Le­xus LC 500

Le­xus bringt im Som­mer 2017 den Lu­xus-GT LC mit bis zu 477 PS nach Deutsch­land. Ers­te Aus­fahrt im LC 500

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Paul Eng­lert

Yo­shia­ki Ito kneift die Au­gen zu, presst die Lip­pen zu­sam­men, ver­harrt ei­nen Mo­ment, dann schießt es förm­lich aus ihm her­aus: „Per­for­mance.“Klar, dass der bei Le­xus für Fahr­dy­na­mik zu­stän­di­ge Ent­wick­ler Wert auf Leis­tung legt. Man merkt ihm an, wie lei­den­schaft­lich er mit dem The­ma um­geht. Sein jüngs­tes Pro­jekt der Lei­den­schaft heißt LC, ein GT der Gat­tung Lu­xus-Cou­pé, zu der auch BMW 6er und Ma­se­ra­ti GranTu­ris­mo ge­hö­ren. Was vor fünf Jah­ren als Stu­die LC ge­zeigt wur­de, steht nun, op­tisch le­dig­lich leicht ent­schärft, als Le­xus LC 500 mit 477 PS star­kem V8Saug­mo­tor auf dem As­phalt, zum Ein­stei­gen be­reit, Vor­se­ri­en-Sta­di­um. Markt­start ist erst im Au­gust 2017. Le­xus pro­du­ziert den LC im Werk Mo­to­ma­chi, wo auch der le­gen­dä­re LFA ge­fer­tigt wur­de. Die Flos­kel „Vom Band lau­fen“wä­re für Yo­shia­ki Ito und al­le be­tei­lig­ten Ent­wick­ler und De­si­gner ei­ne Ohr­fei­ge, denn die Ma­te­ri­al- und Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät des LC ist for­mi­da­bel. Au­ßer­dem pas­sen die tief in­stal­lier­ten Sit­ze na­he­zu per­fekt, die Lenk­rad­po­si­ti­on ist elek­trisch ex­akt jus­tier­bar – der idea­le Ar­beits­platz für sport­lich Ori­en­tier­te und Langstre­cken-Fah­rer. Ab­roll- und Fe­de­rungs­kom­fort pas­sen gut zum 2+2-sit­zi­gen GT. Doch auf kur­vi­gen Land­stra­ßen legt er sich so en­thu­si­as­tisch in Kur­ven, dass man die 1,9 Ton­nen Leer­ge­wicht bei­na­he ver­gisst. Zum sou­ve­rä­nen Fahr­ge­fühl trägt ne­ben den 21-Zoll-Wal­zen mit Not­lauf­ei­gen­schaf­ten (Run­flat) von Bridges­to­ne auch das Fahr­werk mit drei Dämp­fer­ein­stel­lun­gen bei. In der Kom­fort­stel­lung ver­ar­bei­tet der LC 500 Une­ben­hei­ten er­staun­lich gut, selbst die Sport-Mo­di sind nicht zu hart aus­ge­legt. Die Len­kung al­ler­dings wirkt im­mer mi­ni­mal trä­ge, was zu ei­nem GT passt, ge­nau­so wie der Fünfli­ter-V8. Der drückt von un­ten her­aus so herr­lich bis­sig an, hängt gie­rig am Gas, dreht bis 7300 Tou­ren und klingt, ja, wie ein V8 eben klin­gen muss – bas­sig, me­tal­lisch und vo­lu­mi­nös. Un­ter Last ist der Klang raum­fül­lend, mit En­d­rohr-Ge­plap­per im Schub­be­trieb und Schnal­zern bei Schalt­wech­seln der neu­en, schnell und un­auf­fäl­lig ar­bei­ten­den Zehn­stu­fen-Au­to­ma­tik von Ai­sin via mas­si­ver Vo­lant-Wip­pe aus Ma­g­ne­si­um. Kei­ne Fra­ge, war­um Yo­shia­ki Ito ei­ne sol­che Lei­den­schaft für den LC 500 ent­wi­ckelt.

Ka­me­ra-Ma­gnet: Das schnit­ti­ge LC-De­sign ist ex­trem auf­fäl­lig

Im LC (hier die Ja­pan-Ver­si­on) sitzt man kom­for­ta­bel und gut in­te­griert – zu­min­dest vorn

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