten selbst­stän­dig in Längs- so­wie Qu­er­lü­cken ein. Bis zu acht Zoll mes­sen die neu­en In­fo­tain­ment­sys­te­me. Die Con­nec­tivi­ty Box in der Mit­tel­kon­so­le er­mög­licht das ka­bel­lo­se Auf­la­den von Smart­pho­nes. Die Leis­tung des 1,6-Li­ter-TDI steigt von 110 auf 115 PS, die neu­en Cu­pra-Ver­sio­nen (bis­lang 265 und 290 PS) er­hal­ten je­weils zehn PS mehr, kom­men aber erst spä­ter im Lauf des nächs­ten Jah­res auf den Markt. Die auf­fäl­ligs­te Ve­rän­de­rung er­fährt der Ge­räu­migs­te un­ter den Kom­pak­ten – der Sko­da

Oc­ta­via. Er wird uns künf­tig mit un­ge­wohn­ter Vie­r­äu­gig­keit be­geg­nen und auf Wunsch per LED-Technik den Weg aus­leuch­ten. In­nen fal­len die Mo­di­fi­ka­tio­nen fei­ner aus. So wur­den die An­zei­gen-Grafiken auf­ge­frischt und neue Pols­ter­stof­fe ins Pro­gramm ge­nom­men. Der höchs­ten Aus­stat­tungs­li­nie Lau­rin & Cle­ment spen­diert Sko­da LED-De­kor­leis­ten, die in zehn Far­ben va­ri­ier­bar sind. Zu den neu­en Ex­tras zäh­len ein be­heiz­ba­rer Lenk­rad­kranz und drei per­so­na­li­sier­ba­re Schlüs­sel. Die­se spei­chern in­di­vi­du­el­le Vor­lie­ben des Fah­rers in punc­to Kli­ma­ti­sie­rung, Be­leuch­tung, In­fo­tain­ment­sys­te­me und der elek­tri­schen Sitz-Ein­stel­lung: Al­les passt sich be­reits beim Ein­stei­gen ent­spre­chend an. Die vier lie­fer­ba­ren In­fo­tain­ment­sys­te­me ha­ben jetzt ein Glas­de­sign, dar­un­ter auch die 9,2 Zoll gro­ße Top­ver­si­on Co­lum­bus. Auch der Oc­ta­via be­kommt den vor­aus­schau­en­den Fuß­gän­ger­schutz und – als Ex­tra – ei­nen An­hän­ger-Ran­gie­r­as­sis­ten­ten. Die Prei­se des neu­en, stets fünf­tü­ri­gen Oc­ta­via ste­hen noch nicht fest, sol­len sich aber an de­nen des Vor­gän­gers ori­en­tie­ren (ab 17.190 Eu­ro für 1.2 TSI, 86 PS). Seat zielt tie­fer: Den iden­tisch mo­to­ri­sier­ten drei­tü­ri­gen Le­on gibt es wie ge­habt ab 14.990 Eu­ro. Auch die Prei­se des VW Golf blei­ben un­ver­än­dert und star­ten bei 17.850 Eu­ro für den drei­tü­ri­gen 1.2 TSI.

Voll­di­gi­ta­les cock­pit im golf. GRÖSSERE in­fo­tain­men­tDis­plays

SEAT Schär­fe­re Li­ni­en: im Bild der drei­tü­ri­ge Le­on mit der Sport­aus­stat­tungs­li­nie FR. Blin­ker in LED-Technik VW Ty­pisch GTI: Der künf­tig bis zu 245 PS star­ke Volks­sport­ler at­met durch mar­kan­te En­d­roh­re aus SKO­DA Reich­lich Raum: Un­ter der gro­ßen Heck­klap­pe ver­birgt sich ein La­de­vo­lu­men von 590 bis 1580 Li­tern Per­fek­te Mar­ken­dif­fe­ren­zie­rung: Ei­gen­stän­di­ges De­sign ka­schiert die iden­ti­sche Kon­zern­tech­nik

Golf: voll­flä­chig un­ter Glas – das 9,2-Zoll-Dis­play des In­fo­tain­ment­sys­tems Dis­co­ver Pro

Le­on: bis zu acht Zoll gro­ßer Touch­screen. Neue Top-Aus­stat­tungs­li­nie Xcel­lence

Oc­ta­via: klas­si­sche Rund­an­zei­gen mit neu­er Gra­fik. Gro­ßes Na­vi-Dis­play

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.