Trio statt One-Man-Show

AUTO ZEITUNG - - SPORT · FORMEL 1 -

Der Kö­nig ist tot – lang le­ben die Kö­ni­ge. Ber­nie Eccles­to­nes Job wird künf­tig von drei Ma­na­gern ge­macht. An vor­ders­ter Front: Cha­se Ca­rey. Der 62-jäh­ri­ge Ame­ri­ka­ner ist der neue Boss der For­mel 1. Er ge­hört zu Li­ber­ty Me­dia. Die In­vest­ment­Grup­pe, die der US-ame­ri­ka­ni­sche Me­di­en­zar John Ma­lo­ne be­sitzt, hat am 17. Ja­nu­ar wei­te­re 16,6 Pro­zent der An­tei­le der F1-Hol­ding Del­ta Top­co ge­kauft. Da­mit stock­te Li­ber­ty Me­dia sei­ne im Vor­jahr er­wor­be­nen An­tei­le auf 35,3 Pro­zent auf und be­sitzt nun al­le Stimm­rech­te. Erst da­durch wur­de Eccles­to­nes Exis­tenz ob­so­let. Ca­rey zur Sei­te ste­hen zwei wei­te­re Ma­na­ger. Zum ei­nen Se­an Brat­ches: Der Ame­ri­ka­ner kommt vom TVS­port­sen­der ESPN und soll sich als Ge­schäfts­füh­rer künf­tig um Rech­te­ver­kauf, Mar­ke­ting so­wie Prä­senz in den di­gi­ta­len Me­di­en der Kö­nigs­klas­se küm­mern. Zum an­de­ren Ross Brawn: Für den eins­ti­gen Ren­nin­ge­nieur und Tech­nik­chef, der Te­am­chef von Fer­ra­ri so­wie Brawn und zu­letzt Mer­ce­des (2010 bis 2013) war, be­deu­tet der neue Job ei­ne Rück­kehr in die For­mel 1 auf Top-Le­vel. Der 62-Jäh­ri­ge war in sei­ner Kar­rie­re an 19 F1-Ti­teln be­tei­ligt. Brawns Come­back war ei­ne der ers­ten Per­so­nal­ent­schei­dun­gen von Li­ber­ty Me­dia. Die Er­war­tun­gen an den En­g­län­der sind enorm. „Zu­sam­men mit Teams und Ver­an­stal­tern ha­ben wir ei­ne na­he­zu bei­spiel­lo­se Ge­le­gen­heit, für ei­ne bes­se­re For­mel 1 zu ar­bei­ten – vor al­lem aber für die Fans“, be­ton­te Ca­rey. Die For­mel 1 soll auch dank Nut­zung so­zia­ler Me­di­en künf­tig mo­der­ner, Fan­freund­li­cher und vor al­lem of­fe­ner be­trie­ben wer­den.

Füh­ren künf­tig die Ge­schäf­te der For­mel 1: Mar­ke­ting-Mann Se­an Brat­ches, CEO Cha­se Ca­rey so­wie Ross Brawn, der die Tech­nik im Au­ge be­hält (v.l.)

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