Ran­ge Ro­ver Velar

AUTO ZEITUNG - - INHALT - Mar­tin Ur­ban­ke

Das neue, durch­ge­styl­te SUV soll die Lü­cke zwi­schen dem kom­pak­ten Evo­que und dem län­ge­ren Ran­ge Ro­ver Sport fül­len

Als die Bri­ten 1969 die ers­ten Pro­to­ty­pen des zu­künf­ti­gen Ran­ge Ro­ver auf die Stra­ße brach­ten, be­nö­tig­ten die­se kei­ne auf­wen­di­ge Tar­nung. Nie­mand hät­te das ele­gan­te SUV mit dem vier­schrö­ti­gen Ur-Lan­dy in Ver­bin­dung ge­bracht. Es ge­nüg­te, ei­nen Velar-Schrift­zug über den Küh­ler­grill zu kle­ben und das Land Ro­ver-Lo­go weg­zu­las­sen. Der Na­me be­zieht sich üb­ri­gens auf das la­tei­ni­sche Wort ve­la­re, was mit ver­schlei­ern oder ver­hül­len über­setzt wer­den kann. Der ak­tu­el­le Velar, der ab Mit­te Ju­li aus­ge­lie­fert wird, wur­de in­des strengs­tens vor neu­gie­ri­gen Bli­cken ge­schützt. Mit der welt­wei­ten Prä­sen­ta­ti­on vor we­ni­gen Ta­gen ist es den Ent­wick­lern aus Gay­don ein­mal mehr ge­lun­gen, ein über­ra­schend neu­ar­ti­ges Fahr­zeug auf die Rä­der zu stel­len, das Lan­dy-Esprit mit Lu­xus und Lif­te­style in ei­ner bis­lang un­ge­kann­ten Form kom­bi­niert. Der Velar misst rund 4,80 Me­ter bei ei­nem Rad­stand von 2874 mm und füllt da­mit die doch recht gro­ße Lü­cke zwi­schen dem kom­pak­ten Evo­que ( ab 34.900 Eu­ro) und dem Ran­ge Ro­ver Sport (ab 62.000 Eu­ro). Mit Prei­sen von 56.400 bis 90.850 Eu­ro reiht er sich sau­ber zwi­schen den bei­den Mar­ken­kol­le­gen ein. Schon das Ein­stiegs­mo­dell ver­fügt über All­rad­an­trieb und wird vom haus­ei­ge­nen In­ge­ni­um-Die­sel mit 180 PS an­ge­trie­ben. Dar­über ran­giert der neue Zwei­li­ter-Bi­tur­bo der Bri­ten (240 PS) mit sat­ten 500 Nm. Top-Die­sel ist der Drei­li­ter-V6 mit 300 PS und 700 Nm Bei den Ben­zi­nern hat der Kun­de die Aus­wahl zwi­schen ei­nem neu­en Vier­zy­lin­der-Tur­bo der In­ge­ni­um-Pa­let­te mit 250 PS so­wie ei­ner Ver­si­on mit 300 PS. Die Spit­ze mar­kiert auch hier ein Sechs­zy­lin­der, der dank Kom­pres­sor-Auf­la­dung 380 PS ent­facht. Da­mit spur­tet der Velar laut

schma­le Lam­pen dank La­serMa­trix­tech­nik

Her­stel­ler in nur 5,7 s von null auf 100 km/ h und er­reicht ei­ne Höchst­ge­schwin­dig­keit von 250 km/ h. Die Sechs­zy­lin­der-Ver­sio­nen ver­fü­gen über ei­ne ad­ap­ti­ve Luft­fe­de­rung mit Ni­veau­lift und stel­len 251 mm Bo­den­frei­heit be­reit. Auch wenn der Velar kein rus­ti­ka­ler Of­f­roa­der sein will, hat er doch den An­spruch, sich so­gar ab­seits der Stra­ße – dem Ruf der Mar­ke ent­spre­chend – wa­cker zu schla­gen. Di­ver­se As­sis­tenz­sys­te­me hel­fen ihm da­bei, die­se Auf­ga­be zu be­wäl­ti­gen. Ei­ne An­hän­ge­last von im­mer­hin 2,5 Ton­nen so­wie ein Kof­fer­raum mit 673 Li­ter Vo­lu­men be­to­nen sei­ne hand­fes­ten Tu­gen­den. Doch in ers­ter Li­nie will der Velar neue Kun­den­krei­se er­schlie­ßen, die viel­leicht dem Evo­que ent­wach­sen sind und sich gern et­was Schö­nes gön­nen wol­len. Dar­um hat Chef­de­si­gner Ger­ry McGo­vern größ­ten Wert dar­auf ge­legt, das Fahr­zeug durch ei­ne be­tont re­du­zier­te Gestal­tung und die ge­ziel­te Ein­bin­dung der Mar­ken-DNA zu ei­nem aus­ge­spro­chen be­geh­rens­wer­ten, neu­ar­ti­gen Au­to zu for­men. Ganz so, wie es dem Team da­mals mit dem Evo­que ge­lang. Un­ter der ele­gan­ten Hül­le steckt je­ne Alu-Ar­chi­tek­tur, die auch der Ja­gu­ar F-Pace nutzt. Das si­chert ein nied­ri­ges Ge­wicht, zeit­ge­mä­ße Si­cher­heits-Fea­tu­res und ein er­freu­lich groß­zü­gi­ges Rau­m­an­ge­bot auf al­len fünf Plät­zen. Hin­zu kom­men tech­ni­sche High­lights wie et­wa das op­tio­nal an­ge­bo­te­ne Ma­trix-La­ser-Licht, das ei­ne Reich­wei­te von 550 Me­tern ver­spricht. Pas­send zur re­du­zier­ten De­sign-Spra­che prä­sen­tiert sich auch das Cock­pit mit mög­lichst we­ni­gen Schal­tern und Knöp­fen. Ne­ben dem 12,3-Zol­lCock­pit- Dis­play be­sitzt der Velar zwei 10,2 Zoll gro­ße Touch­screens in der Mit­tel­kon­so­le: ei­nen für das Mul­ti­me­dia-Sys­tem InCon­trol Touch Pro und ei­nen für al­le sons­ti­gen Kon­trol­lund Stell­funk­tio­nen. In die­sem zwei­ten Dis­play ein­ge­bet­tet sind zwei me­cha­ni­sche Dreh­reg­ler, de­ren Funk­ti­on je nach an­ge­wähl­tem Me­nü va­ri­iert. Das sieht nicht nur mo­dern aus, son­dern ist die lo­gi­sche Kon­se­quenz des Touch-Be­di­en­kon­zepts. Fol­ge­rich­tig wer­den selbst die Lenk­rad-Tas­ten über ka­pa­zi­ti­ve Flä­chen ge­steu­ert. Ein wei­te­res No­vum: Die Top-Ver­sio­nen tra­gen statt des üb­li­chen Le­ders ei­nen hoch­wer­ti­gen Woll­stoff der dä­ni­schen Mar­ke Kva­drat. Cool.

No­vum: fei­ne be­zü­ge aus edels­ter Wol­le

Cock­pit mit Cool­ness: zwei­tei­li­ger Lenk­rad­kranz, drei gro­ße Dis­plays

Drei Dreh­Reg­ler und ein Touch­screen für bei­na­he sämt­li­che Funk­tio­nen

Qua­li­tät und Be­di­en­kon­zept über­zeu­gen uns schon bei der ers­ten Sitz­pro­be

Ver­senk­ba­re Tür­grif­fe ver­hel­fen dem Velar zu ei­ner un­ge­wohnt glat­ten Sil­hou­et­te

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