To­yo­ta C-HR

Mit dem neu­en C-HR drängt To­yo­ta mit ei­ner reiz­vol­len Al­ter­na­ti­ve ins Seg­ment der kom­pak­ten SUV. Im Test die Ein­stiegs­va­ri­an­te mit 116 PS star­kem Tur­bo­ben­zi­ner

AUTO ZEITUNG - - INHALT -

Cou­pé High-Ri­der– das be­deu­tet so viel wie hoch­ge­setz­tes Cou­pé. Und die Ab­kür­zung da­für dient dem jüngs­ten Mo­dell von To­yo­ta als Na­me. Mit sei­ner mar­kan­ten For­men­spra­che hebt sich der 4,36 Me­ter lan­ge Vier­tü­rer rein op­tisch deut­lich von sei­nen Wett­be­wer­bern im Seg­ment der kom­pak­ten SUV ab. Der dy­na­misch ge­zeich­ne­te C-HR soll da­bei kei­nes­wegs nur die Rol­le ei­nes Ni­schen­mo­dells oder Des­gi­ner­stücks spie­len, son­dern sich zu ei­nem der Kern­mo­del­le der Mar­ke ent­wi­ckeln.

Gu­tes Platz­an­ge­bot im hoch­wer­ti­gen In­nen­raum

Wer im To­yo­ta C-HR Platz nimmt, ver­steht so­fort, was mit High-Ri­der ge­meint ist, fin­det er sich doch in ei­ner ho­hen Sitz­po­si­ti­on wie­der. Auf dem nicht hö­hen­ein­stell­ba­ren Bei­fah­rer­sitz kommt man dem Fahr­zeug­dach da­bei noch ein we­nig nä­her als auf der Fah­rer­sei­te – bei über 1,90 Me­ter Kör­per­grö­ße kön­nen die Haar­spit­zen schon mal Kon­takt zum Dach­him­mel auf­neh­men. Der we­ni­ge Zen­ti­me­ter tie­fer sit­zen­de Pi­lot hat die­se Pro­ble­me nicht, wünscht sich da­für aber et­was mehr ver­ti­ka­len Spiel­raum in der Lenk­rad­ein­stel­lung. Das sind aber auch schon die ein­zi­gen klei­ne­ren Kri­tik­punk­te, denn in dem ele­gant ge­stal­te­ten In­te­ri­eur fühlt man sich auf An­hieb wohl. Da­zu tra­gen auch De­tails wie die auf­ge­schäum­te obe­re Hälf­te des Ar­ma­tu­ren­trä­gers bei, die den hoch­wer­ti­gen Ein­druck der Ein­rich­tung un­ter­strei­chen. Trotz der nach hin­ten ab­fal­len­den Dach­li­nie kön­nen auch die Mit­fah­rer auf der Rück­bank nicht über man­geln­de Platz­ver­hält­nis­se kla­gen. Ab­ge­se­hen vom seg­ment­ty­pisch nicht all­zu üp­pi­gen Knie­raum rei­sen im Fond zwei Per­so­nen auch über längere Etap­pen be­quem. Der Kof­fer­raum ver­fügt über ein pra­xis­taug­li­ches For­mat, sein Vo­lu­men lässt sich durch Um­klap­pen der se­ri­en­mä­ßig asym­me­trisch ge­teil­ten Rück­bank von 377 auf bis zu 1160 Li­ter er­wei­tern. Das auf­ge­räum­te Cock­pit mit dem fest­ste­hen­den zen­tra­len 4,2-Zol­lTouch­screen er­mög­licht nach nur kur­zer Ein­ge­wöh­nungs­zeit ei­ne pro­blem­lo­se Be­die­nung. Die Mehr­zahl der As­sis­tenz­sys­te­me so­wie die drei Fahr­mo­di (Nor­mal, Sport und ECO) las­sen sich per Lenk­rad­t­as­ten auf dem zwi­schen Dreh­zahl­mes­ser und Ta­cho­me­ter plat­zier­ten In­fo­dis­play auf­ru­fen und ein­stel­len.

Dreh­freu­di­ger Tur­bo­mo­tor, mun­te­re Per­for­mance

Als An­trieb steht für den To­yo­ta C-HR ne­ben ei­ner Hy­brid-Ein­heit mit 122 PS ak­tu­ell ein­zig ein 1,2 Li­ter gro­ßer Vier­zy­lin­der-Ben­zi­ner mit Tur­bo­auf­la­dung zur Ver­fü­gung, der sich op­tio­nal mit stu­fen­lo­sem Au­to­ma­tik-Ge­trie­be (1300 Eu­ro) und All­rad­an­trieb (2000 Eu­ro) kom­bi­nie­ren lässt. Aber in der Stan­dard­kom­bi­na­ti­on mit ex­akt und kna­ckig schalt­ba­rem ma­nu­el­len Sechs­gang-Ge­trie­be ist die­se 116-PS- Ein­stiegs­mo­to­ri­sie­rung die deut­lich fahr­ak­ti­ve­re An­triebs­ein­heit. Ab et­wa 2000 Tou­ren hängt das Trieb­werk gut am Gas und dreht mun­ter bis zum Ein­set­zen des Dreh­zahl­be­gren­zers bei 5800 Um­dre­hun­gen hoch. Mit ei­ner Be­schleu­ni­gung von null auf 100 km/ h in 10,5 Se­kun­den und ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit von 190 km/ h braucht sich der sport­lich auf­tre­ten­de C-HR im Ver­gleich mit di­rek­ten Ri­va­len kei­nes­falls zu ver­ste­cken. Hin­zu kommt der er­freu­lich spar­sa­me Um­gang mit dem Kraft­stoff. Auf der Stan­dard­ver­brauchs­run­de der AU­TO ZEI­TUNG ge­neh­migt sich der C-HR 1.2 Tur­bo nur 7,6 Li-

ter Su­per pro 100 Ki­lo­me­ter. Wer die Au­to­bahn mei­det und in der Stadt so­wie über Land auch nur et­was Zu­rück­hal­tung an den Tag legt, kann sich pro­blem­los bis in die Nä­he des EU-Ver­brauchs (6,9 Li­ter) vor­ar­bei­ten oder die­sen so­gar un­ter­bie­ten. Hier­bei hilft nicht nur der ECO-Fahr­mo­dus, in dem die Ga­s­an­nah­me be­son­ders mo­de­rat er­folgt und die Kli­ma­an­la­gen­steue­rung auf Ef­fi­zi­enz ge­trimmt wird. Auch die ver­schie­de­nen auf dem Zen­tral­bild­schirm ab­ruf­ba­ren Sta­tis­tik- und Ana­ly­se­funk­tio­nen un­ter dem Me­nü­punkt Rei­se­infor­ma­tio­nen un­ter­stüt­zen den Fah­rer.

Ge­lun­ge­ne Kom­bi­na­ti­on aus Dy­na­mik und Kom­fort

Sei­nem sport­li­chen Äu­ße­ren ent­spre­chend bringt der C-HR ein ho­hes Maß an fahr­dy­na­mi­schen Qua­li­tä­ten mit. Die Len­kung ist di­rekt und bie­tet viel Rück­mel­dung, Kur­ven um­run­det der Ja­pa­ner mit ge­rin­ger Sei­ten­nei­gung. Trotz sport­li­cher Gr­und­ab­stim­mung über­zeugt das Fahr­werk mit den auf dem Test­wa­gen mon­tier­ten 18-Zoll-Rä­dern mit ei­nem gu­ten Fe­de­rungs­kom­fort. Nur kur­ze Stö­ße drin­gen zum Teil durch – ei­ne Ten­denz, die mit stei­gen­dem Tem­po ab­nimmt. Zu den wei­te­ren Plus­punk­ten zählt das an­ge­nehm nied­ri­ge Ge­räusch­ni­veau. Der Mo­tor ar­bei­tet akus­tisch sehr zu­rück­hal­tend, auf der Au­to­bahn fällt le­dig­lich ein leich­tes Säu­seln des Winds auf. Be­reits in der Ba­sis­aus­stat­tung ver­fügt der C-HR über ei­nen ad­ap­ti­ven Tem­po­ma­ten und ei­nen Not­brems­as­sis­ten­ten. In der Top­ver­si­on ist ein au­to­ma­ti­scher Par­kas­sis­tent ent­hal­ten. Emp­feh­lens­wert ist zu dem das LEDLicht­pa­ket für 890 Eu­ro.

Kurz und bün­dig Ver­kaufs­start: Ja­nu­ar 2017 Grund­preis: ab 21.990 € High­lights: üp­pi­ge Se­ri­en­aus­stat­tung mit Not­brems­as­sis­ten­ten

Der ver­hält­nis­mä­ßig leicht zu­gäng­li­che Kof­fer­raum lässt sich von 377 Li­tern durch Um­klap­pen der Rück­bank bis auf ma­xi­mal 1160 Li­ter ver­grö­ßern

Ei­ne Rück­fahr­ka­me­ra ist nur in der Ba­sis nicht se­ri­en­mä­ßig an Bord. Die Fond­pas­sa­gie­re rei­sen be­quem auf der gut kon­tu­rier­ten Rück­sitz­bank

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