Ver­netzt in die Zu­kunft

1 & 2/2017 | Con­nec­tivi­ty: neue, in­no­va­ti­ve Ver­net­zungs­tech­no­lo­gie von Zu­lie­fe­rer ZF

AUTO ZEITUNG - - REPORTAGE · MIT DEM NISSAN GT-R ZUM MOUNT FUJI -

Auch aus Sicht ei­nes Skep­ti­kers gut ge­mach­ter Ar­ti­kel – so sieht wohl un­se­re au­to­mo­bi­le Zu­kunft aus. Grund­le­gen­de Vor­aus­set­zung für das Ge­lin­gen die­ser Ver­net­zungs­tech­no­lo­gie bleibt aber nach wie vor vor­ran­gig der Fak­tor Auf­merk­sam­keit im öf­fent­li­chen Ver­kehrs­raum, so wie es frü­her mal war. Al­so sel­ber schau­en und nicht aufs Han­dy star­ren. Aber ge­nau dies darf man ja schon heu­te be­kla­gen: Vie­le ste­hen völ­lig los­ge­löst von ih­rer Um­ge­bung mit ge­senk­tem Haupt auf Fahr­rad­we­gen, vor Roll­trep­pen-Zu­gän­gen und Zu­fahr­ten. Die meis­ten lau­fen so­gar auch so und set­zen ein- fach vor­aus, dass al­le an­de­ren aus­wei­chen. Nicht sel­ten wird man so­gar an­ge­pö­belt, wenn man das nicht macht. Ihr Bild auf Seite 101 mit den „auf­merk­sa­men“Fuß­gän­gern stärkt mei­ne Skep­sis eben­so wie der sich als Geis­ter­fah­rer auf ei­nem Fuß­gän­ger­über­gang un­ter­wegs be­find­li­che Rad­fah­rer auf Seite 103. Mei­nes Erach­tens wä­ren gro­ße Tei­le die­ses kom­ple­xen Sys­tems mit den „rich­ti­gen“Teil­neh­mern (et­was mehr Kin­der­stu­be und Ver­kehrs­er­zie­hung) ei­gent­lich über­flüs­sig. Aber an die­sem Punkt sind wir wohl schon „vor­bei­ge­dad­delt“. Mar­ti­na Preis Berlin

Ich stel­le mir ernst­haft die Fra­ge, ob ei­ni­ge Ent­wick­ler in­zwi­schen wirk­lich von Sin­nen sind. Im Stadt­ver­kehr sol­len al­so künf­tig Au­to­fah­rer, Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger sich – stän­dig auf ihr Smart­pho­ne glot­zend oder hö­rend – da­vor war­nen las­sen, dass ein an­de­rer Ver­kehrs­teil­neh­mer in ei­ni­gen Se­kun­den auf­tau­chen wird und even­tu­ell ei­ne Kol­li­si­ons­ge­fahr dar­stellt. Die „hoch­in­tel­li­gen­te“App emp­fiehlt dann dem ver­meint­li­chen Voll­trot­tel, ge­nannt User, doch vor­sichts­hal­ber den Kopf zu he­ben und sich um­zu­schau­en. Ja, geht’s noch? Viel­leicht klappt es auch so, wie der Mensch es bis vor we­ni­gen Jah­ren noch ge­macht hat: Als Ver­kehrs­teil­neh­mer be­nutzt er sein Ge­hirn und sei­ne Sin­ne, die da hei­ßen Se­hen, Hö­ren, Füh­len, er han­delt vor­aus­schau­end, ge­paart mit Er­fah­rung, Vor­sicht und lo­gi­schem Den­ken und ist da­mit – dank der Evo­lu­ti­on von Mil­lio­nen von Jah­ren – je­der App und je­dem „Su­per­com­pu­ter“haus­hoch über­le­gen. Vor­aus­set­zung: Man ist nicht be­trun­ken, man hört und sieht noch gut und glotzt eben NICHT auf sein Smart­pho­ne, son­dern ach­tet auf die Stra­ße und das Um­feld. Es muss al­so viel­mehr hei­ßen: Smart­pho­ne AUS, Ge­hirn EIN statt um­ge­kehrt. Rai­ner Mant­lik Stadt­ber­gen

Zur Stei­ge­rung der Si­cher­heit al­ler Ver­kehrs­teil­neh­mer könn­ten die­se künf­tig mit­ein­an­der ver­netzt sein

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