V ol­vo V 90Cross Coun­try

Mit dem neu­en V 90 Cross Coun­try setzt Vol­vo ei­ne seit 20 Jah­ren ge­pfleg­te Tra­di­ti­on fort, Kom­bis in Of­f­roa­der zu ver­wan­deln. Test des 190 PS star­ken Ba­sis­die­sels

AUTO ZEITUNG - - INHALT -

con­nec­tivi­ty

Der Cross Coun­try ist um­fang­reich aus­ge­stat­tet. So ver­fü­gen al­le Ver­sio­nen ab Werk über das In­fo­tain­ment­sys­tem Sen­sus Con­nect mit 300-Watt-So­und­sys­tem, 9,0-Zoll-Touch­screen, Sprach­steue­rung, Blue­tooth-Frei­sprech­ein­rich­tung mit Au­dio­st­rea­m­ing, In­ter­net­zu­gang und Apps (über das ge­kop­pel­te Smart­pho­ne). CD-Play­er (110 Eu­ro), di­gi­ta­ler Ra­dio­emp­fang (430 Eu­ro), Na­vi (1170 Eu­ro) und WLAN-Hots­pot (1020 Eu­ro) kos­ten ex­tra.

Das The­ma SUV spal­tet die Na­ti­on. Die ei­nen wol­len nichts an­de­res mehr fah­ren, die an­de­ren leh­nen die oft wuch­ti­gen Ge­län­de­gän­ger als ent­behr­li­che Sprit­fres­ser ab. Vol­vo bie­tet seit mehr als 20 Jah­ren ei­nen Kom­pro­miss an: Die Schwe­den mö­beln ih­re Kom­bis – und neu­er­dings auch die Li­mou­si­nen – mit Hö­her­le­gung und rus­ti­kal wir­ken­den An­bau­tei­len zum Cross Coun­try auf. Das sieht nicht nur gut aus, son­dern macht – be­son­ders in Ver­bin­dung mit se­ri­en­mä­ßi­gem All­rad­an­trieb – auch Sinn: Im Cross Coun­try ist der Vol­vo-Ei­g­ner selbst für Tou­ren auf aus­ge­fah­re­nen Feld­we­gen und rut­schi­gen Wie­sen gut ge­rüs­tet. Här­te­re An­for­de­run­gen stel­len die Fah­rer von schrank­ho­hen Of­f­roa­dern oh­ne­hin nur sel­ten an ih­re Au­tos. Die Welt des neu­en V 90 Cross Coun­try be­ginnt bei 56.350 Eu­ro. Und ge­nau da stei­gen wir ein. Un­ser Test­wa­gen D4 AWD ist mit ei­nem 190 PS star­ken Vier­zy­lin­derTur­bo­die­sel aus­ge­stat­tet – nicht zu viel für ein Fahr­zeug, das knapp zwei Ton­nen auf die Waa­ge bringt. Das hört man dem Trieb­werk auch an: Beim vol­len Be­schleu­ni­gen auf der Au­to­bahn macht es sich mit kräf­ti­gem Brum­men be­merk­bar. Sonst ist der kul­ti­vier­te Die­sel akus­tisch nicht so prä­sent. Das sub­jek­ti­ve Ge­fühl, dass der Schwe­de eher schwer in die Gän­ge kommt, täuscht da­ge­gen: Die im Test ge­mes­se­nen 8,8 Se­kun­den für den Sprint auf Tem­po 100 er­fül­len ge­nau die Werks­an­ga­ben. Wer aber mit über 200 km/ h da­hin­pfei­len möch­te, be­nö­tigt Ge­duld.

Vol­vo-ty­pisch um­fang­rei­che Si­cher­heits­aus­stat­tung

Auch in schnell ge­fah­re­nen Kur­ven über­zeugt der Vol­vo trotz der op­tio­na­len 20-Zöl­ler (900 Eu­ro) und der Hö­her­le­gung um sechs Zen­ti­me­ter mit bra­vem Un­ter­steu­ern, gu­tem Ein­lenk­ver­hal­ten und sehr ge­rin­ger Sei­ten­nei­gung. Je­den­falls hat man nicht das Ge­fühl, in ei­nem mas­si­gen SUV zu sit­zen. Die um sechs Zen­ti­me­ter hö­he­re Fah­rer­po­si­ti­on er­mög­licht ei­ne bes­se­re Über­sicht­lich­keit. Zeit für ei­ne klei­ne Kor­rek­tur: Un­ser Test­wa­gen ist ein V 90 D4 Cross Coun­try Pro für 60.550 Eu­ro, der un­ter an­de­rem über elek­trisch ein­stell­ba­re Kom­fort­sit­ze mit Nap­pa­le­der in der ers­te Rei­he ver­fügt. Die­se sind be­quem und nicht so rut­schig wie frü­he­re Vol­vo-Sit­ze. Auf ih­nen und zu­sam­men mit den in al­len V 90 se­ri­en­mä­ßi­gen Si­cher­heits­as­sis­ten­ten, die auf der Au­to­bahn teil­au­to­no­mes Fah­ren er­mög­li­chen, kommt ent­spann­ter Langstre­cken­kom­fort auf. Das gu­te Platz­an­ge­bot ent­spricht dem des V 90, und die Ver­ar­bei­tung wirkt durch dunk­le, ex­klu­si­ve Holz­ein­la­gen fast noch wer­ti­ger. Die Be­die­nung vie­ler Funk­tio­nen wird wie bei al­len 90er-Vol­vo über ei­nen Touch­screen im Ta­blet-For­mat er­le­digt. Das will ge­lernt sein. Das Me­nü des Na­vi folgt zu­dem ei­ner ei­ge­nen Lo­gik. Ein Dreh-DrückS­tel­ler wie bei an­de­ren Pre­mium­mar­ken und ei­ne bes­se­re Sprach­steue­rung wä­ren hilf­reich.

Die voll­di­gi­ta­le In­stru­men­tie­rung mit 12,3 Zoll gro­ßem Dis­play ist Se­rie im Cross Coun­try Pro

Auf fast 4,94 Me­ter Län­ge bie­tet der Vol­vo viel Platz für Mensch und Ge­päck

Gu­te Bein­frei­heit und viel Luft über dem Schei­tel im Fond. Aus­klapp­ba­re Kin­der­sit­ze kos­ten 320 Eu­ro

Start­schal­ter, da­hin­ter lässt sich der Fahr­mo­dus wäh­len – hier gibt es auch ei­nen fürs Ge­län­de

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.