BMW M3 Com­pe­ti­ti­on

Wie kaum ein an­de­res Au­to steht der M3 bei BMW für sport­li­che Fahr­dy­na­mik schlecht­hin, ge­paart mit be­geis­tern­der Mo­to­ren­tech­nik und sou­ve­rä­ner Per­for­mance

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Micha­el God­de

ge­gen Al­fa Gi­u­lia Qua­drifo­glio

der m3-mo­tor ist qu­ell der lust für land­stras­se und renn­stre­cke zugleich

Seit mehr als 30 Jah­ren steht die Mo­dell­be­zeich­nung M3 für au­to­mo­bi­le Fas­zi­na­ti­on der Ex­t­ra­klas­se. Die Be­geis­te­rung für die baye­ri­schen Sport­mo­del­le be­ruht so­wohl auf über­ra­gen­der spor­ti­ver Fahr­dy­na­mik als auch auf be­son­ders fei­ner Mo­to­ren­tech­nik. Ein Pa­ra­de­bei­spiel für die ge­konn­te Fort­füh­rung die­ser Tra­di­ti­on ist der ak­tu­el­le BMW M3 mit Com­pe­ti­ti­on-Pa­ket, 450 PS stark und 280 km/ h schnell. Klar den M3 im Vi­sier hat der neue Al­fa Ro­meo Gi­u­lia Qua­drifo­glio V6. Mit 510 PS ist er glatt 60 PS stär­ker als der BMW M3 und setzt eben­so wie die­ser auf Bi­tur­bo-Tech­nik. Doch wäh­rend die Gi­u­lia über ei­nen 2,9-Li­ter-V6 ver­fügt, pflegt BMW beim M3 die Haus­kul­tur der le­gen­dä­ren Rei­hen­sechs­zy­lin­der, in die­sem Fall in Form ei­nes 3,0-Li­ter-Trieb­werks. Der M3-Rei- hen­sech­ser klingt durch sei­ne Sport­ab­gas­an­la­ge be­reits im Stand sehr au­then­tisch, hängt zu­dem noch deut­lich sen­si­bler am Gas als der Al­fa und packt oben­drein schon knapp über Leer­lauf­dreh­zahl mäch­tig an. Da­zu dreht er in bes­ter Mo­tor­sport­ma­nier lo­cker über 7000 Tou­ren und bie­tet au­ßer­dem noch die fei­ne­re Lauf­kul­tur als der mit spür­ba­ren Vi­bra­tio­nen agie­ren­de V6 der Ita­lie­ne­rin. Dass sich der M3-Bi­tur­bo so gut in Sze­ne set­zen kann, liegt aber auch an sei­nem bei nied­ri­gen Dreh­zah­len ge­las­sen ar­bei­ten­den und bei ho­hen Dreh­zah­len eben­so schnell wie auf­merk­sam agie­ren­den Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be. Hier ver­weist er den mit ei­nem et­was ha­ke­lig zu schal­ten­den ma­nu­el­len Sechs­gang-Ge­trie­be aus­ge­stat­te­ten Al­fa er­neut in die Schran­ken. Zu­dem be­schleu­nigt der BMW M3 bes­ser und ver­braucht im Test auch noch 0,7 Li­ter we­ni­ger. Le­dig­lich bei Top­speed zieht der Al­fa mit 307 km/ h am 280 km/ h schnel­len M3 vor­bei. Der M3 Com­pe­ti­ti­on be­geis­tert frei­lich dann am meis­ten, wenn er auf die Renn­stre­cke ein­biegt. Dort baut er mehr me­cha­ni­schen Grip auf als sein Kon­tra­hent und ent­lässt sei­ne 450

PS bes­ser do­sier­bar an die Hin­ter­rä­der. Oben­drein ist sei­ne Len­kung ein Mus­ter­bei­spiel an Rück­mel­dung, Ru­he und Trans­pa­renz. Auch nach meh­re­ren schnel­len Run­den trifft der M3 noch ziel­si­cher die Li­nie, bleibt am Li­mit lan­ge neu­tral und ist da­bei irr­sin­nig schnell. Sein Grenz­be­reich ist bes­ser ein­zu­schät­zen und der Bay­er ver­wöhnt mit ei­nem sanf­te­ren Über­gang ins Über­steu­ern als der Al­fa. Kurz­um: Er lässt sich mit dem Gas­pe­dal förm­lich mil­li­me­ter­ge- nau di­ri­gie­ren. Le­dig­lich im Ka­pi­tel Brem­sen ver­mag sich der Al­fa vor den M3 zu set­zen, in­dem er kalt wie warm die bes­se­ren Wer­te lie­fert. Top sind die Sport­sit­ze des M3, der zu­dem auch noch den Pas­sa­gie­ren im Fond die be­que­me­re Un­ter­brin­gung bie­tet, und last but not least kann die Ita­lie­ne­rin auch bei der Si­cher­heits­aus­stat­tung nicht ganz mit­hal­ten. Ne­bel­schein­wer­fer oder et­wa ein Un­fall­f­rüh­er­ken­nungs­sys­tem gibt es nicht.

Ex­zel­len­te Er­go­no­mie und ex­qui­si­te Ver­ar­bei­tung ge­hen im M3 Hand in Hand

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