Kampf um die Spit­ze: Au­di, BMW und Mer­ce­des

Der Drei­kampf zwi­schen BMW, Au­di und Mer­ce­des wird im­mer här­ter. Strit­ten die Pre­mium­mar­ken bis­lang um die Füh­rungs­rol­le auf dem Ge­biet der Die­sel-und Ben­zinMo­del­le, wett­ei­fern sie nun auch auf den neu­en Spiel­fel­dern Elek­tro­mo­bi­li­tät und Di­gi­ta­li­sie­rung

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Vol­ker Ko­erdt, Ste­fan Mie­te

„Wir wol­len im nächs­ten Jahr 100.000 elek­tri­fi­zier­te BMW ver­kau­fen“Ha­rald Krü­ger, Vor­stands­vor­sit­zen­der BMW

Lan­ge Zeit war BMW die Num­mer eins un­ter den deut­schen Pre­mium­mar­ken. Aus­ge­rech­net 2016, im Jahr des hun­dert­jäh­ri­gen Ju­bi­lä­ums, scheint Erz­kon­kur­rent Mer­ce­des nun vor­bei­zu­pre­schen. Die Kol­le­gen von Au­di, die im Slo­gan im­mer noch den Vor­sprung durch Tech­nik für sich re­kla­mie­ren, kämp­fen der­zeit mit dem Die­selskan­dal. Und doch hat die Mar­ke mit den vier Rin­gen 2016 ein wah­res Mo­dell-Feu­er­werk ab­ge­brannt, wäh­rend BMW vor ei­ni­gen Wo­chen le­dig­lich den 5er ge­launcht hat. Da­für ge­ben die Münch­ner im nächs­ten Jahr wie­der kräf­tig Gas, und auch Mer­ce­des hat ei­ni­ges auf der Agen­da. Ne­ben dem Aus­bau der Elek­tro­mo­bi­li­tät steht bei al­len drei­en die Er­wei­te­rung des SUV-Port­fo­li­os oben an. Nach­dem Au­di jüngst mit dem

Q2 den kleins­ten Spross sei­ner SUV-Fa­mi­lie auf den Markt ge­bracht hat, kon­tert BMW 2017 mit dem X2, der im Herbst der Öf­fent­lich­keit prä­sen­tiert wer­den soll. Das wahl­wei­se mit Frontoder All­rad­an­trieb ge­plan­te SUV soll die Lü­cke zwi­schen X1 und X3 schlie­ßen. Den An­trieb über­neh­men Tur­bo­die­sel und Ben­zi­ner mit 136 bis 300 PS. Ein­stiegs­ben­zi­ner ist der 1,5 Li­ter gro­ße Drei­zy­lin­der im X2 sD­ri­ve18i. Als Top­mo­dell ran­giert der künf­ti­ge X2 M35i, ein 2,0-Li­ter-Vier­zy­lin­der-Bi­tur­bo, des­sen Per­for­mance-Ver­si­on mehr als 300 PS leis­ten wird.

Wich­tigs­te BMW-Neu­heit: der X3

Das wich­tigs­te Au­to der Münch­ner im kom­men­den Jahr wird frag­los der X3 sein. Der Neue ist et­wa zehn Zen­ti­me­ter ge­wach­sen und bie­tet ent­spre­chend mehr Raum. Die BMW-Nie­re ist nun et­was grö­ßer, die Rad­käs­ten sind nicht mehr rund, son­dern leicht eckig, und die Bul­l­au­gen-Tag­fahr­lich­ter gibt es nicht mehr. Der X3 ba­siert auf ei­ner neu­en Ar­chi­tek­tur, be­kommt die Vor­der­ach­se des nächs­ten 3er, im Heck aber ei­ne Fün­flen­ker-Hin­ter­ach­se ein­ge­baut. Neu­es gibt es auch bei der Con­nec­tivi­ty – Kar­ten und In­fo­tain­ment ak­tua­li­sie­ren sich von selbst. Die Mo­to­ren­pa­let­te ist breit auf­ge­stellt. Ben­zi­ner: 20i (184 PS), 30i (252 PS), M40i (340 PS); Die­sel: 18d (150 PS), 20d (190 PS), 25d (231 PS), 30d (265 PS), M40d (ca. 313 PS). Ab 2020 wird der X3 dann als rei­nes BEV (Bat­te­ry Electric Ve­hi­cle) er­hält­lich sein, sprich als Stro­mer. Die rea­lis­ti­sche Kun­den­reich­wei­te soll et­wa 500 Ki­lo­me­ter be­tra­gen. Auch Au­di und Mer­ce­des ar­bei­ten an elek­tri­fi­zier­ten SUV. Da­zu spä­ter mehr. Im Som­mer geht der an­spre­chend ge­styl­te 5er

Tou­ring in den Han­del. Der Kof­fer­raum wird et­was grö­ßer aus­fal­len als beim Vor­gän­ger, das Stan­dard­vo­lu­men be­trägt rund 570 Li­ter. An der Hin­ter­ach­se soll ei­ne se­ri­en­mä­ßi­ge Luft­fe­de­rung den Ni­veau-Aus­gleich si­cher­stel­len. Dass Deutsch­land im­mer noch ein Kom­biLand ist, be­legt die Sta­tis­tik: 50 % des Tou­ring wer­den in Deutsch­land ver­kauft. Den mo­to­ri­schen Ein­stieg mar­kiert der 190 PS star­ke 520d. Dar­über ran­giert der 265 PS kräf­ti­ge 530d – stan­des­ge­mäß ein Sechs­zy­lin­der. Als vor­läu­fi­ge Top­mo­to­ri­sie­rung steht der 540i be­reit, ein auf­ge­la­de­ner Rei­hen­sechs­zy­lin­der-Ben­zi­ner mit 340 PS. Wei­te­re Mo­tor­va­ri­an­ten fol­gen.

Neu­er BMW M5 mit über 600 PS

Der Ham­mer der neu­en 5er-Rei­he ist oh­ne Fra­ge der künf­ti­ge M5. Hier bricht BMW mit ei­ner Tra­di­ti­on – er wird erst­mals über All­rad­an­trieb ver­fü­gen. Aus gu­tem Grund, denn mehr als 600 PS wol­len auch bei Näs­se die rich­ti­ge Trak­ti­on fin­den, und da ist All­rad eben die ers­te Wahl. Der neue M5 soll das schnells­te BMWSe­ri­en­au­to al­ler Zei­ten wer­den – mit ei­ner Be­schleu­ni­gung von ca. 3,3 Se­kun­den auf 100 km/ h und ei­ner Spit­ze von über 310 km/ h. Nach wie vor wird er von ei­nem V8-Bi­tur­bo an­ge­trie­ben, fällt aber je nach Aus­stat­tung um 70 bis 100 Ki­lo­gramm leich­ter aus. Der va­ria­ble All­rad­an­trieb soll in der Gr­und­aus­le­gung ein

leicht über­steu­ern­des Fahr­ver­hal­ten ähn­lich dem ei­nes Heck­trieb­lers er­lau­ben und die neue Len­kung ein noch prä­zi­se­res Ein­len­ken er­mög­li­chen. Die ZF-Acht­stu­fen-Au­to­ma­tik, das ver­spre­chen die BMW-Ent­wick­ler, soll die Schalt­vor­gän­ge noch­mals schnel­ler und prä­zi­ser aus­füh­ren. Über den so­ge­nann­ten Fahr­er­leb­nis­schal­ter sind drei un­ter­schied­li­che Fahr­mo­di ein­stell­bar. Deut­lich at­trak­ti­ver als bis­lang kommt der Nach­fol­ger des 5er GT da­her, der die neue Be­zeich­nung 6er Gran Tu­ris­mo trägt. Er ba­siert auf dem in Chi­na er­hält­li­chen 5er mit ver­län­ger­tem Rad­stand und bie­tet des­halb mehr Raum für die Pas­sa­gie­re. Auch das Stan­dard-Kof­fer­raum­vo­lu­men hat um et­wa 100 Li­ter auf über 600 Li­ter zu­ge­legt. Dank der fla­che­ren Dach­li­nie und ei­ner um zehn Zen­ti­me­ter tie­fe­ren Ka­ros­se­rie sieht der 6er ge­streck­ter aus und wirkt nicht mehr so pum­me­lig wie der 5er GT. Die Kopf­frei­heit hin­ten ist gut. Das Mo­to­ren­an­ge­bot ori­en­tiert sich an dem des 5er. Al­ler­dings be­ginnt der Ein­stieg erst beim 620i. Das Cock­pit äh­nelt dem 5erPen­dant, aber mit mehr Touch-In­stru­men­ten und ei­nem sehr hoch­wer­ti­gen In­te­ri­eur. Ab 2021 soll dann der iNext die Elek­tro­stra­te­gi­en von BMW auf die Stra­ßen brin­gen. Da­hin­ter ver­birgt sich das ers­te bat­te­rie­elek­trisch an­ge­trie­be­ne Mo­dell, das auf ei­nem ska­lier­ba­ren Elek­tro­bau­kas­ten auf­baut. Doch be­vor es so­weit ist, star­tet im kom­men­den Jahr der 530e

iPer­for­mance. Der 184 PS star­ke Vier­zy­lin­der bie­tet in Ver­bin­dung mit dem E-Mo­tor ei­ne Sys­tem­leis­tung von 252 PS, sorgt für ei­ne elek­tri­sche Reich­wei­te von 50 km und ei­ne elek­tri­sche Höchst­ge­schwin­dig­keit von 140 km/ h. Der Norm-Ver­brauch soll bei nur 1,9 Li­ter lie­gen, der CO2-Aus­stoß bei 44 g. All­rad­an­trieb ist in Pla­nung. Vom i3 wird es im nächs­ten Jahr ei­ne S-Va­ri­an­te ge­ben. Sie leis­tet zehn kW mehr, be­schleu­nigt 0,5 Se­kun­den schnel­ler auf 100 km/ h, ver­fügt über spe­zi­el­le Fel­gen und neue

„ Die Di­gi­ta­li­sie­rung ist ein his­to­ri­scher Um­bruch. Wir wer­den ihn maß­geb­lich ge­stal­ten“Ru­pert Stad­ler, Vor­stands­vor­sit­zen­der Au­di

Con­nec­tivi­ty. An der Front kom­men nun neue LED-Lam­pen zum Ein­satz, und der Heck­ab­schluss ist in die Brei­te ge­zo­gen. Vor al­lem die um vier Zen­ti­me­ter brei­te­re Spur und die grö­ße­ren Rei­fen im For­mat 195/50 R 20 ver­lei­hen dem i3 op­tisch deut­lich mehr Prä­senz.

Au­di star­tet in ei­ne neue De­sign-Ära

Mehr Prä­senz ist das Stich­wort für die Kon­kur­renz aus In­gol­stadt. Trotz des be­reits ge­zün­de­ten Mo­dell­feu­er­werks bleibt Au­di voll auf dem Gas. An­fang 2018 soll die zwei­te Ge­ne­ra­ti­on des A7 ei­ne neue De­sign-Ära ver­stär­ken, die be­reits im Ok­to­ber 2017 mit dem neu­en A8 be­ginnt. Die­ser wird – kon­se­quent auf Leicht­bau ge­trimmt – in zwei Län­gen an­ge­bo­ten und ver­fügt se­ri­en­mä­ßig über All­rad­an­trieb. Was fehlt, sind klas­si­sche Be­di­en­knöp­fe. Zu­rück zum A7: Der cou­pé­haft ge­schnit­te­ne Fünf­tü­rer wirkt bul­li­ger und zu­gleich ge­streck­ter als der En­de 2010 ein­ge­führ­te Erst- ling. Brei­te Rad­häu­ser und der stark drei­di­men­sio­nal ge­form­te, von ho­ri­zon­ta­len Chrom­span­gen durch­zo­ge­ne Grill ver­stär­ken den Brei­ten­ef­fekt. Clou des Sport­back-Kon­zepts ist die gro­ße Heck­klap­pe, die den Kof­fer­raum sehr gut nutz­bar macht. Das Stau­vo­lu­men dürf­te leicht auf 550 bis 1400 Li­ter bei um­ge­leg­ten Rück­sitz­leh­nen stei­gen. Au­di setzt ganz auf die Di­gi­ta­li­sie­rung. Wie beim A8 kommt an­stel­le des „Mul­ti Me­dia In­ter­face“ein völ­lig neu­es Be­dien­sys­tem zum Ein­satz. Da­zu ge­hört ei­ne ver­bes­ser­te Sprach­steue­rung (Voice Con­trol), vor al­lem aber ein be­rüh­rungs­sen­si­ti­ver Mo­ni­tor auf der Mit­tel­kon­so­le. Die­ser Touch­screen soll in­tui­tiv be­dien­bar sein und durch hap­ti­sche Rück­mel­dun­gen Fehl­nut­zun­gen prak­tisch aus­schlie­ßen. Ein An­zei­gen­dis­play ober­halb der Mit­tel­kon­so­le kor­re­spon­diert mit die­ser Be­di­en­flä­che und macht die Be­feh­le sicht­bar. Klas­si­sche Dreh­stel­ler fin­den sich dann nur noch am Lenk­rad des neu­en A7. Bei der Nach­fol­ge des in der Per­for­mance-Va­ri­an­te bis­lang bis zu 605 PS star­ken 4,0-Li­terV8 TFSI steht ei­ne Ko­ope­ra­ti­on mit den Kon­zern­kol­le­gen von Por­sche an. Die Re­de ist von dem im neu­en Pan­ame­ra be­reits vor­ge­stell­ten, 3956 Ku­bik­zen­ti­me­ter gro­ßen V8-Bi­tur­bo mit ad­ap­ti­ver Zy­lin­der­steue­rung. Wie beim bis­he­ri­gen V8 ist des­sen Tur­bo­la­der­sys­tem platz­spa­rend zen­tral im In­nen-V zwi­schen den Zy­lin­der­bän­ken in­te­griert. Ob der künf­ti­ge

RS 7 er­neut die 600-PS-Mar­ke kna­cken wird, ist noch of­fen. Au­di pocht auf größt­mög­li­che Ver­brauchs­ef­fi­zi­enz, der ein PS-Wett­rüs­ten eher hin­der­lich ist. Ana­log zum neu­en A8 ist auch für den künf­ti­gen A7 die Mild-Hy­bri­di­sie­rung ein The­ma. Mög­lich wird dies durch den Ein­satz ei­nes 48-Volt-Teil­b­ord­net­zes, aus des­sen Li­thi­um­Io­nen-Bat­te­ri­en Bau­tei­le wie ein elek­tri­scher Ver­dich­ter und auch die Wank­sta­bi­li­sie­rung ih­re Ener­gie schöp­fen. Durch Re­ku­pe­ra­ti­on

beim Brem­sen wer­den die kom­pak­ten Li­thi­um-Io­nen-Ak­kus wie­der auf­ge­frischt. Ei­ne An­triebs­al­ter­na­ti­ve im Zu­ge des Down­si­zing der Ver­bren­nungs­mo­to­ren ist der 2,0-Li­terVier­zy­lin­der-Tur­bo­ben­zi­ner mit 252 PS. Die bul­li­gen und da­bei spar­sa­men 3,0-Li­ter-Sechs­zy­lin­der-Tur­bo­die­sel mit der­zeit 218 bis 326 PS gel­ten als zu­kunfts­fä­hig.

Au­di plant meh­re­re Elek­tro­mo­del­le

Stich­wort Zu­kunft: Sie ist oh­ne Elek­tro­an­trie­be un­denk­bar. Des­halb ar­bei­tet Au­di an ver­schie­de­nen Mo­del­len. Als Ant­wort auf Tes­la ist der Elek­tro Sport Se­dan in Ar­beit, ei­ne vier­tü­ri­ge, für 2020 ge­plan­te Sport­li­mou­si­ne, die AU­TO ZEI­TUNG in Heft 17/16 ent­hüll­te. Den elek­tri­schen An­fang aber macht 2018 der e-tron, ein voll­elek­trisch be­weg­tes, 4,88 Me­ter lan­ges Ober­klas­se-SUV, bei dem gleich drei Elek­tro­mo­to­ren mit ei­ner Ge­samt­leis­tung von ma­xi­mal 370 kW (502 PS) für Vor­trieb sor­gen. Der All­rad­ler, des­sen 210 km/ h schnel­ler Pro­to­typ mit ei­nem sen­sa­tio­nell nied­ri­gen cW-Wert von 0,25 glänzt, er­le­digt den Stan­dard­sprint in nur 4,6 Se­kun­den, so Au­di. Die Bat­te­rie­ka­pa­zi­tät von 95 kWh soll ei­ne Reich­wei­te von mehr als 500 Ki­lo­me­tern er­mög­li­chen. Im sel­ben Jahr er­neu­ern die Bay­ern den Q3, der von heu­te 4,39 Me­ter auf knap­pe 4,50 Me­ter zu­le­gen wird, um Re­spekt­ab­stand zum Q2 zu schaf­fen. Das An­triebs­port­fo­lio ori­en­tiert sich an dem des ak­tu­el­len Mo­dells (120 bis 367 PS). Der bis­lang im

RS Q3 ein­ge­setz­te 2,5-Li­ter-Fünf­zy­lin­der (367 PS) wird durch ein mo­der­nes Pen­dant aus Alu er­setzt, das im neu­en TT RS 400 PS mo­bi­li­siert. Na­tür­lich be­hält Mer­ce­des das Trei­ben von BMW und Au­di scharf im Au­ge. Der Alt­meis­ter un­ter den Lu­xus­an­bie­tern will sei­ne seit Jah­ren an­dau­ern­de Of­fen­si­ve fort­set­zen. Da­zu ge­hö­ren Mo­del­le oh­ne Vor­gän­ger und die Nach­fol­ge eta­blier­ter Pro­duk­te. Zu den Letz­te­ren zählt das neue E-Klas­se Cou­pé, das in völ­lig neu­er Form im April zu den Händ­lern rollt und sich hin­sicht­lich Grö­ße und De­sign fein säu­ber­lich zwi­schen die Cou­pés der C-Klas­se (ab 35.581 Eu­ro) und S-Klas­se (ab 99.960 Eu­ro) ein­sor­tiert. Mit ei­ner Län­ge von 4,83 Me­tern fällt der ed­le Zwei­tü­rer um gut zwölf Zen­ti­me­ter län­ger aus als der eng mit der C-Klas­se ver­wand­te Vor­gän­ger. Auch die um 7,4 Zen­ti­me­ter auf 1,86 ge­wach­se­ne Brei­te und so­gar 11,3 Zen­ti­me­ter mehr Rad­stand (neu­er Wert: 2,87 m) ma­chen deut­lich, dass das neue Cou­pé ei­ne gan­ze Klas- se hö­her ran­giert. Vier rah­men­lo­se Sei­ten­schei­ben und der Ver­zicht auf mitt­le­re Dach­säu­len (B-Säu­len) sol­len die Son­der­stel­lung un­ter­strei­chen. Zur Markt­ein­füh­rung ste­hen vier Mo­del­le zur Wahl. Ben­zi­ner: E 200 (184 PS), E 300 (245 PS) so­wie die V6-Va­ri­an­te E 400 4MATIC (333 PS), die über All­rad­an­trieb ver­fügt. Al­le E-Cou­pés sind se­ri­en­mä­ßig mit ei­ner Neun­stu­fen-Au­to­ma­tik aus­ge­stat­tet. Glei­ches gilt für das sport­li­che „Di­rect Con­trol Fahr­werk“, das ge­gen­über dem Stan­dard­fahr­werk der Li­mou­si­ne um 15 Mil­li­me­ter tie­fer­ge­legt ist. Ad­ap­ti­ve Dämp­fer gibt es auf Wunsch, eben­so ei­ne op­tio­na­le Luft­fe­de­rung. Die Prei­se ste­hen noch nicht fest. Das ak­tu­el­le E-Klas­se Cou­pé mit Sie­ben­stu­fen-Au­to­ma­tik star­tet bei 46.113 Eu­ro (E 200, 184 PS).

Das ers­te neue E-Mo­dell ist ein SUV

En­de des Jahr­zehnts soll die Elek­tro­mo­bi­li­tät mit Stern zün­den. Die Lun­te ist be­reits ge­legt. Ein SUV im For­mat des GLC ist das ers­te Mo­dell, das auf ei­ner ei­gens ent­wi­ckel­ten Elek­tro­platt­form ba­siert. Das Vor­ab­mo­dell EQ gibt ei­nen kon­kre­ten Aus­blick auf Pa­cka­ge und De­sign. Ein 70 kWh spei­chern­der Li­thi­um­Io­nen-Ak­ku ver­sorgt da­bei zwei E-Mo­to­ren mit ei­ner Ge­samt­leis­tung von bis zu 300 kW (408 PS). Der An­trieb er­folgt über al­le vier Rä­der mit achs­va­ria­bler Mo­men­ten­ver­tei­lung. Ei­ne Num­mer klei­ner fällt der neue Mer­ce­des

GLB aus, der En­de 2019 als sie­ben­sit­zi­ge Al­ter­na­ti­ve zur nächs­ten B-Klas­se (ab 2018) im zünf­ti­gen SUV-De­sign auf­tritt. Die Tech­nik des mit Front- und All­rad­an­trieb ge­plan­ten, un­ter­halb des GLC an­ge­sie­del­ten Hoch­dach­mo­dells ent­stammt der er­neu­er­ten Kom­pakt­bau­rei­he. Neu heißt in die­sem Fall selbst­ver­ständ­lich auch mit mo­der­nem Tur­bo­die­sel. Glei­ches gilt für die über­ar­bei­te­te S-Klas­se, die im Som­mer noch vor dem neu­en Au­di A8 er­schei­nen soll. Auch Mer­ce­des setzt auf ein 48-Volt-Teil­b­ord­netz und ver­bin­det die­ses mit ei­ner neu­en Ge­ne­ra­ti­on von spar­sa­me­ren Rei­hen­sechs­zy­lin­der-Ben­zi­nern. Die V6-Tur­bo­die­sel wer­den dann ab 2018 eben­falls durch Rei­hen­mo­to­ren er­setzt. Bei­de sol­len suk­zes­si­ve in an­de­ren Bau­rei­hen die V6-Trieb­wer­ke ab­lö­sen. Er­kenn­bar ist der neue Jahr­gang am neu­en „Fa­ckelthe­ma“. Ge­meint sind die bo­gen­för­mi­gen LED-Tag­fahr­lich­ter, von de­nen die C-Klas­se je­weils ei­nes, die neue E-Klas­se zwei und das Flagg­schiff dann drei pro Schein­wer-

„Wir bei Mer­ce­des- Benz glau­ben an den Die­sel. Und an un­se­re In­ge­nieurs­kunst“Die­ter Zet­sche, Vor­stands­vor­sit­zen­der Daim­ler

fer­ein­heit zeigt. Im Zu­ge der Mo­dell­pfle­ge wer­den auch die As­sis­tenz­funk­tio­nen er­wei­tert. Der Spur­wech­sel­as­sis­tent ar­bei­tet nicht mehr nur auf der Au­to­bahn, son­dern auch auf Land­stra­ßen. Da­ten des Na­vi­ga­ti­ons­sys­tems sol­len den Fah­rer bei ei­ner spar­sa­men Fahr­wei­se un­ter­stüt­zen. Kei­ne Fra­ge – die drei deut­schen Pre­mi­um­an­bie­ter zie­hen auch in Zu­kunft al­le Re­gis­ter.

BMW X2: das sport­li­che SUV-Cou­pé ba­siert auf dem X1. Rechts der i8 als Roads­ter

BMW X3: für die zwei­te Jah­res­hälf­te 2017 ge­plant. Ab 2020 auch voll­elek­trisch an­ge­trie­ben

BMW 6er Gran Tu­ris­mo: auf Ba­sis des 5er mit ver­län­ger­tem Rad­stand. Gro­ße Heck­klap­pe

BMW M5: Das obers­te Ge­schoss der Mar­ke ist kein Su­per­sport­wa­gen, son­dern ei­ne aus­ge­wach­se­ne Bu­si­ness-Li­mou­si­ne

Au­di A7: bul­li­ger, cou­pé­haf­ter, sport­li­cher. Die Neu­auf­la­ge kommt An­fang 2018 – wie ge­habt miT rah­men­lo­sen Sei­ten­schei­ben und gro­ßer Heck­klap­pe

Au­di A8: Das neue Flagg­schiff kommt im Herbst auf den Markt. All­rad­an­trieb se­ri­en­mä­ßig

Au­di Q3: Die zwei­te Ge­ne­ra­ti­on des kom­pak­ten SUV star­tet 2018 – und wird grö­ßer

Au­di e-tron quat­tro: strö­mungs­güns­tig ge­styl­tes Elek­tro-SUV mit ei­nem cW-Wert von 0,25

Mer­ce­des E-Klas­se Cou­pé: die No­bles­se des S-Klas­se Cou­pés ver­kürzt auf 4,83 Me­ter. Der sport­li­che Vier­sit­zer star­tet im April mit ge­duck­tem Dach und oh­ne B-Säu­len

Mer­ce­des EQ: bis zu 500 Ki­lo­me­ter Reich­wei­te

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