Re­nault Mé­ga­ne Grand­tour und Re­nault Scé­nic

Re­nault hat ei­nen klas­si­schen Kom­bi so­wie ei­nen coo­len Cross­over­Van im Sor­ti­ment. Ist der Scé­nic nur schi­cker oder auch prak­ti­scher?

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S cé­nic – die­ser Na­me stand bei Re­nault bis­lang nicht un­be­dingt für auf­re­gen­des De­sign, son­dern eher für be­son­ders viel­sei­ti­ge und ex­trem prak­tisch ver­an­lag­te Van-De­ri­va­te in der Kom­pakt­klas­se. Das soll sich mit dem ak­tu­el­len Mo­dell än­dern: Mit fri­schem Sty­ling ir­gend­wo zwi­schen Van und SUV will der Scé­nic neue In­ter­es­sen­ten­krei­se er­schlie­ßen. Für die Prag­ma­ti­ker im Kun­den­stamm gibt es schließ­lich den Mé­ga­ne Grand­tour, der fast ge­nau­so ge­räu­mig ist und über 2000 Eu­ro we­ni­ger kos­tet. Im Ver­gleich tre­ten bei­de Au­tos mit ei­nem 1,6 Li­ter gro­ßen Tur­bo­die­sel an, der je­weils 130 PS leis­tet und es auf 320 Nm Dreh­mo­ment bringt. Da­mit sind die zwei Fa­mi­li­en­kut­schen durch­aus flott un­ter­wegs. Sie ren­nen, wenn es sein muss, knapp 200 km/ h und be­schleu­ni­gen aus dem Stand in rund zehn Se­kun­den auf Tem­po 100. Die et­was bes­se­ren Mess­wer­te des Mé­ga­ne spürt man im All­tag da­bei kaum. Auch beim The­ma Ver­brauch fal­len die Un­ter­schie­de zwi­schen den bei­den Kon­tra­hen­ten ge­rin­ger aus, als man er­war­ten könn­te. Auf un­se­rer Test­run­de war der Kom­bi zwar 0,3 Li­ter spar­sa- mer, doch wer es dar­auf an­legt, kann den knapp 150 Ki­lo schwe­re­ren und grö­ße­ren Scé­nic ge­nau­so spar­sam be­we­gen, wie un­se­re Spar­fuchsRun­de be­legt. Je öf­ter man die bei­den in­des schnell über die Au­to­bahn jagt, des­to grö­ßer wird die Dif­fe­renz zu­guns­ten des Mé­ga­ne. Aber we­der der Grand­tour noch der Cross­over­Van sind zum Ra­sen ge­bo­ren, son­dern eig­nen sich bes­ser zum ru­hi­gen Rei­sen. Das un­ter­mau­ert auch der er­freu­lich kul­ti­vier­te Lauf des Vier­zy­lin­der-Selbst­zün­ders. Ho­he Dreh­zah­len ge­hen ihm zwar pro­blem­los von der Kur­bel­wel­le, doch weil er dank des Tur­bo­la­ders mit va­ria­bler Geo­me­trie trotz des re­la­tiv klei­nen Hu­b­raums schon früh ein be­acht­li­ches Dreh­mo­ment rea­li­siert, be­wegt man sich meis­tens un­ter­halb von 3000 Tou­ren. Das senkt Ver­brauch und Ge­räusch glei­cher­ma­ßen. Als un­ein­ge­schränkt rei­se­taug­lich er­wei­sen sich zu­dem die Sit­ze – je­weils mit op­tio­na­ler Mas­sa­ge­funk­ti­on, die im Mé­ga­ne-Test­wa­gen (Bose-Aus­stat­tung) mehr Sei­ten­halt bie­ten, im Scé­nic (auch Bose) mit mehr Bein­auf­la­ge und an­schmieg­sa­me­rer Pols­te­rung glän­zen. Hin­zu kommt die auf Dau­er ent­span­nend wir­ken­de auf­rech­te Sitz­po­si­ti­on am Lenk­rad des Vans, die dem Fah­rer zu­gleich ei­nen bes­se­ren Über­blick über das Ver­kehrs­ge­sche­hen ge­währt. Beim Ein­par­ken je­doch wen­det sich das Blatt: Der kom­pak­te­re Kom­bi lässt sich be­son­ders nach vorn leich­ter ab­schät­zen.

Der Scé­nic wiegt nur knapp 150 kg mehr. Das ist o. k.

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