Au­to-Be­steue­rung nach Mas­se

25/2016 | Neu­hei­ten: SUV

AUTO ZEITUNG - - CONNECTIVITY -

Wir le­ben in ei­ner Zeit, in der Un­sin­ni­ges schnell zur Mo­de oder gar zum Main­stream wird. In Be­zug auf un­se­re Au­tos wer­den seit Jah­ren in Eu­ro­pa die für die­se Re­gi­on völ­lig un­pas­sen­den SUV in den Him­mel ge­lobt. De­ren ein­zi­ger Vor­teil für al­le Nicht-Förs­ter: Das Ge­säß wird zwölf Zen­ti­me­ter hö­her über den As­phalt be­wegt. Ein Dut­zend gra­vie­ren­der Nach­tei­le will ich hier gar nicht wie­der­ho­len. In­zwi­schen än­dert die durch die per­ma­nen­te SUV-Ver­herr­li­chung be­weg­te, gro­ße und trä­ge Käu­fer­mas­se ih­re Rich­tung kaum noch. Doch viel­leicht soll­te der Staat die Be­steue­rung von Fahr­zeu­gen ja nach de­ren Mas­se vor­neh­men. Das wä­re doch mal ei­ne Chan­ce für die Ver­nunft, wür­de zu zeit­ge­mä­ße­ren Ve­hi­keln füh­ren und viel­leicht auch zu eben­sol­chen Test­be­rich­ten. Un­se­re Au­to­in­dus­trie könn­te ih­re selbst­ge­lieb­ten Mons­ter-Cars dann im­mer noch in den USA, Chi­na oder Russ­land ver­kau­fen. Bis da­hin soll­te sich un­se­re „Au­to“-Fach­pres­se ge­mäß ih­rer be­vor­zug­ten Test­ob­jek­te pas­sen­der­wei­se in „SUV“-Pres­se um­be­nen­nen. Ort­win Witt­mann Wall­hau­sen

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