Por­sche 911 Car­re­ra S Ca­brio

Mit ex­zel­len­tem Bi­tur­bo-An­trieb, atem­be­rau­ben­den fahr­dy­na­mi­schen Ei­gen­schaf­ten und ei­nem Schuss Renn­sport­tech­nik sucht der El­fer im Sport­wa­gen-Me­tier sei­nes­glei­chen

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Paul Eng­lert

ge­gen Cor­vet­te Stin­gray Ca­brio

in punc­to fahr­dy­na­mik macht dem el­fer so schnell kei­ner et­was vor

Der Por­sche 911 ist seit mehr als 53 Jah­ren der In­be­griff des Sport­wa­gens, und schon so man­ches Mal bis­sen sich die Mit­be­wer­ber an ihm die Zäh­ne aus. Ganz gleich, ob der Sport­ler aus Zuf­fen­hau­sen als Cou­pé, Tar­ga oder wie hier in Form des 911 Car­re­ra S Ca­brio­let in Open-AirVer­si­on an­trat. Doch die Kon­kur­renz schläft be­kannt­lich nicht, und so schickt sich das beim Ein­stands­preis deut­lich güns­ti­ge­re Chev­ro­let Cor­vet­te Stin­gray Ca­brio­let an, dem le­gen­dä­ren El­fer Bei­ne zu ma­chen. Die Face­lift-Ver­si­on der ak­tu­el­len Por­sche 991-Ge­ne­ra­ti­on fährt als Ca­brio­let in der SVer­si­on mit 420 PS star­kem Dreili­ter-Bi­tur­boBo­xer in­klu­si­ve Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be (PDK) vor. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit von 304 km/ h ist ei­ne glaub­haf­te An­sa­ge, denn schon der An­tritt des Bi­tur­bo-Bo­xers mit sechs Zy­lin­dern ist ful­mi­nant. Mit der PDK-Launch-Con­trol und dem Sport-Chro­no-Pa­ket brennt der Heck­trieb­ler ei­ne 3,8-Se­kun­den-Zeit von 0 auf 100 km/ h in den As­phalt. Hier hat die 466 PS star­ke Chev­ro­let Cor­vet­te mit 4,4 Se­kun­den und 280 km/ h Spit­ze das kla­re Nach­se­hen. Im Ver­ein mit dem na­he­zu völ­lig oh­ne Zug­kraft­un­ter­bre­chung schal­ten­den Sie­ben-Gang-Por­sche-Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be wan­delt der El­fer fahr­dy­na­misch ir­gend­wo zwi­schen Stra­ßen- und Renn­fahr­zeug, zu­mal der neu ent­wi­ckel­te und von zwei Borg-War­ner-Tur­bo­la­dern druck­be­at­me­te 3,o-Li­ter-Bo­xer höchst spon­tan auf Gas­be­feh­le re­agiert und Druck in al­len Le­bens­la­gen bie­tet. Da kann die Cor­vet­te trotz ge­wal­ti­gem, wun­der­bar klin­gen­dem 6,2-Li­terV8 mit 466 PS und 630 Nm ma­xi­ma­lem Dreh­mo­ment (911: 500 Nm) so­wie Acht-Stu­fen-Au­to­ma­tik nicht mit­hal­ten. Die Na­se vorn hat das 911 Car­re­ra S Ca­brio­let auch fahr­werks­sei­tig, wenn­gleich die Un­ter­schie­de klei­ner als er­war­tet aus­fal­len. Sie zei­gen sich ins­be­son­de­re im Grenz­be­reich, wenn der Por­sche noch spon­ta­ner und di­rek­ter ein-

lenkt, dem Fah­rer mehr Rück­mel­dung und das Ge­fühl gibt, ei­ne Spur fes­ter mit dem As­phalt ver­bun­den zu sein. Wie­der ein­mal hat Por­sche al­les in den Test­wa­gen ge­packt, was die Fahr­dy­na­mik-Ab­tei­lung ge­gen Auf­preis zu bie­ten hat – zum Bei­spiel Kar­bon-Ke­ra­mik-Brem­sen, ak­ti­ve Mo­tor­la­ger oder die Hin­ter­achs­len­kung. Da­mit schlägt der El­fer die Cor­vet­te auf dem Hand­ling­kurs um 0,5 Se­kun­den und we­delt 0,8 km/ h schnel­ler durch die Sla­lom­gas­se. Und auch beim Ka­pi­tel Brem­sen hat er – wenn auch knapp – die Na­se vorn. Mit der be­reits her­vor­ra­gen­den Stan­dard­be­stuh­lung und erst recht mit den op­tio­na­len va­ria­blen Sport­sit­zen ist der 911 zu­dem in Sa­chen Sitz­kom­fort Spit­zen­rei­ter. Und selbst oh­ne sei­ne bei­den Not­sit­ze im Fond wür­de der El­fer die Cor­vet­te auch noch beim Rau­m­an­ge­bot schla­gen. Kurz­um: Der of­fe­ne El­fer ist in sei­ner sieb­ten Ge­ne­ra­ti­on per­fek­ter denn je.

Im 911-Car­re­ra-Cock­pit kommt ein Hauch von Jet-Fee­ling auf. Re­a­dy for ta­ke-off!

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