Su­zu­ki Ig­nis

Nach zehn Jah­ren bringt Su­zu­ki den Ig­nis zu­rück – als pfif­fi­ges Bon­sai-SUV mit ver­spiel­tem De­sign und ernst­haf­ten Ab­sich­ten

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Tho­mas Gei­ger

Au­ßer dem Na­men er­in­nert beim neu­en Su­zu­ki Ig­nis nicht mehr viel an den Klein­wa­gen von der Jahr­tau­send­wen­de. Aus dem Lang­wei­ler im For­mat des Po­lo ist ein pfif­fi­ges SUV ge­wor­den, das die Idee vom Down­si­zing wört­lich nimmt und mit 3,70 Me­tern zum Bon­sai auf der Bu­ckel­pis­te wird. Ne­ben der auf­fäl­li­gen Op­tik gibt es auch ein mun­te­res In­te­ri­eur: Bun­ter Glanz­lack setzt ein paar Farb­tup­fer, hel­le Kon­trast­flä­chen lo­ckern das ein­heit­li­che Grau auf. Zu­mal es noch zwei an­de­re De­tails gibt, mit de­nen der Ig­nis die Auf­merk­sam­keit fes­selt: Den gro­ßen, pro­mi­nent plat­zier­ten Touch­screen für Na­vi­ga­ti­on und Smart­pho­ne-In­te­gra­ti­on so­wie die in die­ser Klas­se sel­te­ne Ste­reo-Ka­me­ra hin­ter dem Rück­spie­gel, die di­ver­se Hel­fer wie den au­to­ma­ti­schen Not­brems­as­sis­ten­ten oder den zum Spur­hal­ten an­steu­ert. In Fahrt bringt den Ig­nis ein 1,2Li­ter-Vier­zy­lin­der mit 90 PS und 120 Nm, der auf Wunsch auch als Mild-Hy­brid-Ver­si­on mit knap­pen zehn Pro­zent Ver­brauchs­vor­teil ver­kauft wird. Und weil der Su­zu­ki ja ein ech­tes SUV sein will, kann man den Ig­nis zu­dem mit All­rad­an­trieb or­dern. Dann gibt es ei­ne Vis­co-Kupp­lung, mit der die Kraft bei Be­darf an die Hin­ter­rä­der ver­teilt wird, und ein ESP, das als Of­f­road-Trak­ti­ons­kon­trol­le ar­bei­tet. Doch dürf­ten Aus­flü­ge ins Ab­seits eher sel­ten sein. Statt­des­sen wird der Ig­nis – wie al­le SUV – die meis­te Zeit in der Stadt un­ter­wegs sein und den gro­ßen Kon­kur­ren­ten dort ei­ne lan­ge Na­se dre­hen. Denn hand­lich, wen­dig, leicht­gän­gig zu len­ken und über­sicht­lich ge­schnit­ten, huscht er wie­sel­flink durch je­de Lü­cke und kommt so trotz der eher ver­hal­te­nen Mo­tor­leis­tung zu­min­dest ge­fühlt schnell vor­an. Erst jen­seits des Orts­schilds lässt der Spaß merk­lich nach, weil der Mo­tor mit ho­hen Dreh­zah­len re­la­tiv laut wird, das Spurt­ver­mö­gen oben­her­aus arg zäh ist und bis zur 100er-Mar­ke im bes­ten Fall 11,8 Se­kun­den ver­ge­hen. Da­für bleibt Su­zu­ki bei den Prei­sen dem Mi­ni­ma­lis­mus treu und star­tet mit ma­ge­ren 11.900 Eu­ro. Da­für gibt es ein eben­so nack­tes wie nüch­ter­nes Ein­stiegs­mo­dell. Doch selbst mit al­len Ex­tras, All­rad- und Mild-Hy­brid-An­trieb kos­tet der Ig­nis kei­ne 20.000 Eu­ro – und wird so zum Schnäpp­chen un­ter den SUV.

FA­ZIT: klein, be­zahl­bar und für ei­nen Ge­län­de­wa­gen sehr spar­sam – und end­lich ein Au­to, mit dem Su­zu­ki buch­stäb­lich mal wie­der Far­be be­kennt.

Fre­cher Auf­tritt für Ge­län­de und Ci­ty – der ori­gi­nell ge­styl­te Su­zu­ki Ig­nis

Sau­ber ver­ar­bei­te­tes, gut aus­ge­stat­te­tes Cock­pit

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