Was bringt das Au­to­jahr 2017?

Un­si­che­re Zei­ten in Eu­ro­pa, ho­he In­ves­ti­tio­nen in die Elek­tro­mo­bi­li­tät und die Re­du­zie­rung des CO2-Aus­sto­ßes – das sind die Her­aus­for­de­run­gen für die Au­to­mo­bil­in­dus­trie im kom­men­den Jahr

AUTO ZEITUNG - - MEINUNG - Vol­ker Ko­erdt,

Al­len Un­ken­ru­fen zum Trotz ist das Au­to im­mer noch der Deut­schen liebs­tes Kind. Die an­dau­ern­de Dis­kus­si­on um den Die­selskan­dal, um zu ho­he Ver­brauchs­wer­te und den da­mit ver­bun­de­nen CO2-Aus­stoß konn­ten der Kon­junk­tur des Au­to­mo­bils in un­se­rem Land die­ses Jahr nichts an­ha­ben. Ein deut­li­cher An­stieg ge­gen­über dem Vor­jahr wird vor­aus­sicht­lich da­für sor­gen, dass 2016 rund 3,3 Mil­lio­nen Fahr­zeu­ge zu­ge­las­sen wer­den. Doch die Vor­zei­chen für das kom­men­de Jahr se­hen we­ni­ger gut aus. Die po­li­tisch und wirt­schaft­lich in­sta­bi­le Si­tua­ti­on in Eu­ro­pa sorgt da­für, dass die Pro­gno­sen der Ex­per­ten ver­hal­te­ner aus­fal­len. Noch ha­ben vie­le den Br­ex­it nicht ver­daut, da dro­hen in Ita­li­en ei­ne Re­gie­rungs­kri­se und in Frank­reich ein mög­li­cher Rechts­ruck. Ex­per­ten ge­hen des­halb von ei­nem Rück­gang der Zu­las­sungs­zah­len aus. Auch für man­che Her­stel­ler wird das kom­men­de Jahr kein ein­fa­ches wer­den. So muss VW end­lich die Ak­te Die­sel­ga­te schlie­ßen und ins­be­son­de­re in den USA wie­der Bo­den gut­ma­chen. Für den ewi­gen Ri­va­len Opel wird das 2017 eben­falls ein Jahr der Wei­chen­stel­lung. Nach der­zei­ti­gen Ein­schät­zun­gen wird Opel auch 2016 kei­ne schwar­zen Zah­len er­rei­chen, ob­wohl dies das gro­ße Ziel von Opel-Chef Kar­lTho­mas Ne­u­mann war. Mit gleich drei wich­ti­gen Neu­hei­ten – dem In­si­gnia und den bei­den SUV Cross­land X und Grand­land X – star­tet Opel aber ei­ne gro­ße Mo­dell­of­fen­si­ve, die der Mar­ke zum Er­folg und zu schwar­zen Zah­len ver­hel­fen muss. Auch für die Lieb­lings­mar­ke vie­ler Au­to­fans, Al­fa Ro­meo, geht es nächs­tes Jahr um viel. Die Gi­u­lia wird in al­len Mo­dell­va­ri­an­ten ver­füg­bar sein, zu­dem kommt mit dem Stel­vio das ers­te SUV in der Ge­schich­te der ita­lie­ni­schen Mar­ke. Dann zeigt sich, ob Al­fa wie Pho­enix aus der Asche durch­star­ten kann. Die VW-Kon­zern­mar­ken Sko­da und Seat ha­ben 2017 eben­falls Gro­ßes vor. So will Sko­da mit dem neu­en SUV Ko­diaq hier­zu­lan­de die 200.000erSchall­mau­er durch­bre­chen, und Seat hofft dar­auf, durch den Rü­cken­wind des Ate­ca und des neu­en Ibi­za mehr als 100.000 Ver­käu­fe hier­zu­lan­de zu er­zie­len. Bei BMW setzt man wie­der­um ho­he Er­war­tun­gen in den neu­en 5er. Wenn im Früh­jahr der neue Tou­ring auf den Markt rollt, bla­sen die Münch­ner zur Auf­hol­jagd auf Au­di und Mer­ce­des, die in Deutsch­land BMW in­zwi­schen ent­eilt sind. BMW setzt da­bei auch kon­se­quent auf ei­ne gro­ße Plug-in-Hy­bri­dF­lot­te. Hier ha­ben die Münch­ner der­zeit ein­deu­tig die Na­se vorn. Im Ver­kauf wird das im nächs­ten Jahr al­ler­dings kein gro­ßes Vo­lu­men ge­ne­rie­ren, da­für aber hilft es bei der Sen­kung des CO2-Aus­sto­ßes. Was bei den Bay­ern künf­tig im Fo­kus steht, un­ter­strich un­längst BMW-Chef Ha­rald Krü­ger, als er Jour­na­lis­ten mit den Wor­ten be­grüß­te: „Will­kom­men bei den Baye­ri­schen Elek­tro-Mo­to­ren-Wer­ken.“Auch die AU­TO ZEI­TUNG geht mit ei­ni­gen Ver­bes­se­run­gen in das neue Jahr. Wir ha­ben die Le­se­füh­rung op­ti­miert, das gra­fi­sche Er­schei­nungs­bild über­ar­bei­tet und zu­sätz­li­che Ver­brauchs­mes­sun­gen ein­ge­führt – und mit 264 Sei­ten für Sie ein ganz di­ckes Weih­nachts­pa­ket ge­schnürt.

Wich­ti­ges Au­to für Opel: Der Cross­land X star­tet nächs­tes Jahr – er ba­siert auf dem Peu­geot 3008

Auf der Platt­form des neu­en VW Po­lo will Seat mit dem Ibi­za 2017 Er­fol­ge fei­ern

BMW bringt mit dem i8 Ca­brio den ers­ten of­fe­nen Plug-in­Hy­brid auf den Markt

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