Spar­sam und güns­tig

Mit Prei­sen ab 6850 Eu­ro ist der Da­cia San­de­ro ei­nes der bil­ligs­ten Au­tos. Ge­fragt sind aber statt der Ba­sis­ver­si­on eher die kräf­ti­ge­ren Va­ri­an­ten wie der TCe 90

AUTO ZEITUNG - - WIRTSCHAFT · PSA UND OPEL -

Knapp 50.000 Da­cia wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr an deut­sche Kun­den aus­ge­lie­fert. Die ru­mä­ni­sche Re­nault-Toch­ter gilt als Be­weis, dass man auch mit kos­ten­güns­ti­ger, aber ro­bus­ter Tech­nik Er­folg ha­ben kann. Meist­ver­kauf­tes Mo­dell war 2016 der Da­cia San­de­ro, ein gut vier Me­ter lan­ger Klein­wa­gen auf Ba­sis des nicht mehr ak­tu­el­len Re­nault Clio, der im­mer­hin fast 18.000 Mal ge­or­dert wur­de. Da­mit der Er­folg an­hält, tritt der En­de 2012 ein­ge­führ­te San­de­ro seit Ja­nu­ar deut­lich über­ar­bei­tet an. Die op­tisch auf­fäl­ligs­ten Ve­rän­de­run­gen fin­den sich an der Front. Ein Küh­ler­grill mit jetzt wa­ben­för­mi­gem Git­ter und mar­kan­ten, vier­ecki­gen Ein­sät­zen so­wie die in drei Seg­men­te un­ter­teil­ten Haupt­schein­wer­fer er­in­nern be­wusst an das SUV Da­cia Dus­ter – das mit gut 15.000 Neu­zu­las­sun­gen zweiter­folg­reichs­te Mo­dell der Ru­mä­nen in Deutsch­land. Der breit ge­schnit­te­ne Küh­ler­grill, die groß­for­ma­ti­ge Kühl­luft­öff­nung in der Front­schür­ze und die weit au­ßen lie­gen­den Ne­bel­schein­wer­fer sol­len dem Klein­wa­gen ei­nen dy­na­mi­schen Auf­tritt ver­lei­hen. Auch die Op­tik der Heck­stoß­fän­ger und die der Rück­lich­ter wur­de mo­di­fi­ziert.

Spar­sam beim Preis und beim Ver­brauch

Neu un­term Blech ist ein Drei­zy­lin­der-Ben­zi­ner mit 73 PS für das Ein­stiegs­mo­dell, der den be­tag­ten 1,2 Li­ter gro­ßen Vier­zy­lin­der er­setzt. Da­mit er­reicht der San­de­ro ei­nen Norm­ver­brauch von 4,9 Li­tern. Der Drei­zy­lin­derTur­bo mit 90 PS in un­se­rem Test­wa­gen, dem Da­cia San­de­ro 90 TCe mit Start- Stopp- Sys­tem, war schon vor dem Face­lift im Ein­satz. Er kommt auf ei­nen Norm­ver­brauch von 5,8 Li­ter Su­per pro 100 Ki­lo­me­ter. Auch im Test zeigt sich der Da­cia auf der AU­TO ZEITUNGNorm­run­de mit ex­akt 6,0 Li­tern sehr ge­nüg­sam. Auf der be­son­ders be­hut­sa­men Spar­run­de oh­ne Voll­las­t­an­teil gibt sich der San­de­ro so­gar mit 4,6 Li­tern zuf­rie­den. Spar­sam­keit ist über­haupt die her­aus­ra­gen­de Ei­gen­schaft des Ru­mä­nen. Wer es ei­li­ger hat und das Gas­pe­dal kräf­tig durch­tritt, er­reicht vor al­lem ein un­wil­li­ges Brum­men und we­nig Be­schleu­ni­gungs­leis­tung. Da hel­fen nur ein en­er­gi­sches Her­un­ter­schal­ten und flei­ßi­ge Ar­beit am gut zu füh­ren­den Schalt­knauf. Die Qua­li­tätsan­mu­tung und die Ver­ar­bei­tung ma­chen aus dem Preis des Da­cia kein Ge­heim­nis. Das gilt auch für den Kom­fort auf den wei­chen Sitz­pols­tern – ei­ne or­dent­li­che Po­si­ti­on ist für den Fah­rer schwer ein­stell­bar. Da­für ist die Be­die­nung ein­fach – ein­mal ab­ge­se­hen von dem nur 180 Eu­ro teu­ren Na­vi, das über ei­nen klei­nen Touch­screen ge­steu­ert wird. Mit vier Air­bags und ESP be­frie­digt der San­de­ro in punc­to Si­cher­heit gera­de mal Grund­be­dürf­nis­se, As­sis­tenz­sys­te­me wer­den bis auf ei­ne Rück­fahr­ka­me­ra nicht an­ge­bo­ten. Auch die Brems­wer­te des Da­cia sind von ges­tern.

Graue Kunst­stof­fe do­mi­nie­ren im Cock­pit des Da­cia, das Na­vi-Dis­play ist zu tief po­si­tio­niert

San­de­ro mit neu ge­stal­te­ten Rück­leuch­ten

In der zwei­ten Rei­he fin­den auch Er­wach­se­ne aus­rei­chend Platz

Blue­tooth-An­bin­dung ist Se­rie, das Dis­play ge­hört zum Na­vi für 180 Eu­ro

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