Sko­da Oc­ta­via Combi

Sko­da frischt sei­nen Best­sel­ler Oc­ta­via op­tisch auf und spen­diert ihm neue As­sis­tenz­sys­te­me so­wie mo­der­ne­re Mul­ti­me­dia-Kom­po­nen­ten. Ers­te Aus­fahrt im All­rad-Kom­bi mit 150-PS-TDI und Sie­ben­gang-DSG

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Mar­tin Ur­ban­ke

Schnör­kel­los, prak­tisch und preiswert – so las­sen sich die Kern­tu­gen­den des be­lieb­ten Mit­tel­klas­se- Mo­dells der tsche­chi­schen VW-Toch­ter zu­sam­men­fas­sen. Um es vor­weg­zu­neh­men: Dar­an än­dert das ak­tu­el­le Face­lift nichts. Die Li­ni­en­füh­rung wirkt durch die ge­schärf­ten Kon­tu­ren von Kot­flü­geln, Mo­tor­hau­be und den neu­er­dings vier­tei­li­gen Schein­wer­fern noch kla­rer, noch kan­ti­ger. Das gilt be­son­ders, wenn wie beim Test­wa­gen die ab so­fort er­hält­li­chen op­tio­na­len Voll-LED-Leuch­ten zum Ein­satz kom­men. Sie prä­gen nicht nur die Op­tik, son­dern op­ti­mie­ren die Aus­leuch­tung und strah­len je nach Si­tua­ti­on (Re­gen, Stadt, Land­stra­ße, Au­to­bahn) ei­nen an­ge­pass­ten Licht­ke­gel ab. Zu­sätz­lich blen­det ein Fern­licht­as­sis­tent (190 Eu­ro) au­to­ma­tisch auf und ab. Die Ne­bel­schein­wer­fer wan­dern als ho­ri­zon­ta­le Leuch­ten in den un­te­ren Stoß­fän­ger­teil. Im In­nen­raum ver­hel­fen Ar­ma­tu­ren mit hell­grau hin­ter­leg­ten Ska­len so­wie ein ak­tua­li­sier­tes An­ge- bot an In­fo­tain­ment-Sys­te­men mit groß­zü­gi­gen Touch­screenOber­flä­chen zu ei­ner op­ti­schen Auf­fri­schung. Au­ßer­dem gibt es je nach Aus­stat­tung neue Pols­ter­far­ben, De­ko­r­ele­men­te so­wie ei­ne in zehn Farb­tö­nen kon­fi­gu­rier­ba­re Am­bi­ente­be­leuch­tung.

Sim­ply Clever: prak­ti­sche Lö­sun­gen für den All­tag

Doch Sko­da wä­re nicht Sko­da, wenn es nicht auch mehr cle­ve­re De­tails mit prak­ti­schem Nut­zen gä­be: So fin­det sich jetzt vor dem Bei­fah­rer­sitz ein Fach mit Re­gen­schirm, den Kof­fer­raum er­hellt ei­ne her­aus­nehm­ba­re Ta­schen­lam­pe, und die Cu­phol­der ver­zah­nen sich mit PET-Fla­schen, so­dass man sie ein­hän­dig auf­schrau­ben kann. Klapp­ti­sche und zwei USBAn­schlüs­se im Fond er­gän­zen die nütz­li­chen Gim­micks. Auch dem The­ma Con­nec­tivi­ty ha­ben sich die Ent­wick­ler in­ten­siv ge­wid­met. Das Top-Ge­rät Co­lum­bus ver­eint Na­vi, Ra­dio, DVD-Spie­ler, 64-GB-SSD so­wie na­tür­lich WLAN und ein LTE-Mo­dul (bis 150 Mbit/s) mit ei­nem 9,2 Zoll gro­ßen Touch­screen. Hin­zu kom­men USB- und AUX-Ports, Blue­too­thF­rei­spre­chen, in­duk­ti­ves La­den und le­bens­lan­ge Kar­ten-Up­dates. Über den Ca­reCon­nect-Ser­vice ver­bin­det sich das Au­to mit ei­nem Call­cen­ter, das No­t­ru­fe (auch au­to­ma­tisch) ent­ge­gen­nimmt, im Pan­nen­fall as­sis­tiert oder Fra­gen rund ums Fahr­zeug be­ant­wor­tet. Die­ser Di­enst ist kos­ten­los und für 14 Jah­re ak­tiv. Im ers­ten Jahr gibt es zu­dem ei­nen Re­mo­te-Zu­griff via Smart­pho­ne, über den zum Bei­spiel die Po­si­ti­on des Au­tos oder der Sta­tus der Tank­fül­lung ab­ge­fragt wer­den kön­nen. Al­le Oc­ta­via ver­fü­gen nun se­ri­en­mä­ßig über ei­ne Ci­ty-Not­brems­funk­ti­on mit Per­so­nen­er­ken­nung, die von zehn bis 60 km/ h ei­ne Not­brem­sung aus­löst, falls ei­ne Kol­li­si­on droht. Fer­ner gibt es ei­nen Spur­wech­sel­war­ner und ei­nen An­hän­ger­ran­gier-As­sis­ten­ten, ei­nen Ran­gier­brems-As­sis­ten­ten so­wie ein Heck­ra­dar, das beim Rück­wärts­fah­ren vor Qu­er­ver­kehr warnt – und, und, und …

Beim Fah­ren spürt man in­des we­nig von den Neue­run­gen. Die jetzt um 30 Mil­li­me­ter brei­te­re Spur an der Hin­ter­ach­se lässt den von uns ge­tes­te­ten All­rad-Combi noch spur­sta­bi­ler als bis­her um die Ecken fe­gen. Die XDS+ ge­tauf­te Trak­ti­ons­kon­trol­le sorgt da­bei durch mi­ni­ma­le Brems­ein­grif­fe für ein wil­li­ges Ein­len­ken. Die ad­ap­ti­ven Dämp­fer des Test­wa­gens (DCC, 920 Eu­ro) ga­ran­tie­ren trotz al­ler Dy­na­mik ei­nen er­freu­lich gu­ten Ab­roll­kom­fort.

Erst­mals kom­bi­niert: All­rad und Sie­ben­gang-DSG

Wäh­rend der 150 PS star­ke 2.0 TDI an sich un­ver­än­dert bleibt, ar­bei­tet er nun in der All­rad-Ver­si­on mit ei­nem Sie­ben­gang-Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be (DSG, 1800 Eu­ro) zu­sam­men. Un­term Strich ei­ne gelungene Sym­bio­se, die le­dig­lich beim An­fah­ren nach ei­ner Star­tS­topp-Pau­se mit ei­nem un­nö­tig har­schen Ru­cken los­legt. Dank 340 Nm Dreh­mo­ment zieht der Oc­ta­via Combi an­sons­ten bis 180 km/ h kräf­tig und ge­las­sen los. Sein so­nor schnar­ren­des Ar­beits­ge­räusch ist zwar stets prä­sent, nervt aber nie. Den EU-Ver­brauch von nur 4,9 Li­tern konn­ten wir nicht ve­ri­fi­zie­ren: Am En­de un­se­rer ers­ten Test­fahrt zeig­te der Bord­com­pu­ter 7,3 Li­ter an. Wer kon­se­quent im Eco-Mo­dus fährt und „se­gelt“, braucht aber si­cher we­ni­ger.

Ge­än­der­te Gra­fik der Ar­ma­tu­ren, op­tio­na­les Mul­ti­me­dia-Sys­tem mit 9,2-Zoll-Touch­screen

Neu­er­dings reiht sich ein Spur­wech­sel­as­sis­tent (Blind Spot) in die Lis­te der As­sis­tenz­sys­te­me ein

Heck­an­sicht jetzt mit LED-Leuch­ten, neu­em Stoß­fän­ger und brei­te­rer Spur. Die Far­be: Quarz-Grau-Me­tal­lic (520 Eu­ro)

In den Kof­fer­raum des Oc­ta­via Combi pas­sen 610 bis 1740 Li­ter

Se­ri­en­mä­ßig: No­t­ruf, Hot­li­ne, Re­mo­te-Zu­griff per Smart­pho­ne

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