Nis­san Mi­cra Al­le Da­ten, Prei­se und Aus­stat­tun­gen

Seit 1982 steht der Nis­san Mi­cra für ein freund­li­ches Ge­sicht in der Klein­wa­gen­klas­se. Die neue Ge­ne­ra­ti­on ist nun aber auch sport­lich, schick und tech­nisch ganz vorn

AUTO ZEITUNG - - INHALT - [ TEXT Jo­han­nes Riegs­in­ger FO­TOS Archiv, Da­nie­la Loof, Wolf­gang Gro­eger-Mei­er, Werk ]

Die Din­ge än­dern sich. Wäh­rend frü­her ein Klein­wa­gen auf der gan­zen Welt nach dem Re­zept „kom­pakt, preis­güns­tig, ra­tio­nal“ge­strickt wer­den muss­te, ist mitt­ler­wei­le be­son­ders der eu­ro­päi­sche Markt ganz an­ders auf­ge­stellt. Hier gel­ten Klein­wa­gen nicht län­ger nur als mi­ni­ma­lis­ti­sche Spar­meis­ter für den klei­nen Geld­beu­tel und zu­rück­ge­nom­me­ne Be­dürf­nis­se, son­dern sie die­nen als smar­te Al­ter­na­ti­ve zu den gro­ßen Au­to­mo­bil­klas­sen. Ver­zich­tet wird al­ler­dings nur auf über­flüs­si­ges Blech und dick auf­ge­tra­ge­nes Pres­ti­ge – Pre­mi­um­Ge­fühl, Li­fe­style-An­spruch, vor al­lem aber die Tech­nik der Gro­ßen wer­den je­doch mitt­ler­wei­le trotz­dem er­war­tet. Vor al­lem bei den The­men Si­cher­heit, Kom­fort so­wie zu­neh­mend En­ter­tain­ment, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­net­zung wol­len die Kun­den kei­ne Ab­stri- che ma­chen. Mit der neu­en Ge­ne­ra­ti­on des be­reits seit 1982 er­folg­rei­chen Mi­cra möch­te Nis­san die­ser Ent­wick­lung spür­bar Rech­nung tra­gen, das Au­to wur­de in Eu­ro­pa für eu­ro­päi­sche Ge­schmä­cker ent­wi­ckelt und wird zu­sam­men mit dem Re­nault Clio in Frank­reich pro­du­ziert. Aus dem ehe­mals ja­pa­ni­schen Welt­au­to ist al­so ein über­zeug­ter Eu­ro­pä­er ge­wor­den – und das sieht man dem Mi­cra schon von au­ßen an: Das bis­her freund­li­che

Kul­ler­au­gen-Ge­sicht ist pas­sé, statt­des­sen schaut der Nis­san aus scharf ge­schnit­te­nen Schein­wer­fer-Au­gen, duckt sich mit nied­ri­ger Sil­hou­et­te auf bis zu 17 Zoll gro­ße Rä­der und setzt auf sport­li­che De­sign-Ak­zen­te wie die schwarz aus­ge­blen­de­te C-Säu­le mit in­te­grier­ten Fond­tür­grif­fen oder ei­ne Hin­ter­an­sicht mit ef­fekt­voll ge­pfeil­ten Heck­leuch­ten.

Li­fe­style und Funk­ti­on ge­hö­ren hier zu­sam­men

Auch im In­nen­raum hat Nis­san al­te Mi­ni­ma­lis­mus-Phi­lo­so­phi­en ad ac­ta ge­legt: Im neu­en Mi­cra geht es schon bei den Ein­stiegs­va­ri­an­ten recht ge­die­gen zu, und für ver­gleichs­wei­se klei­nes Geld ste­hen meh­re­re De­sign-Pa­ke­te be­reit, die Far­be und Li­fe­style ins Cock­pit pa­cken. Nichts­des­to­trotz ha­ben die Ja­pa­ner in Sa­chen Funk­tio­na­li­tät und Raum­ge­fühl kei­ne Kom­pro­mis­se ge­macht: Die nun deut­lich tie­fer ge­zo­ge­ne Dach­li­nie macht sich im Fond zwar für groß­ge­wach­se­ne Pas­sa­gie­re an­satz­wei­se be­merk­bar, doch auf den kom­for­ta­blen, lang­stre­ck­en­taug­li­chen Vor­der­sit­zen kom­men selbst Sitz­rie­sen aus­ge­spro­chen groß­zü­gig un­ter. Auch der Kof­fer­raum ge­hört mit 300 Li­tern (ma­xi­mal 1004 Li­ter bei um­ge­klapp­ten Fond­sitz­leh­nen) zu den Gro­ßen im Seg­ment. Dar­über hin­aus sind Er­go­no­mie und Ba­sis-Funk­tio­na­li­tät des neu­en Mi­cra aus­ge­zeich­net, hier wur­den al­so de­fi­ni­tiv kei­ne schnell ver­blas­sen­den Li­fe­style-Spiel­chen mit tra­di­tio­nell be­währ­ten Au­to­Wer­ten ge­trie­ben. Beim Kauf lohnt es sich aber trotz­dem, mit den ei­ge­nen Wün­schen und Be­dürf­nis­sen im Hin­ter­kopf et­was ge­nau­er hin­zu­se­hen: Nis­san sor­tiert den Mi­cra in fünf ver­schie­de­ne Aus­stat­tungs­va­ri­an­ten, die je­de für sich strin­gent und sinn­voll auf­ge­stellt ist, man­che Aus­stat­tungs­de­tails aber kon­se­quent zu­ord­net. So steht bei­spiels­wei­se das Ba­sis-Ni­veau Vi­sia für ei­nen schlan­ken Ein­stieg und star­tet ne­ben mo­der­nen Stan­dards wie ESP oder LED-Tag­fahr­licht be­reits auch mit Si­cher­heits-In­no­va­tio­nen wie ei­nem Not­brems­as­sis­ten­ten samt Kol­li­si­ons­war­ner. Da­für kommt der Mi­cra dann aber ganz scharf kal-

Se­ri­en­mä­ßig im neu­en Mi­cra:

LED-Tag­fahr­leuch­ten

ku­liert völ­lig oh­ne Ra­dio (450 Eu­ro) da­her und kann nicht ein­mal ge­gen Auf­preis mit ei­ner Kli­ma­an­la­ge kon­fi­gu­riert wer­den. Wer sein Mo­dell al­so nicht ganz be­wusst spar­ta­nisch aus­rüs­ten möch­te, muss mit dem 1600 Eu­ro teu­re­ren Vi­sia Plus rech­nen, der so­zu­sa­gen den ei­gent­li­chen Ein­stieg mar­kiert: gut aus­ge­stat­tet, le­cker ar­ran­giert, sinn­voll und zu maß­vol­len Op­ti­ons­prei­sen er­wei­ter­bar. Al­ler­dings ist die gan­ze Macht der im Mi­cra ver­füg­ba­ren Kom­fort- und Hig­htech-Aus­stat­tun­gen auch im Vi­sia Plus noch nicht er­hält­lich. Wer die Pre­mi­um-Op­tio­nen der gro­ßen Au­to­mo­bil­klas­sen ha­ben möch­te, soll­te die Aus­stat­tungs­li­nie Acen­ta ins Au­ge fas­sen, die mit

At­mo­sphä­re Lenk­rad Ge­trie­be Hoch­wer­ti­ge Ver­ar­bei­tung, De­sign-Pa­ke­te bie­ten Zie­r­ele­men­te in di­ver­sen Far­ben. Das un­ten ab­ge­flach­te Lenk­rad ist Se­rie, Mul­ti­funk­ti­ons­Be­die­nung gibt es ab Acen­ta. Al­le Mo­tor­va­ri­an­ten wer­den mit ei­nem ma­nu­el­len Fünf­gang-Ge­trie­be kom­bi­niert.

In­fo­tain­ment Vom CD-Ra­dio bis zum Na­vi­ga­ti­ons-In­fo­tain­ment­sys­tem mit 7-Zol­lTouch­screen.

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